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2018-09-06: Helfer gesucht: Reinigungsaktion „Rhinecleanup" am 15. September

Zuletzt geändert: 17.09.2018 07:34:26 CEDT

Das Rheinufer am Naturschutzgebiet Spey in Krefeld-Linn ist ein beliebtes Ausflugziel. Gerade im Sommer locken die Sandflächen und das Rauschen des Rheins viele Menschen an und laden dazu ein, ein paar Sonnenstunden hier zu verbringen. Doch einige Besucher verhalten sich nicht so, wie man es eigentlich erwarten sollte: Sie lassen ihren Müll liegen oder werfen ihn achtlos ins Wasser oder in die Gebüsche, so dass die geschützte Rheinaue an einigen Tagen, gerade nach Wochenenden, ausschaut wie eine Müllkippe. Genau hier setzt die Aktion „Rhinecleanup" (zu Deutsch: Aufräumen am Rhein), am Samstag, 15. September, zwischen 10 und 13 Uhr, an.

Der Rhein soll gesäubert werden. Foto: Messer
Der Rhein soll gesäubert werden.
Foto: Messer

Diana Buss hatte davon erfahren und sich bei den Organisatoren als Privatperson gemeldet. Ehe sie sich versah, war die Sprecherin der Firma Messer Industriegase die Krefeld-Beauftragte der Aktion. Buss suche nun Mitstreiter und fand sie prompt beim Stadtmarketing. „Diese Anregung ist bei uns sofort auf fruchtbaren Boden gefallen, wir waren Feuer und Flamme", sagt Uli Cloos, Leiter des Stadtmarketings. „Egal, ob man es nun wahrhaben möchte oder nicht: Krefeld liegt am Rhein. Unsere sieben Kilometer Rheinfront verteilen sich zur Hälfte auf Uerdingen und zur anderen Hälfte auf Linn und Gellep-Stratum. Und diese sieben Kilometer hätten wir gerne so sauber wie möglich."

Weggeworfener Schuh am Rhein. Foto: Messer
Weggeworfener Schuh am Rhein.
Foto: Messer

Wenig später glühten die Drähte zur Stadtreinigungsgesellschaft GSAK, und auch da kam die Zusage schnell. Die Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld stellt am 15. September das nötige Equipment wie Handschuhe, Greifer und Müllsäcke. „Und wir holen den Müll später natürlich auch ab", sagt Geschäftsführer Wilfried Gossen. „Es gibt in Krefeld rund zehn Frühjahrsputz-Aktionen, aber hier am Rhein hat es das noch nicht gegeben." Dass es sich lohnen wird, hat Diana Buss erst vor wenigen Tagen bei einem Spaziergang festgestellt: Neben üblichem Hausmüll fand sie Benzinkanister, Büroausrüstung und Autoreifen am Ufer. Das sieht dadurch natürlich nicht schöner aus - und steigt der Rheinpegel wieder, wird der Müll mitgerissen und landet im Meer. Laut den Organisatoren von Rhinecleanup sind das eine Millionen Kilogramm pro Jahr.

Weggeworfener Benzinkanister am Rhein. Foto: Messer
Weggeworfener Benzinkanister am Rhein.
Foto: Messer

Krefeld befindet sich am Aktionstag übrigens in illustrer Runde: Städte aus den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Lichtenstein nehmen teil, darunter kleine wie Sankt Goar, Bingen oder Küssaberg, aber auch große wie Basel, Köln oder Rotterdam. Cloos: „Das ist eine schöne Aktion im europaweiten Netzwerk. Es wird Zeit, dass die Bürger ihre Stadt als Wohnzimmer verstehen. Da wirft man ja auch nicht achtlos den Müll umher."

"Sitzgelegenheit" am Rhein. Foto: Messer
"Sitzgelegenheit" am Rhein.
Foto: Messer

Damit sich am 15. September ein Gruppengefühl entwickelt, erhalten alle Teilnehmer weiße Westen. Treffpunkt ist ab 9.30 Uhr der Parkplatz von Air Liquide an der Bataverstraße 47. Jeder kann mitmachen. Die Organisatoren bitten jedoch darum, sich über die Website oder beim Stadtmarketing per E-Mail oder telefonisch anzumelden, damit sie ungefähr wissen, mit welchem Personenaufkommen sie rechnen können. Wer spontan dabei sein möchte, hat dazu am Tag selber vor Ort die Möglichkeit, sich bei Christiane Gabbert zu melden. Festes Schuhwerk und entsprechende Kleidung wurden vorausgesetzt. Ein weiterer Termin steht übrigens schon fest. Am 7. April ist der „Dreck weg-Tag Rhein-Ruhr" - auch hier werden sich Stadtmarketing und GSAK beteiligen.