Inhaltsbereich

Corona - Blog

Veröffentlicht am: 27.02.2020

Montag, 26. Oktober

Zahl bestätigter Coronafälle steigt in Krefeld weiter sehr stark

Die Zahl bestätigter Coronafälle steigt in Krefeld weiter sehr stark: Am Montag, 26. Oktober, 0 Uhr vermeldet der städtische Fachbereich Gesundheit insgesamt 72 neue Corona-Infizierte im Vergleich zum Sonntag. Die Gesamtzahl aller bestätigten Fälle liegt somit seit Ausbruch der Pandemie in Krefeld bei 1.528, davon sind 410 Personen aktuell infiziert. Neun Personen sind neu als genesen gemeldet worden. Die Gesamtzahl aller Genesenen liegt nun bei 1.090. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Krefeld 28 Personen mit Corona-Symptomen gestorben. Die Inzidenz-Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt mit der Entwicklung vom Montag nach Berechnung des Fachbereichs Gesundheit für Krefeld jetzt auf jeden Fall über 100. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat allerdings die neuen Krefelder Fallzahlen noch nicht berücksichtigt und gibt die Inzidenz mit 91 an. Bei 6.842 Personen wurde eine Quarantäne angeraten oder sie begaben sich freiwillig in Quarantäne. Insgesamt 20.314 Erstabstriche sind inzwischen in Krefeld vorgenommen worden. Im Krankenhaus befinden sich inzwischen 18 Personen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Fünf davon liegen auf der Intensivstation, vier werden beatmet.

KOD auch am Wochenende im Einsatz

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) war auch am Wochenende im Einsatz. Von vergangenem Freitag bis Sonntag musste er in den Fußgängerzonen 206 Personen wegen Verstoßes gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ansprechen. Bußgelder sprach er nicht aus, es blieb bei einmaliger Erinnerung. Auch in den Gastronomiebetrieben der Stadt kontrollierte der KOD die Einhaltung der Bestimmungen. Fast ausnahmslos hielten sich die Gastronomen an die angeordnete Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr. In nur einem Fall musste der KOD tätig werden: In der Nacht von Freitag auf Samstag besuchten die Mitarbeiter um 1.30 Uhr eine Sportsbar an der Gladbacher Straße mit 15 Gästen. Der Betreiber berief sich auf eine private Veranstaltung, welche allerdings mit geselligem Charakter in dieser Größenordnung ebenfalls unzulässig gewesen wäre. Kontaktlisten zur Rückverfolgbarkeit waren unvollständig geführt. Da es zudem zu einer Widerstandshandlung eines Gastes gegen einen Polizeibeamten kam, wurde eine Strafanzeige gefertigt. Die Polizei stellte auch geringe Mengen Marihuana sicher. Neben den polizeilich betriebenen Strafverfahren - Verstoß gegen das Betäubungsmittel-Gesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte - erwarten den Betreiber nun Bußgeldverfahren wegen der unvollständigen Kontaktdatenliste (2.000 Euro Bußgeld) sowie wegen des Verstoßes gegen die Sperrstunde (500 Euro).

Einschränkungen an Kitas

In den städtischen Kindertageseinrichtungen (Kitas) gibt es weiter Einschränkungen im Betrieb: Mehrere Kita-Gruppen müssen wegen der Coronainfektion im Personal schließen. In der Kita Wilhelmstraße sind vier Gruppen betroffen. In der Kita Hafelsstraße, die ebenfalls zur Kita Wilhelmstraße gehört, ist eine Gruppe betroffen. In der Kita Kuhleshütte muss auch eine Gruppe zu Hause bleiben.

 

Sonntag, 25. Oktober

Am Sonntag weitere 38 neue Corona-Infizierte in Krefeld

Auch am Sonntag ist die Zahl der bestätigten Coronafälle in Krefeld weiter angestiegen: Am Sonntag, 25. Oktober, 0 Uhr, verzeichnete der städtische Fachbereich Gesundheit 38 neue Corona-Infektionen. Die Gesamtzahl bestätigter Fälle liegt damit bei 1.456 (Samstag 1.418), genesen sind mittlerweile 1.081 (1.065) Personen. Aktuell infiziert sind nach den dem Fachbereich Gesundheit vorliegenden Daten in Krefeld 347 Personen, am Vortag waren es noch 325 Personen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner, steigt mit der neuen Entwicklung weiter an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt diesen Wert für Krefeld am Sonntag mit 98,5 an, am Samstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 88,4 gelegen. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen derweil bei knapp 96.

