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Corona-Impfung in Krefeld: Fragen und Antworten

Veröffentlicht am: 23.12.2020

Dieser Text wird laufend aktualisiert. Letzte Änderung: 10. April, 6.45 Uhr.

Wer ist wann ist wer an der Reihe beim Impfen?

Das Land NRW hat dazu einen Impffahrplan erstellt, der für die Kommunen die Leitlinie ist. Darin sind weitere Regelungen zur Ausgestaltung der Impforganisation festgelegt und den Kreisen und kreisfreien Städten mitgeteilt worden ist. Aktueller Stand: Nach Ostern sollen die Über-70-Jährigen geimpft werden können.

Wie läuft das Verfahren bei den Über-70-Jährigen genau?

In Nordrhein-Westfalen erfolgt nach dem Impfen der über 80-Jährigen nun die Terminvergabe für die Impfung der über 70-Jährigen - laut Vorgabe des Landesministeriums diesmal jahrgangsweise. Die Stadt Krefeld hat in einem ersten Schritt die 79-Jährigen angeschrieben, nun auch die 78-Jährigen und 77-Jährigen. Mit diesem gestaffelten Verfahren soll ein erneuter übermäßiger Andrang, wie er beim Start der Ü80-Impfung aufgetreten war, vermieden werden. Die erste Anmeldung für das Impfzentrum für Über-70-Jährige erfolgt analog zum Verfahren bei den Über-80-Jährigen über die Kassenärztliche Vereinigung, entweder telefonisch unter der Rufnummer 0800 / 11 61 17 01 oder ersatzweise über die 11 61 17. Online ist eine Anmeldung möglich auf der Seite https://termin.corona-impfung.nrw/home. Wegen großer Nachfrage im Online-Anmeldeportal und bei der telefonischen Anmeldung zu den Corona-Schutzimpfungen kann es immer wieder einmal zu Wartezeiten kommen. Die Stadtverwaltung selbst kann bei dieser Personengruppe allerdings keine Anmeldungen für die Impfungen annehmen. Das Verfahren läuft über die Kassenärztliche Vereinigung.

Was ist mit Personen aus Hochrisikogruppen?

Seit Ende März erhalten Personen mit einer Vorerkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung ein Impfangebot. Rund 4.000 Anträge auf priorisierte Impfung wegen Vorerkrankung oder zum Beispiel als pflegende Angehörige sind inzwischen bei der Stadtverwaltung schriftlich eingegangen, ergänzt um entsprechende ärztliche Atteste. Ein Teil der Anträge konnte schon positiv beschieden werden. Durch weitere zur Verfügung stehende Impfstoffmengen wird es jetzt schneller möglich sein, die Terminierungen für diese wichtige Prioritätsgruppe zeitnah vorzunehmen. Stadtverwaltung und DRK arbeiten gemeinsam am Terminmanagement. Alle jetzt noch offenen Anfragen sollen in den kommenden Tagen beantwortet werden, sofern ein Anspruch besteht. Wer eine Email an das Gesundheitsamt oder das DRK geschrieben hat, wird also eine Nachricht erhalten. Die alten Mailadressen sind mit dem neuen - direkteren - Telefonverfahren abgeschaltet worden. Per Mail erhält man jetzt eine Standardantwort - mit Verweis auf Impfzentrum und den Hausarzt. Für Hochrisikogruppen sind seit dem 6. April Impfungen auch beim Hausarzt möglich. Die entsprechenden Personengruppen können sich bei ihrem Hausarzt melden und dort den Impfwunsch hinterlegen. Alternativ kann man weiter das Impfzentrum unter 02151/86462240 kontaktieren. Aktuell impfberechtigt sind Personen, die eine Vorerkrankung nach § 3, Absatz 1, in der Coronavirus-Impfverordnung haben. Dazu gehören Personen mit Trisomie 21, Personen nach Organtransplantation, Personen mit Diabetes mellitus oder chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen. Detailliert aufgeführt sind die Personengruppen auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums. Da auch der Stadt Krefeld immer noch eine begrenzte Zahl an Impfdosen zur Verfügung gestellt wird, können nicht alle berechtigten Personengruppen sofort geimpft werden.

Kann man abends spontan übriggebliebene Impfdosen am Sprödentalplatz erhalten?

