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Corona - Blog

Veröffentlicht am: 27.02.2020

Donnerstag, 22. April

Stadt Krefeld meldet weiteren Todesfall

105 weitere Krefelder haben sich innerhalb von 24 Stunden mit Covid-19 infiziert. Am Donnerstag, 22. April (Stand: 0 Uhr), verzeichnete der Fachbereich Gesundheit insgesamt 9.739 positive Tests seit Beginn der Pandemie. 791 Menschen sind in Krefeld aktuell erkrankt (Mittwoch: 721), 8.799 gelten als genesen. Durch einen weiteren Todesfall zählt die Stadt nun 149 Krefelder, die an oder mit Corona verstorben sind. Bei dem aktuellen Fall handelt es sich um eine Person um die 60 Jahre, die durch eine Vorerkrankung besonders gefährdet war. Sie war Mitte April an Corona erkrankt und ist nun in einem Krefelder Krankenhaus verstorben.

Inzidenz sinkt leicht

Auch die Kliniken bleiben durch die Pandemie stark belastet. 59 Covid-Patienten aus Krefeld werden derzeit in den hiesigen Kliniken behandelt, neun davon müssen intensivmedizinisch versorgt werden, sechs unter künstlicher Beatmung. Trotz dieser ernsten Lage ist die Sieben-Tages-Inzidenz erneut leicht gesunken. Das Robert-Koch-Institut errechnet 226 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Mittwoch: 232,2). Diese Daten wurden auf der Basis von insgesamt 47.950 Erstabstrichen erhoben. 938 Proben sind in den Laboren noch offen. 29.885-mal war eine Quarantäne erforderlich.

KOD hat viel zu tun

Der Kommunale Ordnungsdienst hat aufgrund der neuen Corona-Beschränkungen alle Hände voll zu tun. Bis zu 300 Anrufe täglich gehen derzeit über die Hotline des Service- und Beschwerdemanagements im Fachbereich Sicherheit und Ordnung ein. Die Fragen aus der Bürgerschaft kreisen um die Themen Ausgangssperre und Maskenpflicht sowie um die anstehenden bundeseinheitlichen Regeln zur sogenannten „Notbremse". Hinzu kommen rund 100 E-Mails pro Tag, in denen eine gewisse Unsicherheit bezüglich der derzeitigen Rechtslage zum Ausdruck kommt.

Wegen möglicher Verstöße gegen die Ausgangssperre haben die Polizei und der Kommunale Ordnungsdienst am Mittwoch mehr als 130 Personen kontrolliert. Der überwiegende Teil konnte gewichtige Gründe vorweisen, die einen Aufenthalt im Freien rechtfertigten. Gegen 32 Personen wurde ein Bußgeld in Höhe von jeweils 250 Euro verhängt, weil sie ohne triftigen Grund gegen die Ausgangssperre verstoßen hatten. Der Kommunale Ordnungsdienst hat auch erneut in 39 Fällen die Einhaltung der Quarantäne kontrolliert. Eine Person wurde nicht zu Hause angetroffen. Das mögliche Bußgeld liegt zwischen 200 und 25.000 Euro.

Gericht bestätigt die Rechtmäßigkeit der Ausgangssperre

Der Eilantrag eines Krefelder Bürgers gegen die von der Stadt verhängte Ausgangssperre ist derweil vom Verwaltungsgericht Düsseldorf abgelehnt worden. Laut Mitteilung des Gerichts gibt es keine Rechtsbedenken gegen die Verfügung. Zur Begründung hat die Kammer ausgeführt, dass Ausgangsbeschränkungen nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes auch dann verhängt werden dürfen, wenn sich das Infektionsgeschehen trotz bisheriger Maßnahmen erheblich verschärfe. Maßstab sei insbesondere die Anzahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die Ausgangsbeschränkung sei verhältnismäßig. Sie könne zur Erreichung des Ziels, das steigende Infektionsgeschehen zu reduzieren, beitragen. Sie reduziere bestehende Anreize, soziale und gesellige Kontakte im privaten Bereich, insbesondere in den Abendstunden, zu pflegen.

In drei Kindertageseinrichtungen (Kitas) sind Corona-Infektionen aufgetreten. Durch jeweils einen Fall in den Kitas Am Kinderhort, Steckendorfer Straße und Am Kempschen Weg müssen sich nun insgesamt 70 enge Kontaktpersonen in Quarantäne begeben.

