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Engagement gefragt: Jugendbeirat sucht neue Mitglieder

Vor mittlerweile zehn Jahren wurde der Jugendbeirat der Stadt Krefeld gegründet. Seitdem konnte das überparteiliche jugendpolitische Gremium zahlreiche Projekte für die Jugendlichen in der Seidenstadt erfolgreich umsetzen. Dazu gehörten Initiativen, wie die „Legale Wand" für Sprayer am Voltaplatz, Podiumsdiskussionen vor den Landtags-, Kommunal- und Oberbürgermeister-Wahlen oder zuletzt die Plakataktion, um junge Menschen für die Flüchtlingssituation zu sensibilisieren. In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Jugendhilfe sucht der Jugendbeirat nun neue Mitglieder, die an einem bestimmten Projekt oder für die Dauer von zwei Jahren mitarbeiten möchten. Mit Plakaten und Flyern in leuchtenden Farben und dem Signal „Farbe bekennen & mitgestalten" macht der Jugendbeirat der Stadt Krefeld ab sofort aktiv Werbung für seine „Findungsveranstaltung" am Sonntag, 26. März, von 14 bis 18 Uhr in der Kulturfabrik (Kufa), Dießemer Straße 13. Eingeladen sind Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 21 Jahren. Sie haben hier Gelegenheit, sich an verschiedenen Stationen über jugendrelevante Themen in Krefeld zu informieren und sich zur Mitarbeit im Jugendbeirat anzumelden.

Sie werben für neue Mitglieder im Jugendbeirat der Stadt Krefeld: (von links) Bezirksjugendpfleger Matthias Hoeps, Lena Wagner und Marius Drozdzewski vom Jugendbeirat. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Sie werben für neue Mitglieder im Jugendbeirat der Stadt
Krefeld: (von links) Bezirksjugendpfleger Matthias Hoeps, Lena
Wagner und Marius Drozdzewski vom Jugendbeirat.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Neben Gesprächen und Diskussionen an verschiedenen Themenstationen erwartet die Besucher in der Kufa ein buntes Rahmenprogramm, unter anderem mit der Krefelder Band „Fog Joggers" und dem international bekannten Tänzer „Sugar Rae". Die Mobile Theatergruppe „Juckreiz" der Stadt präsentiert Szenen zum Thema „Jugendbeteiligung". Oberbürgermeister Frank Meyer eröffnet die Veranstaltung und informiert gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung beim „Kommunaltalk Krefeld", welche Mitgestaltungsmöglichkeiten der Jugendbeirat innerhalb der Verwaltung hat. „Der Jugendbeirat ist ein durchaus ernst zu nehmendes Gremium", erklärt Norbert Axnick, Leiter der Abteilung Jugend im Fachbereich Jugendhilfe. „Neben zwei beratenden Sitzen im Jugendhilfeausschuss kann er Anträge an Ausschüsse und Verwaltung stellen, wie auch auf Beschlüsse der Verwaltung reagieren". Mit Hilfe eines finanziellen Budgets sind die Mitglieder zudem in der Lage, eigene Projekte zu initiieren.

Die aktiven Jugendbeiratsmitglieder Lena Wagner (18) und Marius Drozdzewski (17) erhoffen sich durch die Findungsveranstaltung eine breite Meinung der Krefelder Jugendlichen und natürlich zahlreiche neue Mitstreiter. „Für alle, die sich parteiunabhängig für jugendpolitische Themen engagieren möchten, ist die Mitarbeit im Jugendbeirat eine gute Möglichkeit, da der Beirat als Bindeglied zwischen den offiziellen Verwaltungsstrukturen und den Jugendlichen draußen funktioniert", ermuntert Drozdzewski. Lena Wagner hat bereits an einigen Projekten mit gearbeitet und weiß: „Für die Beteiligten ist es ein tolles Erfolgserlebnis, wenn die Sache, für die man sich engagiert, letztendlich allen Krefelder Jugendlichen zu Gute kommt".

Themenmauer für alle Anliegen

Seit fünf Jahren begleiten die Mitarbeiter der Abteilung Jugend pädagogisch die Arbeit des jungen Gremiums. Dabei mussten sie zunehmend feststellen, dass die Regularien nicht immer jugendgerecht waren und insgesamt zu einer sinkenden Beteiligung der jungen Mitglieder geführt haben. „Mit der Findungsveranstaltung, die das ursprüngliche Wahlverfahren in Schulen ablöst und alle zwei Jahre stattfinden soll, möchten wir die Jugendlichen anders ansprechen und ihnen mehr Raum geben, sich zu entfalten", sagt Axnick. So gibt es am 26. März in der Kufa auch eine „Themenmauer Krefeld", wo jeder ein persönliches Thema oder Anliegen anbringen kann, das er bei den Themenstationen „Infrastruktur in Krefeld", „Weltoffenes Krefeld" oder „(Jugend-) Kulturstadt Krefeld?" nicht wiederfindet.

Alle Jugendlichen, die sich für die Mitarbeit im Jugendbeirat interessieren und sich während der Veranstaltung in die ausgelegten Listen eintragen, werden zu einer ersten Mitgliederversammlung in Form eines Klausurtages eingeladen. Dort werden schließlich ein maximal sechsköpfiger Vorstand gewählt und Projektgruppen zu verschiedenen Themen gebildet. „Insgesamt haben wir die Hoffnung, dass der Jugendbeirat der Stadt Krefeld lebendiger wird, indem die Jugendlichen selbst als Multiplikatoren nach außen tätig werden", sagt Bezirksjugendpfleger Matthias Hoeps. Um auf die Findungsveranstaltung aufmerksam zu machen und möglichst viele Jugendliche zu erreiche, wollen die Verantwortlichen in den kommenden Wochen die Krefelder Schulen, Jugendeinrichtungen und Jugendverbände nicht nur anschreiben, sondern teilweise auch persönlich besuchen.