GesundheitsdezernentinSabine Lauxen betonte zuletzt in einer Pressekonferenz angesichts von Menschenansammlungen zuletzt auf dem Sprödentalplatz am Abend: „Es macht keinen Sinn, sich ab 19.30 Uhr vor das Impfzentrum zu stellen. Die Botschaft ist: Das lohnt sich nicht". Es gebe klare Priorisierung für die Impfung und niemand, der abends vor dem Impfzentrum stehe, werde spontan geimpft. Für die Restdosen, die aufgrund nicht eingehaltener Termine oder größerer Kapazität nicht verimpft werden konnten, gilt: Es gibt eine täglich aktualisierte Liste mit Risikopatienten mit Impfpriorität. Für die dann noch übrigbleibenden Restmengen ist in der Vergangenheit etwa das Personal das Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) kontaktiert worden, aber auch andere Unternehmen mit dringendem Impfbedarf. Berücksichtigt werden Bereiche, in denen enger Kontakt zu Menschen besteht. „Unsere Maßgabe bleibt: Es darf keine Impfdosis verloren gehen", machte Sabine Lauxen deutlich. Gleichzeitig gelte aber auch, wie Frank Meyer betonte, dass niemandem, dem eine Impfung zustehe, dieser Impfstoff vorenthalten werden dürfe. „Wir halten uns grundsätzlich und soweit es irgendwie geht an die Impfverordnung. Eine pragmatische Vergabe von Resten muss möglich sein." Der Oberbürgermeister betonte ausdrücklich auch, dass er bisher nicht geimpft worden sei und sich erst impfen lassen werde, wenn er an der Reihe ist. Bisher hat kein Mitglied des Verwaltungsvorstandes eine Impfung erhalten.

Welchen Impfstoff erhalten die Über-70-Jährigen?

Verimpft werden soll laut Kassenärztlicher Vereinigung Nordrhein (KVNO) der Impfstoff von Biontech, ebenso wie zuvor bei den Über-80-Jährigen.18.000 Personen im Alter von 70 bis 80 Jahren gibt es in Krefeld, 2.000 Termine pro Woche werden für sie vergeben.

Kann man diesmal bei der Anmeldung auch seinen Partner für einen Impftermin melden?

Hier gibt es gegenüber der ersten Impfrunde bei den Über-80-Jährigen eine Verbesserung. Die KVNO teilt auf ihrer Website mit: "Im Rahmen der Terminbuchung eines Impfberechtigen wird es ebenso möglich sein, auch die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner für eine "Paar-Impfung" anzumelden. Eine Altersbegrenzung für diesen besteht nicht, das heißt der Lebenspartner selbst muss nicht über 70 Jahre alt sein."

Können sich Über-80-Jährige weiterhin für einen Impftermin melden?

Dies ist weiterhin möglich. Auch sie sollen die Telefonnummer der KVNO 0800 / 11 61 17 01 anrufen bzw. die Internetseite https://termin.corona-impfung.nrw/home aufrufen.

Wie viele Impfungen sind bereits erfolgt?

Laufend aktualisierte Impfzahlen aus den Kommunen der KVNO findet man auf dieser Website: https://coronaimpfung.nrw/. Hier ist aber zu bedenken, dass es in Einzelfällen zu Meldeverzug kommen kann.

Ab wann kann man sich auch beim Hausarzt impfen lassen?

Seit 6. April sind Impfungen beim Hausarzt möglich, zunächst vorzugsweise Personen mit Vorerkrankung. Wegen nur nur begrenzt vorhandenen Impfstoffmengen kann dieses Angebot aber nur schrittweise aufgebaut werden. In den ersten Wochen werden nur einige wenige Impfungen bei den Hausärzten, für Vorerkrankte, möglich sein. Schrittweise werden die Hausärzte mit mehr Impfstoff beliefert, so dass Impfzentren und Hausärzte parallel Impfungen vornehmen können.

Was gilt beim AstraZeneca-Impfstoff?

Der Impfstoff von AstraZeneca wird auch in Krefeld gemäß Stiko-Empfehlung an die Personengruppe zwischen 60 und 70 verimpft. Eine erste Anmeldemöglichkeit bestand zwischen den Ostertagen. Weitere Angebote dieser Art hängen vom Impfstoffangebot ab. Die Stadtverwaltung wird dies bekannt machen. Da für ausführliche ärztliche Aufklärungsgespräche der Zeitraum im Impfzentrum wahrscheinlich nicht ausreicht werden Interessenten an dieser Impfung, die noch Zweifel haben, gebeten, sich zuvor mit ihrem Hausarzt zu beraten. Diese Termine werden dann in Reihenfolge der Anmeldung ausschließlich für die Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff vergeben. Angemeldete können nachher nicht vor Ort auf eine Impfung mit Impfstoff von BionTech oder Moderna bestehen.

