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Jugendzentrum Stahlnetz öffnet wieder in städtischer Trägerschaft

Veröffentlicht am: 15.09.2020

Für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Stahldorf gibt es jetzt wieder einen zentralen Anlaufpunkt mit regelmäßigen Angeboten: Das Jugendzentrum „Stahlnetz" öffnet nach rund zweieinhalbjähriger Umwandlungsphase wieder. Die Stadt hat zum 1. Januar 2018 die Trägerschaft für das Stahlnetz vom Förderverein für Kinder- und Jugendarbeit Stahldorf übernommen. Dieser hatte es von 2005 bis 2017 betrieben. Danach waren umfangreiche Sanierungsarbeiten am Gebäude erforderlich, bevor es wieder als Jugendtreff in Betrieb gehen konnte. Diese sind nun abgeschlossen, und die neue Einrichtungsleiterin Lara Kalina konnte die frisch sanierten Räume vorstellen. Oberbürgermeister Frank Meyer und Sonja Pommeranz, Fachbereichsleiterin Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, ließen sich die Räumlichkeiten und das Konzept vorstellen.

Wichtige Einrichtung für Stahldorf

„Es war eine gute Entscheidung, dass die Stadt nach dem Rückzug des Fördervereins das Jugendzentrum übernommen hat. Stahldorf braucht diese Einrichtung, weil es hier sonst nicht viel für Kinder und Jugendliche gibt und weil hier auch Familien wohnen, die aufgrund ihrer sozialen Situation besonders dankbar für solche Angebote sind", stellte der Oberbürgermeister fest. Das Jugendzentrum liegt im Sozialraum Stahldorf gegenüber dem alten Stahlwerk und erhielt so seinen Namen. In Stahldorf gibt es überdurchschnittlich viele Familien mit drei und mehr Kindern. Zudem wachsen die Kinder in einem hohen Anteil der Familien zweisprachig auf. Der Bedarf an Offener Kinder- und Jugendarbeit ist hoch. Mehr als zweieinhalb Jahre fand dort außer der Spielaktion Mobifant kein regelmäßiges Angebot statt.

Freuen sich, dass das Stahlnetz jetzt wieder öffnet: (von rechts) Einrichtungsleiterin Lara Kalina, Oberbürgermeister Frank Meyer, Fachbereichsleiterin Sonja Pommeranz und Abteilungsleiterin Gülay Kaya. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofFreuen sich, dass das Stahlnetz jetzt wieder öffnet: (von rechts) Einrichtungsleiterin Lara Kalina, Oberbürgermeister Frank Meyer, Fachbereichsleiterin Sonja Pommeranz und Abteilungsleiterin Gülay Kaya.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Seit der Anmietung durch die Stadt waren aufwendige Instandsetzungsarbeiten durch das Zentrale Gebäudemanagement und die Wohnstätte, die der Stadt das Gebäude vermietet, nötig. Darüber hinaus wurde die rund 330 Quadratmeter nutzbare Fläche durch die pädagogische Einrichtungsleiterin Lara Kalina und ein teils ehrenamtliches Team optisch umgestaltet. Mit Unterstützung der Kollegen aus den Jugendzentren Freizeitzentrum Süd und Herbertzstraße wurden Erdgeschoss und erste Etage komplett neu hergerichtet.

Das neue Konzept von "Stahlnetz"

Lara Kalina stellt das Konzept vor: Die Altersspanne für die Teilnahme an Angeboten ist sehr groß, so können bereits Kinder ab sechs Jahre mitmachen. Schwerpunktmäßig orientiert sich die Arbeit jedoch an älteren Kindern und Jugendlichen von zwölf bis 21 (maximal 27) Jahren. Ein gemeinsames Projekt mit einer Studierendengruppe der Hochschule Niederrhein (Fachbereich Sozialwesen) zum Thema „Vielfalt und Diversität" ist in Planung. Neben Sport- und Bewegungsangeboten, sollen im Stahlnetz auch Entspannungs- und Kreativangebote einen Schwerpunkt darstellen. Um die Familien mit einzubeziehen, soll zusätzlich ein Elterncafé stattfinden, individuelle Beratungen und Hilfestellungen werden möglich sein. Die Einrichtung wird am Freitag, 18. September, um 16 Uhr eröffnet und ist dann ab Montag, 21. September, regulär geöffnet.

21 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Krefeld

Sonja Pommeranz berichtet über die Situation für Jugendliche insgesamt: „In Krefeld bestehen nun wieder 21 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit mit hauptberuflichen pädagogischen Kräften. Drei davon sind in städtischer Trägerschaft, elf in kirchlicher, sieben in freier Trägerschaft. Drei weichen vom klassischen Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ab und sind gesondert zu betrachten: Spielmobil Mobifant, Mitmachbauernhof Mallewupp und die Jugendeinrichtung Together". Die Besucherzahlen sind seit etwa 15 Jahren stabil: Erreicht werden pro Jahr rund 3.000 Stammbesucher - das sind etwa zehn Prozent der Krefelder Jugendlichen. Die Beteiligung der Eltern ist im Vergleich zu früheren Jahren deutlich angewachsen und hat sich dank der Schaffung vielfältiger Familien-Angebote etabliert.