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Jugendbuchclub erstmals ganzjährig im Literaturhaus

Durch die finanzielle Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung sowie einer Zuwendung aus dem Stiftungsvermögen von Dr. Eva Brües kann das Niederrheinische Literaturhaus Krefeld den Jugendbuchclub 2017 erstmals ganzjährig anbieten. „Ganz großen Dank an die Sparkassen-Kulturstiftung, die uns 5000 Euro zur Verfügung stellt", freut sich Anette Ostrowski, Leiterin des Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld. Aus dem Stiftungsvermögen von Dr. Eva Brües kommen zudem 2000 Euro für das Projekt. Ziel des Jugendbuchclubs ist, die intensive Auseinandersetzung mit Büchern zeitgenössischer Jugendbuchautoren des Rheinlands, die versucht, im reflektierenden Gespräch über inhaltliche und formale Motive des Textes Geschmacksurteile zu begründen und erzähltheoretische Hintergründe offenzulegen.

Der Jugendbuchclub im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld wird von der Sparkassen-Kulturstiftung unterstützt: (hintere Reihe von links): Michael Rotthoff von der Sparkassen-Kulturstiftung, Ingeborg Müllers, Kuratoriumsvorsitzende der Sparkassen-Kulturstiftung, Jürgen Sauerland-Freer, Geschäftsführer des Fördervereins für das Kulturbüro der Stadt Krefeld, Anette Ostrowski, Leiterin des Niederrheinischen Literaturhauses Krefeld, und Literaturvermittler Dorian Steinhoff am Tisch. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Der Jugendbuchclub im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld wird von der Sparkassen-
Kulturstiftung unterstützt: (hintere Reihe von links): Michael Rotthoff von der Sparkassen-
Kulturstiftung, Ingeborg Müllers, Kuratoriumsvorsitzende der Sparkassen-Kulturstiftung, Jürgen
Sauerland-Freer, Geschäftsführer des Fördervereins für das Kulturbüro der Stadt Krefeld,
Anette Ostrowski, Leiterin des Niederrheinischen Literaturhauses Krefeld, und
Literaturvermittler Dorian Steinhoff am Tisch.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Michael Rotthoff von der Sparkassen-Kulturstiftung erinnerte im Literaturhaus an der Gutenbergstraße, dass die Stiftung über fünf Jahre ein erfolgreiches Leseprojekt der Mediothek unterstützt hat. „Dieses Projekt hier ist eine höchst sinnvolle Fortführung dieser Art der Förderung an anderer Stelle", sagt Rotthoff. Die Jugendlichen werden an Bücher herangeführt und können sich unter professioneller Begleitung mit den Inhalten auseinandersetzen. „Für diese Altersklasse ist es wichtig, dass so eine Möglichkeit angeboten wird", betont Ingeborg Müllers, Kuratoriumsvorsitzende der Sparkassen-Kulturstiftung. Sie freue sich besonders, dass das Projekt so gut angenommen wird und schon frühzeitig ausgebucht war. Jürgen Sauerland-Freer, Geschäftsführer des Fördervereins für das Kulturbüro der Stadt Krefeld sowie dessen Leiter, unterstreicht die Bedeutung dieses Literaturangebotes als Teil der kulturellen Bildung in Krefeld. „Das Niederrheinische Literaturhaus füllt hier eine Nische in Krefeld", so Sauerland-Freer.

Ein Drittel der Teilnehmer habe einen Migrationshintergrund

Seit Anfang des Jahres haben sich die Teilnehmer bereits dreimal mit Literaturvermittler Dorian Steinhoff getroffen. Dabei haben sie sich aus dem Buch „Im Jahr des Affen" der Autorin Que Du Luu vorgelesen und über den Inhalt gesprochen. Durch die kontroversen Diskussionen sollen sie eine Geschmackempfingung ausbilden und begründen lernen, weshalb sie an einem Buch etwas gut oder schlecht finden. Neben dem sprachlichen Aspekt beinhalte der Jugendbuchclub auch eine integrative Zielsetzung. Etwa ein Drittel der Teilnehmer habe einen Migrationshintergrund. „Für einige war es ein riesen Schritt, in das Literaturhaus zu kommen", berichtet Ostrowski.

Weil die Autorin Que Du Luu aufgrund erheblicher Umleitungsprobleme seitens der Bahn nicht zu ihrer Lesung aus Bielefeld nach Krefeld anreisten konnte, haben sich Steinhoff und die Jugendliche bei ihrem dritten Treffen bereits mit dem nächsten Buch beschäftigt: „Dschihad Calling" von Christian Linker. Er liest am 22. Juni im Literaturhaus. Die Lesung mit Que Du Luu wird nachgeholt.

Das Niederrheinische Literaturhauses Krefeld, neben dem denkmalgeschützten Wasserturm an der Gutenbergstraße, wird seit Juni 2012 als städtische Einrichtung unter Verantwortung des Kulturbüros geführt.