Coronainfos in verschiedenen Sprachen

Die neusten Beschlüsse der Bundesregierung, praktische Hinweise zu Hygiene und Quarantäne sowie die wichtigen Ansprechpartner gibt es unter dem folgenden Link kompakt und übersichtlich in 20 verschiedenen Sprachen: https://www.integrationsbeauf-tragte.de/ib-de/staatsministerin/corona. Die Informationen werden laufend erweitert und aktualisiert.

 

Mittwoch, 21. April

Zwei weitere Todesfälle: Patienten mittleren Alters sterben im Klinikum

Erneut haben sich innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Krefelder neu mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der bestätigten positiven PCR-Tests stieg um 111 auf nunmehr 9.634 Fälle. 721 Krefelder gelten aktuell (Stand Mittwoch, 21. April, 0 Uhr) als infiziert (Dienstag: 665), 8765 sind bereits genesen. Der Fachbereich Gesundheit meldet auch zwei weitere Todesfälle. Es handelt sich um zwei Krefelder im Alter von Ende 40, die beide seit Anfang April an Corona erkrankt waren und nun in einem Krefelder Krankenhaus verstorben sind. Beide waren mit Mutationen des ursprünglichen Coronavirus' infiziert, in einem Fall mit der britischen, im anderen mit der südafrikanischen Variante.

Trotz dieser Entwicklung geht die vom Robert-Koch-Institut berechnete Inzidenz leicht zurück. Sie liegt nun bei 232,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Dienstag: 235,3). In den Krefelder Kliniken werden aktuell 58 hiesige Patienten mit Corona-Symptomen behandelt. Neun Menschen liegen auf der Intensivstation, sechs werden künstlich beatmet. Bislang wurden in Krefeld 47.751 Erstabstriche genommen, 954 Proben sind noch offen. In insgesamt 29.631 Fällen war eine Quarantäne erforderlich.

Der Kommunale Ordnungsdienst hat am Dienstag verstärkt kontrolliert, ob die Quarantänepflicht eingehalten wird. Zwei von 20 Personen wurden nicht zu Hause angetroffen, sie erwartet nun ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro. Bei Kontrollen der Ausgangssperre trafen Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst zwischen 21 und 5 Uhr insgesamt 94 Personen im öffentlichen Raum an. 53 von ihnen wurden mündlich verwarnt, 13 müssen ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro zahlen.

Es gab zwei weitere Corona-Fälle an Krefelder Schulen, die aktuell nur von den Abschlussklassen besucht werden können. Am Berufskolleg Uerdingen müssen nach einem Fall von Covid-19 insgesamt 16 Kontaktpersonen in Quarantäne. Am Hannah-Arendt-Gymnasium wurden 29 Schüler in Quarantäne geschickt, nachdem der Test eines Schülers positiv ausgefallen war.

 

Dienstag, 20. April

Infektionszahlen steigen etwas langsamer: Inzidenz geht leicht zurück

Eine leichte Erholung, aber noch lange keine Entwarnung: Zum Wochenanfang sind die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Krefeld nur leicht angestiegen. Insgesamt 32 Personen wurden positiv auf Covid-19 getestet. 665 Menschen sind aktuell erkrankt (Montag: 674), 8.712 gelten als genesen. Dies sind die Zahlen von Dienstag, 20. April, Stand 0 Uhr. Der statistische Inzidenzwert für Krefeld ging leicht zurück, von 238,8 auf nunmehr 235,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 9.523 Menschen wurden seit Beginn der Pandemie positiv auf Corona getestet, 146 Krefelder sind an oder mit der Erkrankung verstorben.

In den Krefelder Kliniken werden aktuell 59 hiesige Patienten mit einer Corona-Diagnose behandelt, zehn von ihnen auf der Intensivstation. Acht Patienten müssen künstlich beatmet werden. Von insgesamt 47.516 Erstabstrichen sind derzeit noch 800 Proben in den Laboren offen. 29.353 Fälle von Quarantäne wurden gezählt.