Anne-Liese Pelzer war die ersten Seniorin, die am Montag geimpft das Impfzentrum verließ: Oberbürgermeister Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen empfingen sie am Ausgang, um einige Worte mit der Seniorin zu wechseln.Anne-Liese Pelzer war die ersten Seniorin, die am Montag geimpft das Impfzentrum verließ: Oberbürgermeister Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen empfingen sie am Ausgang, um einige Worte mit der Seniorin zu wechseln. Foto: Andreas Bischof

An wen können sich die speziellen Berufsgruppen für die Terminvergabe wenden?

Der Termin für Berufsgruppen mit priorisierter Impfung muss ausgemacht werden unter der Mailadresse corona-zusatzangebot@krefeld.de. Das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber des Impfzentrums koordiniert die Terminvergabe.

Gibt es Konstellationen, bei denen von einer Impfung abgeraten wird?

Schwangeren wird aktuell eine Impfung nicht empfohlen. Darauf verweist das Gesundheitsministerium des Landes NRW auf seiner Internetseite. Bei Vorerkrankungen hingegen sind bisher keine Risiken durch die Impfung bekannt. Man sollte nicht akut schwer krank sein, darf kein Fieber über 38,5 Grad Celsius haben. Wer allergisch auf die Impfstoffe reagiert, sollte ebenfalls nicht geimpft werden. Hier wird eine Rücksprache mit dem Hausarzt bzw. dem Impfzentrum empfohlen.

Welche Unterlagen muss man zum Impfzentrum mitbringen?

Mitzubringen sind die Terminbestätigung und ein Lichtbildausweis. Hilfreich ist auch, die bereits unterschriebenen Dokumente, Einverständniserklärung und den Anamnesebogen, mitzubringen. Falls vorhanden, sollten auch Impfausweis, Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste mitgebracht werden.

Welche Impfstoffe sind aktuell verfügbar?

In Deutschland sind die beiden mRNA-Impfstoffe von BioNTech (Comirnaty) und Moderna (mRNA.1273) sowie der Impfstoff von AstraZeneca und der Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen. Zugelassen wurden diese zunächst durch die European Medicines Agency (EMA). Weitere Impfstoffe sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Auf der Website der EMA gibt es eine Übersicht über die zugelassenen Impfstoffe.

Wie erreicht man das Impfzentrum?

Das Krefelder Impfzentrum befindet sich auf dem Sprödentalplatz, 47799 Krefeld, im nördlichen Bereich. Parkmöglichkeit sind vor Ort ausreichend vorhanden, auch per Bus und Bahn ist das Impfzentrum gut zu erreichen. Die Stadtwerke Krefeld haben dazu eine Zusatzfunktion in der App "SWK unterwegs" entwickelt. Damit die Menschen in Krefeld schnell und unkompliziert den Weg zu ihrem Impfzentrum finden, besteht die Möglichkeit, sich in der App „SWK unterwegs" den Standort anzeigen zu lassen und wie man ihn mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht. Hierzu einfach „Impfzentrum Krefeld" als Zielort in der Fahrplanauskunft eingeben, und schon erhält man die schnellste Verbindung dorthin. In der Auskunft wird neben dem Standort übrigens auch der Fußweg von der Haltestelle bis zum Impfzentrum angezeigt. Und: Wer kein Ticket dabei hat, kann sich natürlich auch direkt aus der App „SWK unterwegs" heraus eins kaufen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Sprödentalplatz vom Krefelder Hauptbahnhof aus über die Haltestellen Moltkestraße und Sprödentalplatz mit den Straßenbahnlinien 042 (Richtung Elfrather Mühle) und 043 (Richtung Uerdingen). Die Haltestelle Großmarkt wird, vom Bahnhof kommend, von der Linie 044 (Richtung Rheinhafen) angefahren. Es gibt vor Ort Parkplätze, auch behindertengerechte Parkplätze.

Wie sind die Öffnungszeiten?

