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Corona-Impfzentrum soll bis Dezember am Sprödentalplatz entstehen

Veröffentlicht am: 20.11.2020

Die Stadt Krefeld bereitet sich auf die Einrichtung eines Corona-Impfzentrums vor. Das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser sollen das Zentrum in sechs Containern auf dem Sprödentalplatz betreiben. Zusätzlich kommen mobile Teams zum Einsatz, die zum Beispiel in Krankenhäusern und Seniorenheimen Impfungen vornehmen können. „Das erklärte Ziel ist es, das Impfzentrum zum 15. Dezember in Betrieb nehmen zu können. Der Sprödentalplatz bietet dafür die perfekte Lage, Größe und Infrastruktur", sagt Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. Das Land NRW habe für Dezember die Lieferung von Impfstoff zugesagt und wolle auch die Logistik und die Kühlung übernehmen. Die Stadt sei für die Infrastruktur vor Ort zuständig. „Wir sind in den Planungen schon sehr weit", betont Oberbürgermeister Frank Meyer.

Klage gegen Maskenpflicht in Krefeld abgewiesen

Unterdessen hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf eine Klage gegen die sogenannte Maskenpflicht in Fußgängerbereichen in Krefeld zurückgewiesen. Auch die Einführung der Maskenpflicht während des Unterrichts in Grundschulen ist unproblematisch verlaufen. Alleine seit Montag hat sich die Zahl der Quarantänefälle an Grundschulen von 248 auf 129 nahezu halbiert, weil es nun häufig genügt, die direkten Sitznachbarn in häusliche Absonderung zu schicken.

In Form einer städtischen Allgemeinverfügung könnten in Kürze auch die Folgen eines positiven Corona-Tests neu geregelt werden: So soll ein positiver Test künftig automatisch zu einer rechtsverbindlichen Quarantäne führen. „Das entlastet das Gesundheitsamt und sorgt bei den Betroffenen für mehr Klarheit und Transparenz", betont Oberbürgermeister Frank Meyer, der auch den städtischen Krisenstab leitet. Im Gespräch mit dem Land habe die Stadtspitze in dieser Woche noch einmal deutlich gemacht, dass allzu dogmatische Vorschriften im Hinblick auf den Schulunterricht wenig hilfreich seien. „Wir wünschen uns wie viele andere Städte, dass wir lokal angepasste, souveräne Entscheidungen im Hinblick auf die Schulen treffen können", erklärt der Oberbürgermeister.

141 neue Ansteckungen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Krefeld ist zum Ende der Woche noch einmal deutlich angestiegen. 141 weitere Personen haben sich mit Covid-19 angesteckt. „Im NRW-Vergleich zeigt die Entwicklung in Krefeld jedoch keine Auffälligkeiten: Wir stehen vor den gleichen Herausforderungen wie die meisten anderen Großstädte im Land", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer.

Die Gesamtzahl positiver Tests stieg bis Freitag (Stand: 0 Uhr) von 3.005 auf 3.146 an. Akut infiziert sind nun 945 Krefelder, 2.165 gelten als genesen. 36 Menschen sind bislang im Zusammenhang mit ihrer Corona-Infektion verstorben. Das Robert-Koch-Institut ermittelt für Krefeld nun den Wert von 159,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen sieben Tagen (Vortag: 139,8). Die Gesamtzahl der Quarantäne-Fälle steigt auf 13.187 (Vortag: 12.659). Bis dato wurden im Diagnosezentrum an der Schwertstraße 29.276 Erstabstriche genommen. Von diesen Proben sind noch 3.689 in den Laboren offen.

38 Krefelder in Kliniken

Derzeit werden 38 Krefelder in den Kliniken der Stadt mit Corona-Symptomen behandelt. 13 Fälle sind so schwerwiegend, dass die Menschen auf der Intensivstation liegen - neun von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Die Situation in Pflegeeinrichtungen hat sich nach Angaben von Dezernentin Sabine Lauxen etwas entspannt: Derzeit seien 32 Bewohner in neun verschiedenen Einrichtungen mit Corona infiziert

Der Kommunale Ordnungsdienst hat erneut gemeinsam mit den Stadtwerken Krefeld die Einhaltung der sogenannten Maskenpflicht in Bussen und Bahnen kontrolliert. Dabei gab es wiederum keine Auffälligkeiten. An der Haltestelle Rheinstraße bekamen drei Personen, die keine Mund-Nase-Bedeckung trugen, ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro. Weitere 41 Personen verstießen in Fußgängerzonen und anderen stark frequentierten Bereichen gegen die Maskenpflicht: Sie müssen jeweils 50 Euro zahlen. Auf dem Theaterplatz stellten die Ordnungskräfte fünf Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen fest und verhängten Bußgelder.

 

 

 

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