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Fachbereich Migration und Integration gut gestartet

Zuletzt geändert: 22.11.2018 08:47:24 CET

Nachdem die Stadtverwaltung Krefeld auf Initiative von Oberbürgermeister Frank Meyer im Januar 2018 den neuen Fachbereich Migration und Integration gegründet hat, ist dort einiges passiert. Die wesentlichen Ziele, die sich die Verwaltung mit der organisatorischen Änderung gesetzt hatte, sind inzwischen erreicht. Dazu gehören vor allem die Verbesserungen in der Ausländerbehörde durch Reduzierung von Wartezeiten und Stärkung der Zusammenarbeit mit beteiligten Organisationen.

„Eine moderne weltoffene Großstadt wie Krefeld braucht eine Verwaltung der Migration und Integration", erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer die Beweggründe der Organisationsänderung. „Durch die Bündelung der Themen Migration und Integration innerhalb der Verwaltung haben die Kunden eine Dienstleistung aus einer Hand", so der Oberbürgermeister. „Inzwischen konnten die meisten Stellen besetzt und ein Großteil bestehender Rückstände aufgearbeitet werden", betont Dezernent Markus Schön, in dessen Bereich der neue Fachbereich angesiedelt ist.

Fachbereichsleiter Andreas Pamp, die Geschäftsführerin des Jobcenters Krefeld, Tavin Lara Turanli, der Beigeordnete Markus Schön und Oberbürgermeister Frank Meyer stellten die Erfolge im neuen Fachbereich Migration und Integration sowie in der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten vor.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Fachbereichsleiter Andreas Pamp, die Geschäftsführerin des Jobcenters Krefeld, Tavin Lara
Turanli, der Beigeordnete Markus Schön und Oberbürgermeister Frank Meyer stellten die
Erfolge im neuen Fachbereich Migration und Integration sowie in der Arbeitsmarktintegration
von Geflüchteten vor.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Zusätzlich konnte durch Veränderung der Organisation und Umstellung der Terminvergabe die Wartezeit deutlich reduziert werden. So seien bei den Anmeldungen die Wartezeiten von zuvor sieben Monaten auf null zurückgeführt worden, bei der Niederlassungserlaubnis von zuvor sechs Monaten auf aktuell keine Wartezeiten. Bei den Bearbeitungen von Aufenthaltstiteln ging es von bis zu fünf Monaten ebenfalls auf null. Sofort bearbeitet werden nun auch die Einbürgerungen und Asylangelegenheiten. Wer Besuche von Angehörigen plant, hat für die Verpflichtungserklärung jetzt ebenfalls keine Wartezeit mehr zu befürchten.

Rückstände gibt es aktuell jedoch noch bei den Visa-Angelegenheiten und Ordnungsverfügungen sowie bei verschiedenen Backoffice-Tätigkeiten. Dies soll demnächst weiter abgebaut werden. Ebenso arbeite man noch an der angekündigten Einrichtung eines zentralen Servicecenters. Als weitere Verbesserungen seien Mehrsprachigkeit in der Abteilung Migration, übersetzte Formulare, Online-Terminvergabe und die Einführung der E-Akte in Vorbereitung.

Bei der Gründung des Fachbereichs waren in der Abteilung Migration noch 19 der 55 Stellen unbesetzt. Diese Vakanzen und einzelne personenbedingte Ausfallzeiten führten zu enormen Rückständen. Partner und engagierte Bürger bemängelten zudem eine restriktive Haltung bei der Auslegung des Ausländerrechts. Dadurch gestalteten sich Kooperationsbeziehungen schwierig. Das Vertrauen hatte bei der Klientel, aber auch in der Öffentlichkeit massiv gelitten. Der Leiter des neuen Fachbereichs Migration und Integration, Andreas Pamp, ist froh darüber, dass nun 18 Stellen neu besetzt werden konnten. Aktuell seien durch Fluktuation zwar noch sechs Stellen nicht besetzt, die Wiederbesetzung laufe allerdings schon. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter konnte durch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, insbesondere durch den Einsatz moderner technischer Ausstattung deutlich verbessert werden. Aufstiegschancen innerhalb der Abteilung sorgen für bessere Perspektiven und wirken der starken Fluktuation entgegen.

Positives gab es auch zur Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge zu berichten. Nachdem inzwischen die Sprachbarrieren weitgehend abgebaut werden konnten, haben sich einige der hauptsächlich jungen zugewanderten Menschen nun auch eine berufliche Perspektive geschaffen. Tavin Lara Turanli, Geschäftsführerin des Jobcenters Krefeld, machte deutlich, dass von 2167 Neukrefeldern im Kontext von Fluchtmigration allein im ersten Halbjahr 2018 bereits 179 in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Das sind deutlich mehr als im Vergleichszeitraum 2017, wo 102 Zugewanderte in den Arbeitsmarkt aufgenommen werden konnten.