Das städtische Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz ist an sieben Tage pro Woche geöffnet, und zwar jeweils zwölf Stunden lang von 8 bis 20 Uhr.

Ich benötige Infos zum Impfen in "Leichter Sprache". Wo bekomme ich die?

Verwiesen wird hier auf ein Angebot der Lebenshilfe in Krefeld. Das "Büro für Leichte Sprache - Niederrhein" der Lebenshilfe Krefeld e.V. hat Dokumente zur Impfung gegen das Coronavirus in Leichte Sprache übertragen. Jeder Impfling erhält nämlich ein Aufklärungsblatt zu SARS-CoV-2 und muss die Einwilligungserklärung unterschreiben. Diese beiden Texte hat das Büro für Leichte Sprache übersetzt, damit auch weniger geübte Leser sie verstehen können. Außerdem beantwortet es in einem Fragenkatalog häufig gestellte Fragen, ebenso in Leichter Sprache. Dieser Katalog richtet sich in einem kleinen Teil an die Bewohner der Lebenshilfe, enthält aber auch viele allgemeine Punkte. Aufklärungsblatt, Einwilligungserklärung und Fragenkatalog zu SARS-CoV-2 sind hier zu finden.

Was ist, wenn man seinen Impftermin verpasst?

Die Stadtverwaltung bittet alle Impflinge, möglichst termingerecht zu kommen und entsprechende Anfahrtzeiten einzuplanen. Falls es dann doch zu einer Verspätung kommt, wird es am Impfzentrum pragmatische Lösungen geben. Wartezeiten müssen dann allerdings einkalkuliert werden. Weil die Terminvergabe eng getaktet und der Impfstoff nur begrenzt haltbar ist, ist es generell notwendig, dass alle Termine eingehalten werden, damit das von der Kassenärztlichen Vereinigung konzipierte Terminkonzept aufgeht. Falls Sie ihren Impftermin verpassen, melden Sie sich entweder als Biontech-Impfling (Ü80) bei der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116117 oder beim Deutschen Roten Kreuz für alle weiteren Impfungen.

Was ist, wenn ich meine Dokumente für die Biontech-Impfung auf dem Postweg nach telefonischer Anmeldung nicht erhalten habe?

Wer nach telefonischer Terminvereinbarung seine Dokumente nicht erhalten hat, sollte sich bei der KV erneut über die Hotline unter 0800 / 11 61 17 01 oder 11 61 17 den Termin bestätigen lassen. Wenn der Termin dort bestätigt werden kann, kann man mit Personalausweis zum Impfzentrum kommen. Falls nicht, kann direkt ein neuer Termin abgemacht werden. Um den Prozess am Impfzentrum zu beschleunigen, sollten die Impflinge die Dokumente möglichst ausgefüllt zum Impfzentrum mitzubringen. Die Unterlagen finden sich unter diesem Link. Alternativ sind die Dokumente am Impfzentrum erhältlich.

In welcher Reihenfolge wird geimpft?

Der Impfstoff ist zunächst nur begrenzt verfügbar. Zur Reihenfolge gibt es deshalb eine klare Priorisierung seitens des Bundes und des Landes. Die Impfprioritäten bestimmt die Impfverordnung der Bundesregierung, sie entsprechen den Empfehlungen der "Ständigen Impfkommission" (STIKO) in Deutschland, die beim Robert-Koch-Institut angesiedelt ist. An diese Impfreihenfolge müssen sich die Akteure vor Ort - also auch die Stadt Krefeld mit dem Betreiber des Impfzentrums,dem Deutschen Roten Kreuz - halten. Es sollen zunächst die eine Impfung erhalten, die bei einer Erkrankung sehr gefährdet sind: ältere Personen und vulnerable Gruppen. Zuletzt ist die Empfehlung der Stiko am 8. Februar geändert worden, auf Basis bisheriger Erfahrungen der Impfungen und mit dem neu zur Verfügung stehenden Impfstoff von Astrazeneca. Demnach können innerhalb der Priorisierungsgruppen weitere Priorisierungen vorgenommen werden. Details dazu finden sich auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

Wie kommt man als Privatpatient an einen Termin?

Der Weg ist der gleiche wie für die Kassenpatienten. Die Voraussetzungen regelt die entsprechende Verordnung zur Impfung. In Paragraph 1 heißt es: „...(1) Personen nach Satz 2 haben im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Anspruchsberechtigt nach Satz 1 sind: 1. Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind..."