Die Krankenhäuser melden schon 16 Coronapatienten

Die Zahl der Coronapatienten aus Krefeld im Krankenhaus steigt weiter: Insgesamt liegen aktuell 16 (Samstag 13) Patienten aus Krefeld im Krankenhaus. Weiterhin sind vier Krefelder Intensivpatienten darunter, alle Intensivpatienten müssen auch beatmet werden. 20.314 (20.043) Erstabstriche wurden bisher vorgenommen, 6.408-mal (6.282-mal) war eine Quarantäne notwendig oder wurde angeraten. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Krefeld 28 Personen mit Corona-Symptomen gestorben.

 

Samstag, 24. Oktober

36 neue Corona-Infizierte, 13 Corona-Patienten aus Krefeld im Krankenhaus

Die Zahl der bestätigten Coronafälle steigt in Krefeld weiter: Am Samstag, 24. Oktober, 0 Uhr, vermeldete der städtische Fachbereich Gesundheit 36 neue Corona-Infektionen. Die Gesamtzahl bestätigter Fälle liegt damit bei 1.418 (Freitag 1.382), genesen sind mittlerweile 1.065 (1.052) Personen. Aktuell infiziert sind nach den dem Fachbereich Gesundheit vorliegenden Daten in Krefeld 325 Personen, am Vortag waren es noch 302 Personen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner, steigt mit der neuen Entwicklung weiter an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt diesen Wert für Krefeld am Samstag mit 88 an, am Freitag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 84 gelegen.

Auch die Zahl der Coronapatienten aus Krefeld im Krankenhaus steigt weiter: Insgesamt liegen aktuell 13 (Freitag zehn) Patienten aus Krefeld im Krankenhaus. Vier Krefelder Intensivpatienten wurden aus den Krankenhäusern gemeldet, am Vortag waren es ebenfalls vier Patienten. Alle Intensivpatienten müssen auch beatmet werden, am Vortag waren es drei. 20.043 Erstabstriche wurden bisher vorgenommen, 6.282-mal (6.395-mal) war eine Quarantäne notwendig oder wurde angeraten. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Krefeld 28 Personen mit Corona-Symptomen gestorben.

 

Freitag, 23. Oktober

Krankenhäuser melden vier Krefelder Intensivpatienten

Die Zahl der bestätigten Coronafälle steigt in Krefeld weiter deutlich: Am Freitag,23. Oktober, 0 Uhr, vermeldete der städtische Fachbereich Gesundheit 53 neue Corona-Infektionen. Die Gesamtzahl bestätigter Fälle liegt damit bei 1.382, genesen sind mittlerweile 1.052 Personen, acht davon wurden am Freitag als neu genesen vermeldet. Aktuell infiziert sind nach den dem Fachbereich Gesundheit vorliegenden Daten in Krefeld 302 Personen, am Vortag waren es noch 257 Personen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner, steigt mit der neuen Entwicklung weiter deutlich an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt diesen Wert für Krefeld am Freitag mit 84 an, am Donnerstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 76 gelegen. Auch die Zahl der Intensivpatienten aus Krefeld im Krankenhaus steigt weiter: Vier Krefelder Intensivpatienten wurden aus den Krankenhäusern gemeldet, am Vortag waren es noch zwei Patienten. Drei Patienten müssen aktuell beatmet werden. Insgesamt liegen zehn Patienten aus Krefeld im Krankenhaus. 20.043 Erstabstriche wurden bisher vorgenommen, 6.395-mal war eine Quarantäne notwendig oder wurde angeraten. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Krefeld 28 Personen mit Corona-Symptomen gestorben.

Zwei Coronafälle aktuell bei der Feuerwehr Krefeld

Die steigenden Infektionszahlen der Covid-19-Pandemie betreffen nun auch die Feuerwehr Krefeld. Am 22. Oktober wurden zwei Beamte der Berufsfeuerwehr positiv getestet. Da sich trotz strenger Hygienemaßnahmen bei der Feuerwehr Kontakte im Einsatzdienst nicht immer vermeiden lassen, wurde in Absprache mit dem Fachbereich Gesundheit sofort begonnen, die Kontakte der beiden Beamten innerhalb der Feuerwehr zu ermitteln. Aufgrund dessen wurde für sechs weitere Einsatzkräfte häusliche Isolation angeordnet. Sie wurden im Diagnosezentrum abgestrichen. Die Ergebnisse stehen derzeit noch aus. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird geprüft, ob weitere Schritte notwendig sind. Die Feuerwehr hat schon im Frühjahr Maßnahmen festgelegt, um Personalausfälle durch Erkrankung oder Isolation von Mitarbeitern zu kompensieren. Hier wird die Freiwillige Feuerwehr verstärkt eingesetzt werden, falls durch einen erhöhten Krankenstand die Wachstärke der Berufsfeuerwehr übermäßig geschwächt wird.

