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2019-12-02: Familienfreundlicher Linner Weihnachtsmarkt am Wochenende

Zuletzt geändert: 09.12.2019 07:47:37 CET

Der 35. Linner Weihnachtsmarkt steht kurz bevor: Wie immer öffnet er am zweiten Advents-Wochenende (7. und 8. Dezember) seine Pforten und lockt wieder viele Besucher in die historische Altstadt und an die Burg Linn in Krefeld. Es ist die tolle Atmosphäre, die an das Mittelalter erinnert und mit der die Organisatoren aus dem Linner Schützenverein wuchern können. „Hinzu kommt, dass wir seit jeher keinen Eintritt erheben. Familien zahlen anderswo für solch ein Ambiente locker 30 Euro oder mehr. Das wollen wir hier aber nicht", schildert Orga-Chef Ralph Jansen. „Uns ist auch wichtig, dass Kinder mit ihrem Taschengeld hier selber Geschenke kaufen können."

Stets auf dem Linner Weihnachtsmarkt dabei: Noi! Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Stets auf dem Linner Weihnachtsmarkt dabei: Noi!
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Und auf noch etwas verzichten die Linner: Überregionale Werbung. „Wir fühlen uns einfach wohl, so wie es ist. Würden wir noch anderswo für unseren Markt werben, könnten wir die Besucher wahrscheinlich stapeln." So sei zum Beispiel schon das Fernsehen gescheitert, vom Linner Weihnachtsmarkt zu berichten und so möglicherweise für weitere Besucherströme zu sorgen, die die Linner mit ihrem Konzept nicht schultern wollen und wahrscheinlich auch nicht können.

Der Weihnachtsmarkt in Linn besticht durch eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Nahezu jeder Linner packt mit an.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Denn der Weihnachtsmarkt in Linn ist nur durch das Mitwirken vieler Linner möglich. Kaum einer, der nicht mit anpackt: Es ist ein Zusammenkommen der vielen Vereine und Institutionen des Burgstädtchens. Zwar tummeln sich unter den 125 Standbeschickern auch viele von außerhalb, doch ohne das ehrenamtliche Engagement der Linner wäre der Markt nicht denkbar. Die 1. Schützenkompanie sorgt traditionell für Grünkohl samt Weihnachtsschwein, der Kirchenchor Sankt Margaretha bietet Weihnachtströdel und die Senioren aus dem Em Cavenn Kaffee, Kuchen und Waffeln. Viele Mitglieder des Schützenvereins, darunter zum Beispiel Landsknechte und Preussen, schenken Glühwein und andere Köstlichkeiten aus, die Kauffrauen zu Linn verkaufen Kräuterbonbons und die Hirten haben Weihnachtsdeko und Geschenkartikel im Angebot. Gutes im Sinn hat Dieter Gall mit seinem Stand unter dem Motto „Linn 4 Africa". Der Ur-Linner sammelt seit Jahren Gelder für das Kasuma Community School-Projekt in Zambia.

Der Weihnachtsmarkt in Linn besticht durch eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Der Weihnachtsmarkt in Linn besticht durch eine ganz besondere Atmosphäre.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Der Linner Weihnachtsmarkt ist eine Erfolgsgeschichte, die 2009 eine entscheidende Wende nahm. Denn bis dahin war der Markt lediglich auf dem überschaubaren Andreasmarkt beheimatet. Dann aber wagten die Organisatoren ein Experiment und erweiterten in Richtung Vorburg. Ein voller Erfolg: Die Anzahl der Hütten stieg kontinuierlich auf nun rund 130 an, mittlerweile stehen etliche auf der Museumswiese. Um diese und andere Bereiche zu entzerren, wurde 2017 ein Holzsteg über die Wiese der Vorburg gelegt, an den sich besucherfreundlich weitere Hütten anschmiegen und zum Flanieren einladen, dafür anderswo aber ‚den Druck herausnehmen'. Nahezu alle Hütten sind - der Hansel-Gruppe sei Dank - selbst gezimmert und befinden sich im Besitz des veranstaltenden Schützenvereins.

Der Weihnachtsmarkt in Linn besticht durch eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
In Linn darf gestöbert werden.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Natürlich machen auch die Linner Museen mit. „Wir werden wieder einen Stand mit textilem Flohmarkt im Foyer des Deutschen Textilmuseums aufbauen. Angeboten werden Antiquitäten, Vintage Mode, Accessoires und Kurzwaren", sagt Helga Pescher. Geöffnet ist am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Das Museum Burg Linn lädt kleine Geisterjäger zu einer Gespensterführung. Ausschließlich mutige Kinder dürfen sich in diesen Tagen auf die mystisch-rot beleuchtete Burg wagen, um die bösen Geister zu verjagen und den Spuk endlich zu beenden. Die Gespensterführungen finden an beiden Tagen jeweils um 17.30 Uhr statt. Die Inszenierung setzt bewusst auf milde Gruseleffekte und eine spannungsgeladene Darstellung. Die Teilnehmerzahl ist auf je 30 Kinder im Grundschulalter bis elf Jahren beschränkt.

Im Dezember wird es gruselig auf der Burg Linn. Gespenster treiben dann ihr Unwesen in den Gemäuern der Burg.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Es wird gruselig auf der Burg Linn. Gespenster treiben dann ihr Unwesen in den Gemäuern.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Die Führung ist ohne Begleitung der Eltern. Sie können die Kinder ab 17.15 Uhr an der Zugbrücke abgeben. Für die Führung muss lediglich der Eintrittspreis gezahlt werden. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter Telefon 0 21 51 / 15 53 90 (während der Öffnungszeiten) und per E-Mail burglinn@krefeld.de. Das Museum hat derweil regulär geöffnet. Hier läuft aktuell die Ausstellung „Abenteuer Großgrabung". Im Jagdschloss ist die Ausstellung „Von der Lochkarte in die Cloud" zu sehen und auf der Burg wird die Märchen-Ausstellung „Sagenhaft! Zauberhaft! Märchenhaft! Von Phantasie bis Fantasy" gezeigt. Für den Eintritt in das Museum wird das Entgelt erhoben.

Besucher sollten nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Stadtwerke Krefeld werden die Taktung der Straßenbahn 044 enger fassen, im Bedarfsfall fahren Shuttlebusse zwischen Rheinstraße und Burg Linn. Das Parkplatzangebot ist begrenzt. Auf der Straße „Am Bollwerk" gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz.

 

Öffnungszeiten / Programm:

Samstag, 7. Dezember
Öffnungszeit: 12 bis 21 Uhr
12 Uhr: Eröffnung durch das Weihnachtsmarkt-Team
14 Uhr: Grußwort des Schirmherrn Oberbürgermeister Frank Meyer am Backhaus
15 Uhr: Der Nikolaus besucht mit seinen Helfern den Weihnachtsmarkt

Sonntag, 8. Dezember
Öffnungszeit: 11 bis 20 Uhr
15 Uhr: Der Nikolaus besucht mit seinen Helfern den Weihnachtsmarkt