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Expertin plaudert „aus dem Nähkästchen"

Zuletzt geändert: 25.02.2019 13:55:50 CET

„Aus dem Nähkästchen geplaudert" heißt ein erfolgreiches Format des Deutschen Textilmuseums Krefeld, das vierteljährlich angeboten wird. Die exklusiven 15 Plätze waren wieder schnell ausgebucht. Als Expertin ermöglichte diesmal die Kuratorin der Ausstellung „Tracht oder Mode - Die europäische Sammlung Paul Prött", Dr. Uta-Christiane Bergemann, einen vertieften Blick in ihre Forschungsarbeit und ihre gewonnenen Erkenntnisse über den mittellosen Künstler Paul Prött, der eine heute gut zwei Millionen Euro teure Sammlung anlegte und an die Krefelder Gewebesammlung verkaufte.

Uta-Christiane Bergemann (links) plaudert mit Gästen im Deutschen Textilmuseum aus dem "Nähkästchen". Museumsleiterin Annette Schieck (Dritte von rechts) hatte zuvor die Besucher begrüßt. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Uta-Christiane Bergemann (links) plaudert mit Gästen im Deutschen Textilmuseum aus dem
"Nähkästchen". Museumsleiterin Annette Schieck (Dritte von rechts) hatte zuvor die Besucher
begrüßt. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Museumsleiterin Dr. Annette Schieck begrüßte die Gäste und führte in die Ausstellung ein. Bei dem anschließenden Rundgang erläuterte Bergemann Interessantes zu ausgewählten Exponaten der Ausstellungen. So differenzierte sie Tracht oder Mode an zwei Exponaten aus der Biedermeier-Zeit: Während eine Münchnerin eine modische Tracht samt Korsett trug, musste die Bäuerin auf dem Land wegen ihrer Arbeit auf das Korsett verzichten. Dieses hätte sie ansonsten absolut eingeschränkt. Dieser Unterschied spiegelt sich am Sitz der Taille und dem unterschiedlichen Schnitt wider. „Bei unserer Experten-Plauderei erwartet unsere Besucher eben kein Vortrag oder klassische Führung. Wir wollen mit unseren Gästen ins Gespräch kommen", betont die Museumsleiterin. „Die Plauderei soll ein Mehrwert für alle sein, für alle, die tiefer in eine Materie eintauchen möchten", so Schieck. Damit ein intensives Gespräch zwischen den Teilnehmer geführt werden kann, gibt es die Begrenzung auf 15 Plätze.

Die Ausstellung „Tracht oder Mode - Die europäische Sammlung Paul Prött" ist noch bis zum 14. April zu sehen. Erstmals konnten für die Ausstellung 566 Objekte europäischer Herkunft wissenschaftlich bearbeitet werden, circa 200 Exponate sind aktuell ausgestellt. Mit der Ausstellung endet der erste Teil der fünfjährigen Projektreihe „Ans Licht", die von der Sparkassen-Kulturstiftung Krefeld mit 250 000 Euro unterstützt wird. Eine Abendführung mit Sekt findet am Donnerstag, 4. April, um 19 Uhr statt. Die Teilnahme kostet zwölf Euro. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.