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Fußgängerzonen wird von einem Großteil der Bürgerschaft rücksichtsvoll befolgt. Die Stadtverwaltung hat in den entsprechenden Bereichen Plakate angebracht, die auf die Regeln hinweisen. Der Kommunale Ordnungsdienst hat am Donnerstag in der Innenstadt noch insgesamt 164 Personen wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht angesprochen. Nach der ersten Ansprache zeigten sich die Personen einsichtig, Bußgelder mussten nicht ausgesprochen werden. Ferner kontrollierte der Kommunale Ordnungsdienst in Gastronomiebetrieben, ob die Regeln der Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr eingehalten werden. Es wurden auch hier keine Verstöße festgestellt.

 

Donnerstag, 22. Oktober

Sieben-Tage-Inzidenz für Krefeld steigt auf 76

Am Donnerstag hat der städtische Fachbereich Gesundheit 44 neue Coronafälle verzeichnet. Die Gesamtzahl aller bisher in Krefeld registrierten Coronainfektionen liegt damit bei 1.329. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, steigt von 67 am Mittwoch auf 76 am Donnerstag. Aktuell sind 257 Personen mit dem Coronavirus infiziert, das sind 35 mehr als am Vortag. Genesen sind insgesamt 1.044 Personen in Krefeld, neun sind aktuell neu genesen. 28 Personen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, sind verstorben. Elf Corona-Patienten befinden sich derzeit im Krankenhaus, zwei von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt und beatmet werden. 6.240-mal war eine Quarantäne notwendig oder wurde angeraten. Die Zahl der Erstabstriche für Krefeld ist auf inzwischen 19.735 angestiegen.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) in Krefeld kontrolliert weiterhin, ob die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen, an den Haltestellen und auf den Wochenmärkten eingehalten wird. Am Mittwoch wurden insgesamt 209 Personen in der Fußgängerzone angesprochen, da gegen die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung verstoßen wurde. Vier Bußgelder musste der Kommunale Ordnungsdienst wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen verhängen. Trotz vorheriger Ansprache zeigten sich hier die Bürger nicht einsichtig. In einem Fall wurde eine Mitarbeiterin körperlich angegriffen, in einem anderen Fall wurde eine Dienstkraft als „Missgeburt" beleidigt. Gegen beide Personen wurde Strafanzeige gestellt. Auch in Geschäften und Gastronomiebetrieben kontrollierte der KOD die Einhaltung der Corona-Regeln. In einer Sports-Bar sowie einem Möbelgeschäft in der Innenstadt wurden insgesamt zwei Mitarbeiter und ein Kunde ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen. Sie erwartet nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro.

In Krefeld werden jetzt Plakate an den Eingängen zur Fußgängerzone und an mehreren markanten Stellen in den Fußgängerzonen aufgehängt, die an die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung erinnern. Damit soll um Verständnis für die Corona-Regeln geworben werden. Über die Social-Media-Kanäle und die städtische Website wird die Stadtverwaltung außerdem mittels Kartenmaterials darauf aufmerksam machen, auf welchen Straßen die Maskenpflicht gilt. Stadtdirektor Markus Schön hat in einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung zudem darauf hingewiesen, dass die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung auch auf dem Von-der-Leyen-Platz vor dem Rathaus und dem Theaterplatz gilt, da beide ebenfalls als Fußgängerzone ausgewiesen sind. „Die Corona-Pandemie erfordert von uns allen erhöhte Vorsicht", sagt Markus Schön angesichts der steigenden Fallzahlen.

 

