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2020-02-18: Frauen sollen sicher Karneval feiern

Zuletzt geändert: 26.02.2020 08:25:45 CET

In wenigen Tagen beginnt der Straßenkarneval. Die Ordnungsbehörden haben Maßnahmen beschlossen, um die Sicherheit von Frauen zu gewährleisten, und geben auch Tipps, wie Gefahren vermieden werden können. Die Polizei wird an jedem der Karnevalstage (20. bis 25. Februar) ein Team mit speziell geschulten Beamten zum Opferschutz bereithalten. Dieses soll Betroffenen als zentrale Ansprechstelle dienen, Gefahren abwehren und schnelle Hilfe vorhalten.

Die Möhnen blasen wieder zum Sturm auf das Rathaus. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Frauen sollten unbeschwert Karneval feiern können.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Erreichbar ist das Team über den Kontakt zu allen eingesetzten Polizisten und Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), über den Notruf der Polizei 110 und über die Rufnummer des KOD 0 21 51 / 86 22 25. Alle Einsatzkräfte sind sensibilisiert: Jeder Hinweis und jeder Notruf wird ernst genommen. Es wird im Einzelfall geprüft, ob das Team den Kontakt sucht oder ob die Geschädigten zum Team begleitet werden. Alle Übergriffe werden konsequent verfolgt und da die gesetzlichen Bestimmungen geändert wurden, kann jegliche Art von sexuellen Übergriffen nun auch strafrechtlich verfolgen werden.

Vom 21. bis 25. Februar gibt es bei der Frauenberatungsstelle auf der Carl-Wilhelm-Straße 33 täglich von 9 bis 15 Uhr zusätzliche Beratungsmöglichkeiten für betroffene Frauen ab 14 Jahren. Die regulären Sprechzeiten sind ansonsten immer dienstags zwischen 9 und 11 Uhr. Ein Kontakt ist auch über die Rufnummer 0 21 51 / 80 05 71 oder per E-Mail an frauenberatung@frauenberatung-krefeld.de möglich. Über die genannten Wege ist die Frauenberatungsstelle montags bis freitags zu erreichen. Dolmetscher können gestellt werden, es besteht Schweigepflicht und die Beratungen sind kostenfrei. Männliche Personen haben keinen Zutritt. Infos gibt es auf .

Die Polizei gibt in dem Zusammenhang Präventionsempfehlungen für alle Bürger: Vorausschauendes Verhalten ermöglicht, Gefahren zu erkennen und ihnen frühzeitig aus dem Weg zu gehen. Bedrohlich wirkenden Gruppen von Personen, zum Beispiel betrunkene, pöbelnde Personen, sollte man nach Möglichkeit ausweichen und dafür auch einen längeren Weg in Kauf nehmen. Es macht Sinn, sich am Rande einer Menschenmenge zu bewegen, um das Ziel zu erreichen. Einer empfundenen Gefahr aus dem Weg zu gehen, ist niemals ein Zeichen von Feigheit, sondern zeugt von „gesundem Menschenverstand". Es kann auch hilfreich sein, sich zu einer Gruppe zusammen zu schließen und dabei gegenseitig auf sich zu achten und sich zu unterstützen. In einer bedrohlichen Situation soll man durch lautes Schreien, den Einsatz von „Schrillalarmgeräten" oder Trillerpfeifen auf sich aufmerksam machen und versuchen, Unbeteiligte aktiv zur Hilfeleistung aufzufordern und Personen gezielt anzusprechen. In sichere Bereiche zurückgezogen kann dann der Notruf 110 gewählt werden.