Was ist, wenn man nach einer Impfung Nebenwirkungen spürt?

Sicherheit geht vor! Zehntausende Personen sind in Impfstoffuntersuchungen einbezogen worden. Nebenwirkungen sind nicht häufig aufgetreten. Für die Zeit bis 30 Minuten nach der Impfung sollte der Impfling am Impfzentrum warten. Vor Ort ist geschultes Personal, das im Notfall zum Einsatz kommt. Es gibt eine Reihe bekannter kleinerer Nebenwirkungen, die zeitweise auftauchen können. Diese sind aber ähnlich den Symptomen bei einer Grippeimpfung. Die Impflinge sollten diese beim Hausarzt oder in der Apotheke angeben. Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen, betont das Land NRW. Es soll schnell geklärt werden, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang aufkommende Nebenwirkung oder um eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Eine Nebenwirkung auch noch zusätzlich beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite www.nebenwirkungen.bund.de oder über die SafeVac 2.0-App (die App des Paul-Ehrlich-Instituts) gemeldet werden. Auch der Hausarzt wird einen solchen Fall melden. Generell liefert das Robert-Koch-Institut in einem neuen - in mehreren Sprachen aufgelegten - Aufklärungsmerkblatt noch einmal wichtige Hinweise auf die Impfstoffe.

Was wird Allergikern im Bezug auf die Corona-Impfung empfohlen?

Dr. Wilhelm Stutzinger, ärztlicher Leiter am Impfzentrum, betont, dass in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge bestehe. Auch Allergiker können geimpft werden. Im Zweifel sollten aber alle Fragen vorab mit dem Hausarzt abgeklärt werden. Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, sowie die Europäischen Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency, EMA) haben die Datenlage eingehend geprüft und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen: "Nach der derzeitigen Datenlage ist ein generell erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit vorbekannten allergischen Erkrankungen bei Impfung mit Comirnaty nicht abzuleiten. Daher sieht die Zulassung der Europäischen Kommission bei bekannten Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten keine Kontraindikation gegen die Impfung vor." Für weitere Rücksprache kann auch der Hausarzt kontaktiert werden. Weitere Informationen findet man auf dieser Seite.

Kann ich meinen Angehörigen ins Impfzentrum begleiten?

Nach Absprache ist dies möglich. Es kann maximal eine Begleitperson zum Impftermin mitgebracht werden. Allerdings sollten generell so wenige Menschen wie möglich das Impfzentrum betreten.

Warum sollte man sich überhaupt impfen lassen?

Die Krankheit COVID-19 kann auftreten, wenn man sich mit dem Virus SARS-CoV2 infiziert. COVID-19 kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Möglich sind laut Robert-Koch-Institut sowohl asymptomatische und symptomarme als auch schwere Infektionen mit Pneumonie und weiteren Organbeteiligungen, die dann zum Lungen- und Multiorganversagen bis zum Tod führen können. Das Virus ist leicht übertragbar. Besonders gefährdet sind nach gegenwärtigen Erkenntnissen ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Eine Infektion kann auch bei Jüngeren dramatische Verläufe nehmen. Entsprechend breitet sich SARS-CoV-2 schnell aus. Ein wirksames Medikament bei einer Erkrankung gibt es aktuell noch nicht. Die Impfstoffe gegen das Virus SARS-CoV-2 schützen vor der Krankheit COVID-19. Eine Impfung gegen COVID-19 trägt dabei sowohl zum eigenen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei. Eine Impfung kann entsprechend das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduzieren. So kann jeder seinen Teil dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen. Zu beachten sind dabei weiterhin auch die geltenden Regeln zu Abstand, Maske und Hygiene.

Warum wurde ein Impfzentrum errichtet?

Um möglichst viele Menschen schnell impfen zu können, bedarf es eines großen organisatorischen Aufwands. Zudem muss eine sichere Lagerung und korrekte Aufbewahrung garantiert sein. Der Impfstoff ist zudem nur begrenzt haltbar. Deshalb ist es aktuell wichtig, dass die Menschen zum Impfstoff kommen und nicht der Impfstoff zu den Menschen.

Was ist mit den Menschen, die nicht mehr mobil sind und keine Verwandten oder Bekannten haben, die sie zum Impfzentrum befördern?