Mittwoch, 21. Oktober

Zwölf Krefelder Patienten mit Coronavirus in den Krankenhäusern

27 neue Coronafälle hat der städtische Fachbereich Gesundheit in Krefeld Stand Mittwoch, 21. Oktober, 0 Uhr verzeichnet. Die Gesamtzahl aller Coronafälle beträgt somit inzwischen 1.285, aktuell sind 222 Personen infiziert. Die für weitere kommunale Maßnahmen entscheidende 7-Tage-Inzidenz steigt wieder: Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist sie für Mittwoch mit 67 aus, am Dienstag hatte dieser Wert bei 61 gelegen. Elf Personen gelten neu als genesen, die Gesamtzahl aller Genesenen liegt somit bei 1.035. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Krefeld 28 Personen mit Corona-Symptomen gestorben. Insgesamt 19.401 Corona-Erstabstriche wurden bisher vorgenommen, 5.903-mal war eine Quarantäne notwendig oder wurde angeraten. Mittlerweile liegen zwölf Patienten mit Corona-Symptomen im Krankenhaus, zwei davon werden intensivmedizinisch betreut und beatmet.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat bei seinen Kontrollen der Maskenpflicht am Dienstag insgesamt acht Bußgeldverfahren eingeleitet. In der Fußgängerzone mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KOD 205 Personen ansprechen, da gegen die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in Fußgängerzonen der Innenstadt verstoßen wurde. In sechs Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet, 50 Euro waren jeweils fällig. Trotz erstmaliger Ansprache durch den KOD zeigten sich hier die Bürger weiterhin nicht einsichtig und legten keine Mund-Nasen-Bedeckung an. Weiterhin wurde die Einhaltung der Maskenpflicht in den Ladenlokalen kontrolliert. In einem Ladenlokal wurden zwei Kunden ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen. Auch sie erwartet ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro.

Krefelder Stadtverwaltung weitet Service in Diagnosezentrum stark aus

Die Krefelder Stadtverwaltung reagiert auf die steigenden Corona-Fallzahlen mit einem Bündel von Verbesserungen bei den städtischen Dienstleistungen. Der Service im Diagnosezentrum an der Schwertstraße wird deutlich erweitert. Personell werden die städtische Corona-Hotline, die Ermittlung von Kontaktpersonen und der Kommunale Ordnungsdienst weiter verstärkt. Zudem wird es künftig auch ein festes mobiles Team für die Corona-Testungen geben. In einer Pressekonferenz haben Stadtdirektor Markus Schön, die Beigeordneten Sabine Lauxen (Gesundheit) und Ulrich Cyprian (Ordnung) sowie David Nowak als neuer Krisenkoordinator im Fachbereich Gesundheit die neuen Maßnahmen vorgestellt. Für das Deutsche Rote Kreuz, Betreiber des Diagnosezentrums, berichtete Geschäftsführerin Sabine Hilcker.

75 städtische Mitarbeitende melden sich für Unterstützung

Stadtdirektor Markus Schön appelliert an die Krefelderinnen und Krefelder, das Virus weiter ernst zu nehmen: „Durch die nächste Welle werden wir nur kommen, wenn wir uns gemeinsam an die Regeln halten. Wir müssen deshalb auch überlegen, welche Kontakte wir in unserer Freizeit in den nächsten Wochen einschränken können." Ziel müsse es sein, die Kitas, Schulen und Betriebe geöffnet zu halten. Einen sogenannten Lockdown wie im Berchtesgadener Land gelte es zu verhindern. Er lobte dabei den Einsatz der städtischen Mitarbeiter: „Seit Monaten arbeiten viele Kolleginnen und Kollegen bis zur Belastbarkeitsgrenze". Insbesondere der Fachbereich Gesundheit und der Kommunale Ordnungsdienst seien derzeit stark gefordert. Weitere 75 städtische Mitarbeitende anderer Fachbereiche haben sich jetzt gemeldet, um im Gesundheitsamt bei Corona-Hotline und Kontaktermittlung zu helfen oder den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) zu unterstützen. „Das ist eine tolle Solidarität der Kollegenschaft im Konzern Stadt", lobte Schön. Zudem hätten sich 20 Studenten der Hochschule Niederrhein gemeldet, die bei der Kontaktermittlung helfen wollen. Auch bei den städtischen Tochterunternehmen wie Sparkasse oder SWK sei die Bereitschaft „sehr groß", Personal unterstützend bereitzustellen. David Nowak, Arbeitsmarkt-Koordinator in der Stadtverwaltung, wird an der Seite von Sabine Lauxen in den kommenden Monaten die Arbeitsgruppen im Fachbereich Gesundheit strukturieren, um hier für die Corona-Pandemie noch besser gewappnet zu sein.

