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Fahrradbeleuchtungsaktion macht Station am MSM

Zuletzt geändert: 02.01.2019 14:15:26 CET

Das „Ahhh" und „Ohhh" ist groß: Faszinierend erkennen die Schüler die große Wirkung von Reflektionskleidung. Es ist eine von vier Stationen der Fahrradbeleuchtungsaktion, die seit einigen Jahren Krefelder Schülern eindrucksvoll aufzeigt, wie wichtig „sehen und gesehen werden" in der dunklen Jahreszeit für Radfahrende sein kann. In diesem Jahr kamen zehn Klassen des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium (MSM) in Fischeln in den Genuss, an der Aktion teilnehmen zu dürfen. Die Initiative „Krefelder Fairkehr", getragen von Polizei, Verkehrswacht und der Stadt Krefeld, will damit den hohen Zahlen von mangelhaft oder gar nicht beleuchteten Fahrrädern auf den Straßen entgegenwirken. Sie wird bei der Aktion unterstützt von der „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW" (AGFS), die die Themenmodule zur Verfügung stellt, und der P3-Agentur aus Köln.

Alexander Czapla von der Agentur P3 erklärt den Kindern, auf was es bei der Fahrradbeleuchtung ankommt. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Alexander Czapla von der Agentur P3 erklärt den Kindern, auf was es bei der
Fahrradbeleuchtung ankommt.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

„Wir haben viel mit den Polizisten über Fahrräder geredet. Das meiste war mir schon bekannt", sagt die elfjährige Latifah. Trotzdem sei es gut gewesen, noch einmal alles so deutlich zu erfahren. In der vierten Klasse, da noch in der Grundschule, gibt es stets die Radfahrprüfung, mit der Fahrradbeleuchtungsaktion werden dann Kinder der fünften und sechsten Klasse erreicht. Sie wirkt dadurch wie eine Auffrischungskur. Gerade jetzt im Winter sei es wichtig, sich ordnungsgemäß auf dem Fahrrad zu bewegen, erklärt Alexander Czapla von P3 den Kindern. Die hören wissbegierig zu und verteilen sich nach der Einführungsrunde auf die vier Stationen.

Michael Hülsmann, Geschäftsführer der Initiative "Krefelder Fairkehr" Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Michael Hülsmann, Geschäftsführer der Initiative "Krefelder Fairkehr"
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

An einer steht mit Michael Hülsmann der Geschäftsführer der Initiative „Krefelder Fairkehr": „Es macht Spaß zu erkennen, wie den Kindern im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufgeht." Den gleichen Effekt verspürt auch Nadine Habeck-Friese. Die Polizistin zeigt den Unterschied zwischen einer normalen Glühlampe, einer Halogen-Leuchte und LED auf. „Das alte Licht sah komisch aus, Halogen und LED waren viel heller. Insgesamt macht es mir großen Spaß und ich erfahre eine Menge", so Ozan (zehn Jahre). Polizeihauptkommissar Rainer Behrens von der Verkehrswacht bittet derweil die Schüler in eine mobile Werkstatt. Hier lernen sie, ein Rad korrekt aufzupumpen und welche Reflektoren sich am besten eignen.

Heimlicher Star des Parcours ist allerdings die „Black Box", auch weil es etwas zu gewinnen gibt. Sie simuliert über einen Monitor eine Verkehrssituation, in der im Dämmerlicht Fahrradfahrer unterwegs sind. So wird erlebbar, dass Fahrradlampen nicht nur das Umfeld beleuchten, sondern gleichzeitig „Positionslampen" sind, die die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer wecken. „Ihr seht also mit eurem Licht, werdet aber auch gesehen. Achtet bitte trotzdem immer auf den Verkehr und bleibt lieber stehen, wenn ihr euch nicht sicher seid. Am Ende ist ein Auto mit rund zwei Tonnen deutlich stärker als ihr auf einem Fahrrad", impft Czapla den Schülern ein und trifft auf offene Ohren. Sie können sich am Ende der Aktion alle über kleine Geschenke freuen, die ihr Rad heller und damit sicherer machen.