Inhalt

Ehrenamtskarte: „Wer sich freiwillig engagiert, ist Teil einer Bewegung"

Die Ehrenamtskarten mit den laufenden Nummern 297 bis 310 lagen passend zum Anlass bereit: Einige von ihnen konnte Oberbürgermeister Frank Meyer am Donnerstag bei einem Empfang persönlich aushändigen. Die Stadt Krefeld hatte alle bisherigen Inhaber der Ehrenamtskarte ins Foyer des Rathauses eingeladen, das eigens mit rotem Teppich ausgelegt, mit Bannern geschmückt und festlich beleuchtet war. „Ich möchte von vornherein den Eindruck vermeiden, dass wir mit dem Start der Karte das Thema Anerkennung des Ehrenamtes abgehakt und mit dem Stempel ‚Erledigt' versehen hätten", erklärte Frank Meyer. „Ich möchte Ihnen meine Wertschätzung für Ihre Arbeit weiterhin auch ganz persönlich aussprechen."

Im festlich geschmückten und beleuchteten Foyer des Rathauses fand der Empfang für die Inhaber der Ehrenamtskarte statt. Oberbürgermeister Frank Meyer überreichte einige neu beantragte Karten persönlich.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Im festlich geschmückten und beleuchteten Foyer des Rathauses fand der Empfang für die
Inhaber der Ehrenamtskarte statt. Oberbürgermeister Frank Meyer überreichte einige neu
beantragte Karten persönlich.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

So betonte der Oberbürgermeister vor mehr als 200 Gästen die Bedeutung des freiwilligen Engagements in fast allen Bereichen der Stadtgesellschaft. Wer ehrenamtlich tätig ist, sei „Teil einer Bewegung, die daran arbeitet, Krefeld Tag für Tag ein Stück besser zu machen". Besonders beeindruckend sei die Vielfalt der Themen und Bereiche im Ehrenamt - von Sport und Kultur über das Brauchtum bin hin zu Kinder und Jugend, Soziales und Gesundheit. „Wer sich heute hier umschaut, der sieht einen Querschnitt des Krefelder Alltagslebens. In all den Vereinen und Organisationen, die in unserer Stadt tätig sind, findet jeder eine Aufgabe, die zu seinen Interessen und Begabungen passt - die er erfüllt, die aber auch im besten Sinne ihn erfüllt. Denn das Ehrenamt ist ein Fall für echte Überzeugungstäter: Wenn wir uns unentgeltlich in unserer Freizeit engagieren, wenn wir die Stunden nicht zählen und sogar spontan einspringen, falls mal Not am Mann ist, wenn wir dieses Engagement über Jahre und Jahrzehnte hinweg konsequent durchhalten, dann tun wir all das, weil wir fest an eine Sache glauben." Darin liege allerdings auch die Gefahr, die ehrenamtlich tätigen Menschen zu stark zu beanspruchen und ihnen zu hohe Erwartungen aufzubürden: „Wer so hilft, wie Sie es tun, der hat häufig ein großes Herz - doch gerade dann sollte man auf sich aufpassen und den Moment erkennen, wenn alles ein bisschen viel wird."

Rund 4000 Vergünstigungen in ganz NRW

Die Ehrenamtskarte, die am 1. März dieses Jahres in Krefeld eingeführt wurde, bezeichnete Frank Meyer als „kleinen Baustein", um das Ehrenamt ausreichend zu würdigen. Denn Inhaber der Karte bekommen in ganz Nordrhein-Westfalen rund 4000 Vergünstigungen für Kultur, Sport und Freizeit, aber auch in Bereichen wie Gastronomie, Fitness, Weiterbildung und sogar bei Versicherungsverträgen. In Krefeld beteiligen sich unter anderem der Zoo, die Bäder, das Theater, die Museen, die Kufa, der Jazzkeller und die Krefeld Pinguine an der Aktion. Beantragen kann man die Karte beim Freiwilligenzentrum am Westwall. Dessen Koordinator Hans-Dieter Schreer verwies in seiner Rede ebenfalls auf die Bedeutung des Ehrenamtes. Heinz-Gerd Stroecks, Repräsentant Ehrenamt der Sparda-Bank, rief dazu auf, das Engagement in Sachen Ehrenamt auch künftig zu pflegen und weiter auszubauen.