Hohe Priorität hat in der Stadtverwaltung die weitere Stärkung des Diagnosezentrums an der Schwertstraße, das in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Hier wird das Personal aufgestockt, es gibt künftig vier statt drei Teams für die Abstriche. Die Öffnungszeiten werden damit einhergehend ab Montag 26. Oktober, deutlich ausgeweitet. Auch am Wochenende ist das Diagnosezentrum dann besetzt. Künftig wird das Diagnosezentrum an sieben Tagen in der Woche von 7 bis 21 Uhr besetzt sein. „Wir haben so den Vorteil eines breiteren Zeitraums für die Abstriche", erläuterte Lauxen. Dem DRK werde die Möglichkeit geboten, erweiterte Zeitkorridore für Termine anzuberaumen, so dass es zu weniger Begegnungen kommt. Zusätzlich zur telefonischen Anmeldung wird ab Montag auch eine Anmeldung online möglich sein die auf der Homepage zu finden ist. man einen Zeitraum wählen, an dem eine Testung vorgenommen werden soll. Neben der stationären Testkapazität mit drei Teams wird es künftig ein festes mobiles Team geben, das Einrichtungen besuchen und Screenings vornehmen kann. „Wir können dann pro Tag bis zu 1.000 Abstriche vornehmen", kündigte Sabine Lauxen an. Um eine Ausweitung der Laborkapazität für Krefeld wolle man sich kümmern - derzeit könne hier der Bedarf aber noch gedeckt werden. Die Stadtverwaltung werde auch weiter auf veränderte Bedarfe reagieren, wenn sich im Laufe der nächsten Wochen Notwendigkeiten zeigen. Sabine Hilcker vom DRK betonte, dass Krefeld eine der ersten Städte in der Region gewesen ist, die ein Diagnosezentrum zur Unterstützung der Hausärzte installiert haben. „Die Zusammenarbeit gelingt sehr gut", sagte Hilcker.

Ulrich Cyprian als Beigeordneter unter anderem für den Fachbereich Ordnung wies auf die Regeln hin, die mit der neuen Coronaschutzverordnung durch Überschreiten der 50er-Inzidenz auch für Krefeld gelten. Eine Maskenpflicht für die Fußgängerzonen und Wochenmärkte in Krefeld hat die Stadtverwaltung per Allgemeinverfügung bereits durchgesetzt. Sie gilt bis einschließlich 1. November. Dabei beobachtet auch die Stadtverwaltung eine erhöhte Intoleranz gegenüber den Regeln in Teilen der Bevölkerung: „Die Stimmung wird zunehmend aggressiver", teilte Ulrich Cyprian eine Beobachtung des Kommunalen Ordnungsdienstes. Auch er appellierte an die Bürgerschaft, die Regeln einzuhalten. „Die nächsten Tage und Wochen sind entscheidend, wie wir durch den Winter kommen."

 

Dienstag, 20. Oktober

Corona-Inzidenz für Krefeld sinkt auf 61

Die Gesamtzahl bestätigter Coronafälle ist in Krefeld am Dienstag weniger stark gestiegen als an den Vortagen: Neun neue Corona-Infizierte verzeichnet der städtische Fachbereich Gesundheit. Aktuell sind 206 Personen mit dem Coronavirus infiziert, sieben mehr als am Vortag, denn zwei Personen sind derweil genesen. Die Gesamtzahl bestätigter Fälle liegt bei 1.258, die genesener Personen wiederum bei 1.024. Weiterhin sind 28 Personen verstorben, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das Robert-Koch-Institut für Krefeld inzwischen mit 61 an, am Montag lag dieser Wert bei 68. Gestiegen ist auch die Zahl der Patienten mit Coronavirus im Krankenhaus: In einer Klinik befinden sich inzwischen zehn Corona-Patienten, einer muss weiter intensivmedizinisch behandelt werden. 5.825-mal war eine Quarantäne notwendig oder wurde angeraten. Die Zahl der Erstabstriche für Krefeld ist auf inzwischen 19.220 angestiegen.

Halbnackt durch die Innenstadt

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ist mit der Prüfung der Maskenpflicht in der Fußgängerzone weiter stark beschäftigt. Am Montag musste er insgesamt 328 Besucher der Fußgängerzone ansprechen, da dort gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verstoßen wurde - insbesondere im Bereich Hochstraße / Neusser Straße. Zunächst belässt es der KOD bei einer Ansprache, doch nicht alle angesprochenen Personen waren einsichtig: 95 Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht in der Fußgängerzone wurden am Montag eingeleitet: 50 Euro Bußgeld mussten dabei jeweils gezahlt werden. Dreimal wurde gegen die Maskenpflicht an der Haltestelle Rheinstraße verstoßen, hier wurden jeweils 150 Euro Bußgeld fällig. Einmal musste der KOD Bußgeld wegen des Aufenthalts in einer Verkaufsstelle ohne vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung in Höhe von 50 Euro kassieren. In einem Ladenlokal am Ostwall hatte ein Kunde keinen entsprechenden Schutz getragen. Außerdem begleitete der Kommunale Ordnungsdienst am Montagnachmittag eine Versammlung, bei der gegen die Corona-Regeln demonstriert wurde. Sieben Teilnehmer zogen ab 15 Uhr lediglich mit Unterwäsche und Masken bekleidet vom Neumarkt aus durch die Innenstadt. Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung wurden dabei vom KOD nicht festgestellt.