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Initiative erreicht 1500 Kinder pro Jahr

Zuletzt geändert: 27.02.2020 16:29:37 CET

Nahezu jedes vierte Kind in Krefeld wächst in sozial schwierigen Verhältnissen auf, fühlt sich im Alltag zurückgesetzt und leidet womöglich ein Leben lang unter diesen Folgen. Oberbürgermeister Frank Meyer hat deshalb vor rund zwei Jahren die Initiative „Krefeld für Kinder" ins Leben gerufen, mit dem Ziel, durch vielfältige Maßnahmen die Folgen der Kinderarmut in Krefeld zu lindern. Seitdem hat die Initiative eine große Unterstützung durch Bürger und aus der Unternehmerschaft erfahren, so dass zahlreiche Projekte und Aktionen für mehr als 1500 Krefelder Kinder gefördert werden konnten. „Mit ‚Krefeld für Kinder' bündeln wir das großartige bürgerschaftliche Engagement in dieser Stadt. Wir sensibilisieren für das Thema Kinderarmut, vernetzen uns noch stärker mit allen Akteuren und haben eine Plattform für Spenden und tatkräftige Hilfe geschaffen", sagt Frank Meyer.

Oberbürgermeister Frank Meyer, Beigeordneter Markus Schön, Dr. Silke Tophoven, Koordinatoren Kommunale Präventionsketten, und Gregor Micus, Koordinator Krefeld für Kinder, freuen sich über den Erfolg der Initiative Krefeld für Kinder. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Oberbürgermeister Frank Meyer, Beigeordneter Markus Schön, Dr. Silke Tophoven,
Koordinatoren Kommunale Präventionsketten, und Gregor Micus, Koordinator Krefeld für
Kinder, freuen sich über den Erfolg der Initiative Krefeld für Kinder.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

„Alle Projekte der Initiative Krefeld für Kinder werden mit anerkannten Trägern der Wohlfahrtspflege sowie sozial engagierten Bürgern und Unternehmen durchgeführt", erklärt Gregor Micus, Koordinator von Krefeld für Kinder. Partner sind zum Beispiel der Kinderschutzbund, die Krefelder (Kinder-)Tafel, das Kinderheim Kastanienhof und die Krefelder Jugendeinrichtungen. Auch Schulfördervereine an sozial benachteiligten Schulstandorten, die über nur wenige finanzielle Mittel verfügen, werden durch die Initiative unterstützt. So konnten seit 2018 unter anderem folgende Projekte durchgeführt werden: Die Teilnahme am Theaterprojekt „Move!" mit Kulturbüro und Kinderschutzbund als Partner, das Projekt Fotosafari in der Jugendeinrichtung Türmchen in Hüls gemeinsam mit der Firma Canon Deutschland, die Reiterhof-Ferien in Rumänien für zehn Kinder des Kinderheims Kastanienhof ermöglicht durch die Firma Elka International Logistics, das Projekt „Soziales Lerntraining" für Jugendliche in der Jugendwerkstatt Fichtenhain gefördert durch die Firma Innovative Metallrecycling sowie ein Workshop zu Akzeptanz und Toleranz von Kulturen am Hannah-Arendt-Gymnasium.

Tanja Kirsch-Boy (Leiterin der Kindertafel Mitte) und Projektinitiatorin Katharina Nowak (rechts) stehen selbst an einer der sechs Ausgabestellen und überreichen die Tornister an die berechtigten Familien.
Tanja Kirsch-Boy (Leiterin der Kindertafel Mitte) und Projektinitiatorin Katharina Nowak (rechts)
standen selbst an einer der sechs Ausgabestellen und überreichen die Tornister an die
berechtigten Familien.

Koordinator Gregor Micus lag besonders die Aktion „Guter Schulstart" am Herzen. Durch die von der Nürnberger Firma UnderCover gesponserte Schulranzen-Aktion in Zusammenarbeit mit der Krefelder Tafel erhielten 150 bedürftige Kinder eine Schulerstausstattung. Ebenfalls in 2019 unterstützte die Evonik Stiftung den Förderverein der Lernwerkstatt des Schulpsychologischen Dienstes mit einer Spende. Die Lernwerkstatt kümmert sich um die Unterstützung von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) und Rechenschwäche (Dyskalkulie), deren Eltern nicht in der Lage sind, kommerzielle Angebote wahrzunehmen. Auf Initiative von Oberbürgermeister Frank Meyer haben außerdem Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren seit Jahrbeginn freien Eintritt in die städtischen Museen und müssen für die Mediothek keinen Jahresbeitrag mehr bezahlen.

Bei der Spendenübergabe durch die Evonik Stiftung besichtigten Oberbürgermeister Frank Meyer (rechts), Michael Siemers von der Evonik Stiftung (links), Armin Reimann, Standortleiter Evonik Krefeld (stehend), und Sabine Micevic, Standortkommunikation Evonik Krefeld (stehend), die Räumlichkeiten der Lernwerkstatt des Psychologischen Dienstes im Behnisch Haus. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Bei der Spendenübergabe durch die Evonik Stiftung besichtigten Oberbürgermeister Frank
Meyer (rechts), Michael Siemers von der Evonik Stiftung (links), Armin Reimann, Standortleiter
Evonik Krefeld (stehend), und Sabine Micevic, Standortkommunikation Evonik Krefeld
(stehend), die Räumlichkeiten der Lernwerkstatt des Psychologischen Dienstes im Behnisch
Haus. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Die Ferienerlebnistage in den Oster- und Herbstferien, zum Beispiel bei der Feuerwehr, im Zoo, im Umweltzentrum, in der Mediothek und auf der Burg Linn, sowie das Projekt „Kindertaler" in Kooperation mit dem Kinderschutzbund, der Sparkasse Krefeld und privaten Spendern auf dem Besonderen Weihnachtsmarkt wollen die Verantwortlichen fortsetzen. „Weitere Großprojekte mit Unterstützung ansässiger Unternehmen sind in Planung beziehungsweise stehen vor der Realisierung", berichtet Micus. So zum Beispiel das Bookbike-Projekt „Aufsuchende Literaturvermittlung" in der Mediothek, eine Küchenspende für das Freizeitzentrum Süd in Verbindung mit „Ess-Sinn-Tagen" im Berufskolleg Vera Beckers und das „Lego We Do-Projekt" mit bis zu zehn Krefelder Grundschulen, deren Kinder einer besonderen Förderung bedürfen.

Auf das allgemeine Spendenkonto der Initiative „Krefeld für Kinder" bei der Sparkasse Krefeld (IBAN DE84 3205 0000 0000 4055 48) wurden im Jahr 2018 circa 9000 Euro eingezahlt, in 2019 rund 12.000 Euro. Aus diesen Mitteln wurden im Wesentlichen die Ferienerlebnistage, die Teilnahme am Theaterprojekt „Move!", die Reiterhof-Ferien, das Projekt des Hannah-Arendt-Gymnasiums und das Projekt Soziales Lerntraining finanziert. Für die übrigen Projekte in 2018/2019 wurden zielgerichtete Spenden in Höhe von rund 60.000 Euro auf die Konten der diversen Fördervereine getätigt. Für die im Jahr 2020 neu geplanten Projekte sind von den Partnerunternehmen Fördermittel in Höhe von rund 120 000 Euro zugesagt. „Wir benötigen weitere Spenden zur Wiederholung verschiedener Projekte und zur Unterstützung neuer Aktivitäten in den kommenden Jahren", weiß Gregor Micus. Als Ansprechpartner ist er unter Telefon 0 21 51 / 86 37 60 oder per E-Mail an gregor.micus@krefeld.de zu erreichen.