Mit dem Start des Impfzentrums wird die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) für die Impf-Zielgruppe der Senioren einen Hol- und Bringdienst einrichten. Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen haben im Rathaus in einer digitalen Pressekonferenz die Hintergründe erläutert. Es handele sich dabei um einen Extraservice, den das Land nicht vorsieht, betonte Oberbürgermeister Frank Meyer. „Das ist eine praktische und tragfähige Lösung vor Ort." Sie soll jenen Bürgerinnen und Bürgern helfen, die keine andere Möglichkeit des Transports durch Verwandte, Freunde oder Nachbarn haben. Fünf Euro werde der Service pauschal kosten, erklärte Sabine Lauxen. „Mitarbeitende des Deutschen Roten Kreuzes holen die Senioren zu Hause ab und bringen sie nach dem Besuch des Impfzentrums wieder nach Hause." Der Hol- und Bringdienst ist unter der Mobilnummer 0175 / 1 23 04 96 oder per E-Mail an corona-zusatzangebot@krefeld.de erreichbar. Das Angebot wird aktuell gut nachgefragt.

Gibt es eine Impfpflicht und welche Kosten kommen auf die Impflinge zu?

Nein, die Impfung ist bundesweit für alle Bürgerinnen und Bürger als freiwillige Impfung vorgesehen. Aber je mehr Menschen sich impfen lassen, desto weniger Menschen werden erkranken. Die Impfung ist kostenlos, die Kosten für das Impfmittel werden von der Bundesregierung getragen. Die Kosten für Spritzen und Kanülen trägt das Land.

Wie wird geimpft, wie viele Impfungen sind nötig?

Die Impfung verläuft vom Prozedere her ähnlich wie eine Grippeschutzimpfung, intramuskulär in den Oberarm. Zwei Impfungen sind nötig, die mit einem Abstand mehrerer Wochen erfolgen sollen. Deshalb ist auch die Koordination so wichtig. Die Impflinge müssen zweimal den gleichen Impfstoff erhalten, folglich muss sichergestellt sein, dass der gleiche Impfstoff vor Ort in Krefeld zweimal zur Verfügung steht und zwar exakt in dem Zeitraum, in dem der Impfling nach der Terminabsprache das Impfzentrum aufsucht. Wenn mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen, muss das Verfahren also sorgfältig abgestimmt sein.

Wovon hängt ab, wie viele Impfdosen Krefeld pro Woche erhält?

Die Entscheidung über die Verteilung der Impfdosen wird auf Landesebene gefällt. Die Bundesregierung verteilt den Impfstoff auf die Länder, je nach Anzahl der Bewohner. Von dort aus werden alle 53 Impfzentren in den Kreisen und kreisfreien Städten mit dem Impfstoff versorgt. Mit Genehmigung weiterer Impfstoffe werden noch einmal deutlich mehr Menschen auch in Krefeld täglich geimpft werden können.

Wie erfahre ich, ob ich den Impfstoff vertrage, an wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Auch schwere Erkrankungen sind grundsätzlich kein Ausschlussgrund für eine Impfung. Allerdings darf die betroffene Person kein Fieber haben, um eine Ansteckungsgefahr im Impfzentrum zu vermeiden. Alle medizinischen Fragen zum Impfstoff können Sie vorab mit dem Hausarzt oder dem Facharzt klären. Er informiert auch bei Vorerkrankungen bezüglich des Impfstoffs. Eine Reihe von medizinischen Fragen klärt auch das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Website in einem FAQ-Katalog unter dieser Adresse des Bundesministeriums für Gesundheit. Nützliche Informationen erhält man auch auf einer FAQ-Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI). Im Impfzentrum kann es - wenn gewünscht - auch noch mal ein finales Aufklärungsgespräch vor der Impfung geben. Es gibt nach gegenwärtigem Stand in den allermeisten Fällen allenfalls geringe Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle. Dieses Aufklärungsvideo zur Corona-Impfung des Robert-Koch-Instituts mit Professor Marylyn Addo erläutert weitere Hintergründe.

Weitere Fragen und Antworten hat das Bundes-Gesundheitsministerium online zusammengestellt: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/informationen-zum-impfen/. Informationen gibt hier das Land auch unter der Internetadresse https://www.land.nrw/de/corona/impfung. Telefonische Informationen gibt es auch unter der Impfhotline des Landes unter 02 11/ 91 19 10 01.

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