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Fabritianer erhalten Zertifikate für ihr Engagement

Zuletzt geändert: 18.12.2019 13:52:07 CET

Im Rahmen des Projekts „Soziale Kompetenz" haben sich 33 Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Fabritianum in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz 60 Stunden lang am Nachmittag oder in den Schulferien im Bereich einer sozialen Einrichtung oder der Nachbarschaftshilfe freiwillig engagiert. Zehn Jugendliche haben sogar mehr als 75 Stunden abgeleistet in Kindertageseinrichtungen, Sport- und Schwimmvereinen, bei der Hausaufgaben- und Ferienbetreuung in Grundschulen, in der Jugendarbeit in Kirchengemeinden, in der Seniorenbetreuung, in Büchereien, in der Tagesbetreuung der Lebenshilfe, in einem Café für geflüchtete Frauen, beim DRK-Blutspendedienst oder in Tierheimen.

Gesprächsrunde zum Projekt. Foto: Gymnasium Fabritianum
Gesprächsrunde zum Projekt. Foto: Gymnasium Fabritianum

Schulleiter Eric Mühle lobte seine Schüler: „Auch wenn eure Generation oft nur mit überbordender Mediennutzung in Verbindung gebracht wird, gibt es sehr viele unter euch, denen das Engagement für eine Sache oder auch für andere Menschen wichtig ist. Dabei ist es egal, wofür man brennt - wichtig ist, dass man etwas tut, um Dinge zum Positiven zu verändern." Gemeinsam mit Regine Hellmann, die sich seit 2006 als ehrenamtliche Patin des Projekts um die kleinen und großen Sorgen der Schüler kümmert, händigte er den Schülern ein Zertifikat aus, das sie zum Beispiel einer Bewerbung um eine Ausbildungsstelle oder einen Studienplatz hinzufügen können.

33 Schüler des Gymnasiums Fabritianum wurden  die mit dem Zertifikat für Soziale Kompetenz ausgezeichnet. Mit auf dem Foto: Schulleiter Eric Mühle und SoKo-Patin Regine Hellmann. Foto: Gymnasium Fabritianum
33 Schüler des Gymnasiums Fabritianum wurden die mit dem Zertifikat für Soziale Kompetenz
ausgezeichnet. Mit auf dem Foto: Schulleiter Eric Mühle und SoKo-Patin Regine Hellmann.
Foto: Gymnasium Fabritianum

In einer Talkrunde befragte Mühle einige der Teilnehmenden unter anderem nach ihrer Motivation, sich für andere einzusetzen. „Ich werde nie die glücklichen Gesichter der Menschen vergessen, denen ich ein wenig helfen konnte", erzählte Lea über ihre Zeit in einer kirchlichen Bücherei. „Als ich mein Praktikum bei den Pfadfindern schon abgeschlossen hatte, hatten die Siebenjährigen Tränen in den Augen. Spätestens da stand mein Entschluss fest: Ich mache weiter!", erinnerte sich Jan. Für Sophie dagegen ist die Begegnung mit der Holocaust-Überlebenden Halina Birnbaum ein unvergesslicher Höhepunkt ihres Einsatzes in der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer. Mitarbeiter Burkhard Ostrowski hat dort eng mit der Schülerin zusammengearbeitet: „Sophie hat völlig eigenständig Projekte erarbeitet und betreut. Sie hat unsere Arbeit mit dem speziellen Blick einer Jugendlichen sehr bereichert", berichtete er.