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Hilfe für Sportvereine bei Corona bedingten finanziellen Engpässen

Zuletzt geändert: 25.05.2020 17:52:12 CEDT

Die Mitglieder des Sportausschusses haben einstimmig einer städtischen Vorlage zur finanziellen Unterstützung von Krefelder Sportvereinen zugestimmt. Die Verwaltung soll nun in Abstimmung mit dem Stadtsportbund Krefeld temporäre Fördermöglichkeiten bis maximal 7500 Euro pro Verein über das Programm „Krefeld macht Sport" bereitstellen, die geeignet sind, Corona bedingte finanzielle Engpässe der im Stadtsportbund Krefeld organisierten örtlichen Turn- und Sportvereine abzumildern. Diese Liste soll dem Sportausschuss dann als neue Vorlage zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Das Programm „Krefeld macht Sport" beinhaltet jetzt schon 18 Projekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 118.000 Euro. Die Zuschüsse sollen zur Verbesserung des Sportbetriebs eingesetzt werden. Dafür stehen zurzeit im städtischen Haushalt noch knapp über 280.000 Euro aus dem Programm zur Verfügung.

Ebenfalls einstimmig haben die Mitglieder des Sportausschusses einer städtischen Vorlage zugestimmt, Gelder aus den sogenannten „Sportfördermitteln" umgehend an die Vereine auszuzahlen. Die Zuschüsse sehen Beträge für jugendliche Mitglieder von 4,50 Euro je Person und für Übungsleiter von 46,50 Euro je anerkannter Fachkraft vor. Auf Basis des derzeit vom Stadtsportbund Krefeld zur Verfügung gestellten Zahlenmaterials würde sich der Förderbetrag für die Jugendzuschüsse auf rund 93.000 Euro, für die Übungsleiterzuschüsse auf fast 46.000 Euro belaufen. Außerdem erhalten die sogenannten „Regievereine" auf den Bezirkssportanlagen, also die vor Ort verantwortlichen Vereine, umgehend insgesamt 25.000 Euro für energetische Sanierungsmaßnahmen. Demnach bekommen diese Vereine neben den herkömmlichen Nebenkostenzuschüssen jeweils einen gut 13-prozentigen Aufschlag.

Mit einem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022" unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen die Sportvereine und Sportverbände. Zur Behebung des Modernisierungs- und Sanierungsstaus bei Sportstätten stehen bis 2022 insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung - auf Krefeld entfallen dabei drei Millionen Euro. Die Antragsstellung beginnt beim Stadtsportbund Krefeld, im Weiteren sind die Staatskanzlei und die NRW.Bank in dem Verfahren entscheidend. Der Stadtsportbund teilte in der Ausschusssitzung mit, dass der Fördersumme Wünsche von Krefelder Vereinen in Höhe von acht Millionen Euro momentan gegenüberstehen, so dass noch nichts über konkrete Vorhaben berichten werden könnte. Die Stadtverwaltung wies daraufhin, dass bei der Verteilung der Mittel aus den unterschiedlichen Fördertöpfen, Vereine nicht mehrfach für ein Projekt bedacht werden können.