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2018-03-05: Fünf Krefelder erhalten die Stadtehrenplakette

Oberbürgermeister Frank Meyer hat im Rathaus mehreren verdienten Bürgern, die Stadtehrenplakette verliehen, die das Ansehen der Stadt und das Wohl ihrer Bürger besonders gestärkt haben. „Wir ehren heute fünf Krefelder Bürger, die ihren Idealismus für diese Stadt und für die Menschen in dieser Stadt vielfach unter Beweis gestellt haben", so der Oberbürgermeister. Über Jahre und Jahrzehnte setzten sie sich in ihrem jeweiligen Bereich ausdauernd und selbstlos ein. Dies gilt für den Flüchtlingskoordinator Dr. Hansgeorg Rehbein, der die ehrenamtlichen Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe mit großem persönlichem Engagement vernetzt und gefördert hat. Friedrich Berlemann, Dietmar Schörner und Dr. Peter Sulies vom Vorstand der Zoofreunde haben ebenfalls die Auszeichnung erhalten. Sie engagierten sich viele Jahre lang über alle Maßen für den Zoo. Ferner bekam Helmut Sallmann die Stadtehrenplakette, der sich in der Erforschung der Heimatgeschichte große Verdienste erworben hat.

Sallmann widmet sich seit vielen Jahren dem Thema Forstwald. Der 80-Jährige publizierte zahlreiche Bücher über den Krefelder Stadtteil, darunter „Der Forstwald - Die Entstehung einer 650-jährigen Kulturlandschaft" oder „Wanderung durch den historischen Forstwald". „Doch Helmut Sallmann gibt sich mit diesen historischen Erkenntnissen und ihrer Publikation nicht zufrieden: Er kämpft auch aktiv für den Erhalt der Kulturlandschaft Forstwald", betonte Frank Meyer. Die Themen Landschaft, Kultur und Geschichte verbinde er zu einer Leidenschaft, die weit über ein Hobby hinausgehe.

Dietmar Schörner, Dr. Hansgeorg Rehbein, Helmut Sallmann, Oberbürgermeister Frank Meyer, Dr. Peter Sulies, Friedrich Berlemann bei der Auszeichnung mit der Stadtehrenplakette. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Dietmar Schörner, Dr. Hansgeorg Rehbein, Helmut Sallmann, Oberbürgermeister Frank Meyer,
Dr. Peter Sulies, Friedrich Berlemann bei der Auszeichnung mit der Stadtehrenplakette.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Friedrich Berlemann, Dietmar Schörner und Dr. Peter Sulies bilden den Vorstand der Zoofreunde Krefeld. „Sie haben in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich an der Erfolgsgeschichte der Zoofreunde und des Krefelder Zoos mitgeschrieben", so der Oberbürgermeister. Es sei ein echtes Glück für einen Verein, wenn der Vorstand so toll aufeinander eingespielt sei und sich so perfekt ergänze. „Jeder von Ihnen bringt seine ganz eigenen Qualitäten ein, und zusammen entsteht ein unschlagbares Team", betont Meyer. Den Zoofreunden gehören inzwischen fast 3000 Mitglieder an. Als Mitgesellschafter der Zoo gGmbH übernehmen die Zoofreunde auch finanzielle Verantwortung für den Betrieb. Im Rahmenvertrag zur Gründung der Gesellschaft wurde 2005 festgeschrieben, dass die Zoofreunde rund 1,7 Millionen Euro in die GmbH einzuzahlen haben, eine irrsinnige Summe für einen Verein - doch tatsächlich war es bis Ende 2016 fast das Dreifache: rund 4,6 Millionen Euro. „Ohne die Zoofreunde gäbe es heute vermutlich kein Forscherhaus, keinen Schmetterlingsdschungel, keinen Gorillagarten, keinen Pinguin-Pool und keine Erdmännchen-Lodge", bilanziert Frank Meyer.

Mehr als 1000 Helfer standen bereit

Im Herbst 2015 kamen Woche für Woche Busladungen geflüchteter Menschen in Krefeld an, die untergebracht und versorgt werden mussten. Binnen kurzer Zeit fanden sich mehr als 1000 freiwillige Helfer bereit, um Essen und Kleidung zu sammeln, Spielzeug zu spenden, Sprachkurse anzubieten und vieles mehr. Das Problem bestand darin, dass es niemanden gab, der diese Massen an Hilfsangeboten koordinierte. „Am 1. Dezember 2015 nahm Hansgeorg Rehbein seine Arbeit als Flüchtlingskoordinator auf und hat sie danach zwei Jahre lang auf großartige Weise ausgefüllt", sagt Frank nMeyer. Mit seiner Ruhe und Erfahrung habe er in wenigen Wochen und Monaten stabile Strukturen geschaffen. Er vernetzte Institutionen, Gruppen und freiwillige Helfer in allen Teilen der Stadt. „Das war eine Meisterleistung", lobte der Oberbürgermeister. Trotz seiner ehrenamtlichen Aufgaben bei der Krefelder Tafel stellte er sich der Herausforderung.