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Drive-In-Museum lockte zahlreiche Menschen nach Krefeld

Veröffentlicht am: 23.11.2020

Das erste Drive-In-Museum lockte zahlreiche Menschen aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet nach Krefeld. Bei der rund sechsstündigen und einmaligen Aktion stellten das Museum Burg Linn und das Deutsche Textilmuseum Krefeld Objekte aus ihrem Bestand vor und berichteten über aktuelle Ausstellungen. „Das Publikum war deutlich jünger, als es das an einem normalen Sonntag ist, und ganz viele haben gesagt, sie möchten wiederkommen und die Ausstellungen ansehen", freut sich Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin Museum Burg Linn, über die Resonanz.

Kommunikation per Handy beim Drive-In-Museum in Krefeld: Das Museum Burg Linn und das Deutsche Textilmuseum stellten an neun Stationen Objekte und Ausstellungen vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas BischofKommunikation per Handy beim Drive-In-Museum in Krefeld: Das Museum Burg Linn und das Deutsche Textilmuseum stellten an neun Stationen Objekte und Ausstellungen vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas Bischof

Die ausschließlich für Autos eingerichtete Route führte durch die Linner Altstadt. Die Kommunikation erfolgte via Handy. Die Mitwirkenden erzählten an neun Stationen jeweils circa fünf Minuten kurze Geschichten zu den Objekten. So erfuhren die mobilen Besucher auch Neues über die gerade im Aufbau befindliche Mittelalter-Ausstellung auf der Burg sowie zur Krefelder Sportgeschichte und einem römischen Schatz. Die kostenfreie Tour endete am „Museumscafé to go", wo sich die neuen Betreibenden des Museumscafés Linn vorstellen.

Kommunikation per Handy beim Drive-In-Museum in Krefeld: Das Museum Burg Linn und das Deutsche Textilmuseum stellten an neun Stationen Objekte und Ausstellungen vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas BischofEin Ritter wartete an einer der neun Stationen auf die Besucher. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas Bischof

„Es war eine großartige Veranstaltung mit vielen freundlichen Besuchern, die sich alle sehr dafür bedankt haben und versprochen haben, sich unsere Ausstellung anzuschauen. Es waren alle begeistert und trotz Wartezeit gut gelaunt", berichtet Dr. Annette Schieck, Leiterin des Deutschen Textilmuseums Krefeld. Auf dem Andreasmarkt warteten sie und Walter Bruno Brix, der Kurator der aktuellen Ausstellung „Drachen aus goldenen Fäden" auf Besucher und sprachen mit ihnen über ihre Arbeit und die Ausstellung. „Die Leute kamen aus Düsseldorf, Mettmann, Bonn, Wesel, Oberhausen, Leverkusen, um etwas zu erleben", freut sich die Museumsleiterin. „Es war bewundernswert, mit welcher Geduld und Ruhe die Besucher gewartet haben, auch mit kleinen Kindern und wie interessiert sie an den Dingen waren", fügt Morscheiser hinzu. „Es scheint mir eine Chance gewesen zu sein, Leute, die sonst mit anderen Dingen beschäftigt sind, weil ein anderes Angebot da ist, nochmal auf das Spannende unserer Museen aufmerksam zu machen", sagt Morscheiser.

Kommunikation per Handy beim Drive-In-Museum in Krefeld: Das Museum Burg Linn und das Deutsche Textilmuseum stellten an neun Stationen Objekte und Ausstellungen vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas BischofFür was wurde dieser kleine mysteriöse Würfel benutzt? Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas Bischof

Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung müssen die Museen geschlossen bleiben. Autokinos, Autotheater und ähnliche Einrichtungen sind jedoch zulässig - wie ein Drive-In-Museum. Aufgrund der Auflagen des Gesundheitsamtes konnten aber nur Besucher mit Auto teilnehmen. Die Autoscheiben mussten aus Infektionsschutzgründen an den Stationen geschlossen bleiben, an denen auch die Motoren abgestellt wurde.