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Krefeld feiert am 31. Juli den ersten Welterbe-Geburtstag

Veröffentlicht am: 21.07.2022

Beim Welterbe-Geburtstag werden auch "echte" Römer ihr Können präsentieren und Besucher deren Fragen beantworten. Foto: Henner Fotista
Beim Welterbe-Geburtstag werden auch "echte" Römer ihr Können präsentieren und Besucher deren Fragen beantworten.
Foto: Henner Fotista

Programm für Familien im Archäologischen Museum und in Gellep

Die Anerkennung als Welterbe „Niedergermanischer Limes" jährt sich am Sonntag, 31. Juli, zum ersten Mal. Das römische Kastellareal in Krefeld-Gellep zählt zu den herausragenden Fundorten. Anlässlich des ersten Welterbe-Geburtstages lädt das Archäologische Museum Krefeld zum „Limes-Sonntag" an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr ein. „Wir wollen unseren kleinen und großen Besuchern ein informatives und unterhaltsames Programm rund um das Welterbe in Krefeld anbieten", sagt Museumsleiter Dr. Boris Burandt. Auf der Museumswiese in Linn dürfen sich die Besucher auf einige Legionäre „zum Anfassen" freuen. Die römischen Soldaten lagern dort und erklären ihre Ausrüstung. Die Outdoor-Version des Brettspiels zur aktuellen Sonderausstellung „Heimat in der Fremde" wird angeboten, genauso wie Stationen zu römischen Brett- und Kinderspielen. Mit den „Entdeckerkästen" können Kinder erste Erfahrungen als kleine Archäologen machen. „Außerdem bieten wir Führungen durch Dauer- und Sonderausstellung an", so Burandt. Auf dem Kastellareal in Krefeld-Gellep wird der ehemalige Museumsleiter Dr. Christoph Reichmann Führungen anbieten. Zudem wird der Förderverein über seine Arbeit sowie das Welterbe vor Ort informieren.

Das ist das Welterbe-Projekt

Das Welterbe-Projekt „Die Grenzen des Römischen Reiches" umfasst die Grenzlinie und Militäreinrichtungen zur Zeit der Blüte des Römischen Reiches, etwa von 100 bis 200 nach Christus. Der Niedergermanische Limes in den heutigen Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bestand von 15 vor Christus bis etwa 450 nach Christus. Der Grenzabschnitt von Remagen bis Katwijk an der Nordsee wird auch „nasser Limes" genannt, weil der Rhein die römische Provinz Niedergermanien von rechtsrheinischen, germanischen Stammesgebieten trennte. Unter den Römerstätten am Niedergermanischen Limes nimmt das Lager von Krefeld-Gellep eine Schlüsselposition ein, weil es vom ersten bis fünften Jahrhundert nach Christus fast ununterbrochen an derselben Stelle bestand. Oberbürgermeister Frank Meyer erhielt im vergangenen Herbst im Landesmuseum Bonn von Dr. Birgitta Ringbeck vom Auswärtigen Amt und der NRW-Ministerin Ina Scharrenbach ein Faksimile der Unesco-Urkunde.

Der Film zur Anerkennung als Welterbe:

Die Stadt Krefeld ist nun auch offiziell Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches - Niedergermanischer Limes". Oberbürgermeister Frank Meyer erhielt im Landesmuseum Bonn von Dr. Birgitta Ringbeck vom Auswärtigen Amt und der NRW-Ministerin Ina Scharrenbach ein Faksimile der Unesco-Urkunde. Das Original verbleibt in Bonn.

Eingebettetes Youtube-Video

 

 

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Museumsleiter Dr. Boris Burandt (rechts) führte die Wissenschaftler durch die Sammlung und erläuterte die Bedeutung des ehemaligen Gelduba als militärischer Standort am Niedergermanischen Limes. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
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Doktorand Eric Sponville und Museumspädagoge Matthias Ackermann stellen das neue Brettspiel vorFoto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann
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Modell eines Kastell-Lagertores von Gelduba in der SpätantikeFoto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

 

 

Weitere Informationen rund um das Welterbe: