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Erfolgreiches Haushaltsjahr 2019: Plus von 35,9 Millionen Euro erwartet

Zuletzt geändert: 29.04.2020 15:00:27 CEDT

Den positiven Finanztrend der beiden vergangenen Jahre kann die Stadt auch im Jahr 2019 bestätigen: Ein Plus von 35,9 Millionen Euro weist die Prognose für das Jahresergebnis 2019 aus, welches ursprünglich dem Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften für die Sitzung am 28. April 2020 vorgelegt werden sollte. „Coronavirus"-bedingt hat Stadtkämmerer Cyprian den Ausschussmitgliedern die Vorlage nun kurzfristig auf digitalem Wege zur Verfügung gestellt, um die Ergebnisse innerhalb der politischen Arbeitsgruppe „Haushaltskonsolidierung" in der kommenden Woche beraten zu können.

Dritte Jahr in Folge ein positives Ergebnis

Oberbürgermeister Frank Meyer zeigt sich erfreut über die weiterhin positive Entwicklung der städtischen Finanzen: „Das Ziel, den städtischen Haushalt zu sanieren und wieder auf sichere Füße zu stellen, ist in den letzten fünf Jahren konsequent verfolgt worden. Wir werden jetzt das dritte Jahr in Folge ein positives Ergebnis erreichen und damit `schwarze Zahlen´ schreiben. Entsprechend dürfen wir - und alle Beteiligte - auf das Ergebnis zurecht stolz sein. Wenn jetzt wie geplant der Haushalt 2020 von der Bezirksregierung genehmigt wird, können wir eine tolle Bilanz vorlegen."

Die Container-Krananlage der Krefelder Container Terminal GmbH (KCT). Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Die Container-Krananlage der Krefelder Container Terminal GmbH (KCT).
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Neben Verbesserungen im Bereich der Gewerbesteuer in Höhe von +49,8 Millionen Euro, zusätzlichen Landeszuweisungen in Form der Integrationspauschale (+1,4 Millionen Euro), sinkenden Aufwendungen bei den Kosten der Unterkunft (+3,8 Millionen Euro) sowie bei den Betriebskostenzuschüssen im Kita-Bereich (+3,2 Millionen Euro), gibt es allerdings auch Verschlechterungen gegenüber der Planung. Hier sind insbesondere zu nennen: Das sind zum einen Mehraufwendungen bei der Unterhaltung städtischer Gebäude in Höhe von 7,7 Millionen Euro, weiterhin Wenigererträge sowohl bei Kostenerstattung von Asylbegehrenden (-7,4 Millionen Euro) als auch bei der Unterbringung von Asylbegehrenden (-5,0 Millionen Euro), geringere Kostenerstattungen bei den Hilfen und der Unterbringung von Asylbegehrenden (-12,4 Millionen Euro), der sinkende Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (-3,9 Millionen Euro) sowie höhere Aufwendungen bei der Gewerbesteuerumlage (-4,2 Millionen Euro).

Ulrich Cyprian. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Ulrich Cyprian.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

„Wir stehen in einem engen und vertrauensvollen Austausch mit den politischen Mandatsträgern. Insbesondere der seit einigen Jahren andauernden `Haushaltsmehrheit´ aus den Fraktionen von SPD und CDU ist es auch zu verdanken, dass wir diese positiven Zahlen verkünden können", zeigt sich Stadtkämmerer Ulrich Cyprian zufrieden. Allerdings legt Cyprian Wert darauf, dass es sich bei den aktuellen Zahlen noch um eine Prognose für das Jahr 2019 handelt, die mit Unsicherheiten wie Abschreibungen, Sonderposten und Rückstellungen verbunden ist, welche noch Auswirkungen auf das endgültige Jahresergebnis mit sich bringen können.

 

Computer-Rendering des SARS-CoV-2-Virus.  Foto: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM / Public domain
Computer-Rendering des SARS-CoV-2-Virus.
Foto: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM / Public domain

„Ich werde nicht müde, an einer weiterhin stringenten Umsetzung unserer Haushaltssicherung festzuhalten. Dies vor dem Hintergrund, dass neben den genannten Verbesserungen auch Risiken zu berücksichtigen sind. Besonders zu erwähnen sind Veränderungen bei den Steuereinnahmen, ein steigendes Zinsniveau oder die etwaigen wirtschaftlichen Folgen der „Corona-Krise", die sich deutlich auf unser Ergebnis auswirken können. Wir müssen mit aller Kraft an unserem gemeinsamen Ziel, die Haushaltssicherung in diesem Jahr zu verlassen, festhalten", mahnt Stadtkämmerer Cyprian. „Zu dem Themenkreis „Belastungen durch die Corona-Krise" werden wir die zuständigen politischen Gremien zu gegebener Zeit unterrichten", ergänzt Cyprian.