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2019-02-13: Hof- und Fassadenprogramm verschönert die Innenstadt

Zuletzt geändert: 07.03.2019 08:31:20 CET

Eine Art „Domino-Effekt" beobachten Quartiersmanagerin Birgit Causin und Quartiersarchitekten Mouna Nasta vom Stadtumbaubüro seit einigen Jahren in Krefeld beim Hof- und Fassadenprogramm. Wie beispielsweise an der Dionysiusstraße verhält es sich nun auch an der Schwertstraße zwischen Albrechtplatz und Ostwall. „Es spricht sich rum, so soll es sein", sagt Causin. Hauseigentümer Guenter Puff hat es vorgemacht und die Fassade seines Haus aus dem Jahr 1885 neu streichen lassen. Vis-a-vis wurde bereits die Testfarbe aufgetragen und auch in der näheren Nachbarschaft haben die Eigentümer Mittel aus dem Hof- und Fassadenprogramm beantragt. Für dieses Rund stehen 125.000 Euro zur Verfügung. „Wer zuerst kommt, malt auch zuerst", sagt Nasta. Interessierte können sich kostenfrei beraten lassen.

Die Schwertstraße 136 vor der Sanierung.
Die Schwertstraße 136 vor der Sanierung.

Durch das Hof- und Fassadenförderprogramm „Stadtumbau West" konnte die Stadt Krefeld zahlreiche Fassadensanierungen in der Innenstadt bezuschussen. Für die Fördermittel kommen Häuser in Betracht, die älter als zehn Jahre sind. „Es muss ein Gebäude sein, das überwiegend für Wohnzwecke genutzt wird", sagt Causin. Ziel ist die Aufwertung des Gebäudebestandes und die Verbesserung des Stadtbildes. Die Kosten tragen Bund und Land zu 80, die Stadt zu 20 Prozent. Der Zuschuss für die Fassaden- und Hofgestaltung kann bis zu 30 Euro den Quadratmeter umgestalteter Fläche betragen. Das Programm gilt für den gesamten Innenstadtbereich innerhalb der Ringe und läuft mit Unterbrechungen seit 2012. „In dieser Zeit sind 111 Anträge bewilligt worden, weitere sind in Bearbeitung", so Causin. Bislang wurden 550 000 Euro an Zuschüssen ausgezahlt, von den Eigentürmern kamen 1,4 Millionen Euro als private Investition hinzu.

Die Schwertstraße 136 nach der Sanierung.
Die Schwertstraße 136 nach der Sanierung.

Das denkmalgeschützte Haus von Guenter Puff an der Schwertstraße strahlt nun im neuen Glanz. Mehrere Farbvorschläge standen zur Auswahl, letztlich endschied er sich für einen Grünton. Bei der Fassadenaufarbeitung wurden zudem noch Kriegsschäden beseitigt. Die Resonanz auf die neue Gestaltung sei sehr gut, so der Eigentümer. Unter anderem durch die Berichterstattung in den Krefelder Zeitungen sei er auf das Programm aufmerksam geworden. Er nahm mit dem Stadtumbaubüro an der Friedrichstraße Kontakt auf, füllte die Anträge aus, holte Kostenvoranschläge ein und erhielt schließlich die Bewilligung. Bereits nach vier Wochen waren die Arbeiten erledigt.

Für die kostenlose Erstberatung und die Fördermittelberatung können Interessierte Kontakt zu den Quartiersarchitekten aufnehmen. Die Sprechstunde für Immobilieneigentümer im Stadtumbaugebiet findet jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr im Stadtumbaubüro an der Friedrichstraße 25, Raum 205, statt. Termine können per E-Mail an stadtumbaubuero@krefeld.de oder vormittags telefonisch unter 0 21 51 / 36 60 38 14 vereinbart werden. Weitere Informationen erhalten Eigentümer auch bei Birgit Causin, die bei der Stadt Krefeld für das Quartiersmanagement zuständig ist.