Ordnungsdienst kontrolliert Ausgangssperre und Quarantäne

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat am Montagabend die erstmals geltende Ausgangssperre überwacht. Zwischen 21 Uhr bis 5 Uhr hielten sich nur wenige Personen im öffentlichen Raum auf. In 80 Fällen nannten Passanten auf Nachfrage gewichtige Gründe, die den Ausgang rechtfertigten, zum Beispiel berufliche Verpflichtungen. 51 weitere Personen wurden mündlich verwarnt, weil sie keinen ausreichenden Grund angeben konnten. Drei Bürger, die allesamt um 2 Uhr nachts auf dem Theaterplatz angetroffen wurden, müssen jeweils 250 Euro zahlen. Sie verfügen alle über einen festen Wohnsitz und beriefen sich darauf, nichts von der Ausgangssperre gewusst zu haben.

Gegen 24 Uhr wurde der KOD zur Unterstützung ins Helios-Klinikum gerufen. Eine 33-jährige Frau zeigte zunächst keine Bereitschaft, sich aufgrund ihres positiven Corona-Befunds in häusliche Quarantäne zu begeben. Nachdem ihr die Rechtsfolgen eines Verstoßes benannt wurden, zeigte sich die Frau einsichtig. Die weitere Einhaltung der Quarantäne wird durch Nachkontrollen überwacht. Insgesamt wurden am Montag zehn weitere Quarantänefälle durch den Ordnungsdienst kontrolliert. Es wurden keine Verstöße festgestellt.

Auch die sogenannten „Querdenker" beschäftigten am Montag wieder die Ordnungskräfte und die Polizei. Von 19 Uhr bis 20.20 Uhr versammelten sie sich auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs und zogen zwischenzeitlich durch die südliche Innenstadt. Der Ordnungsdienst musste während des Umzugs insgesamt 40 Ansprachen halten, da die vorgegebenen Abstände nicht immer eingehalten oder Masken nicht ordnungsgemäß getragen wurden. Hierbei wurden fünf Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht eingeleitet.

In Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen wurden am Montag weitere Corona-Fälle gemeldet. Nach positiven Tests auf Covid-19 mussten sich in den Kitas Christian-Roos-Straße und Sonnenland sowie im Familienzentrum Dieselstraße insgesamt mehr als 60 Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne begeben. Am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium ist ebenfalls ein Corona-Fall aufgetreten: Fünf Mitschüler müssen vorsorglich in Quarantäne. Nach einer Erkrankung an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule erhielten fünf Kontaktpersonen die Aufforderung, sich im eigenen Zuhause abzusondern.

Frank Meyer: „Es gibt keinen Grund zur Panik, aber zur Vorsicht" -

Oberbürgermeister Frank Meyer hat in der städtischen Corona-Pressekonferenz um Verständnis für die verschärften Einschränkungen geworben, die seit Montag gelten. Er verweist auf den deutlichen Zuwachs bei der Sieben-Tages-Inzidenz von 148 vor einer Woche auf nunmehr 235 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Zugleich müssten auch deutlich mehr Patienten in den Krankenhäusern behandelt werden. „Aus anderen Städten erreichen uns bereits Meldungen, dass Corona-Patienten verlegt werden müssen. Hier in Krefeld gibt es keinen Grund zur Panik, aber zur Vorsicht. Wir beobachten eine Zunahme schwerer Krankheitsverläufe. Und wer heute erkrankt, taucht erst in zwei Wochen in der Statistik der Kliniken auf", sagt Frank Meyer, der auch den städtischen Krisenstab leitet.

Bislang liegen der Stadt Krefeld vier Klagen gegen die neue Allgemeinverfügung vor. Sie richten sich sowohl gegen die Maskenpflicht in Parks als auch gegen die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Nach Rückmeldungen aus der Bevölkerung sollen einzelne Punkte des Regelwerks in dieser Woche nochmals überprüft werden. „Wir werden schauen, ob irgendwo Nachbesserungsbedarf besteht, denn die Hinweise aus der Bürgerschaft nehmen wir sehr ernst. Besonders viele Rückmeldungen haben wir zum Thema Sport in Parks und Grünanlagen erhalten. Hier wird die Frage aufgeworfen, ob dabei wirklich Maskenpflicht gilt", erklärt Stadtdirektor Markus Schön, der auch als Sport- und Schuldezernent fungiert.

Quarantänefälle in Abschlussklassen sorgen für angespannte Situation

Die Situation in den Schulen nennt der Dezernent „sehr angespannt". Denn obwohl die jüngeren Schüler im Distanzunterricht bleiben, kommt es allein unter den Abschlussklassen zu vielen Quarantänefällen. Auch aus Kindertagesstätten werden vermehrt Corona-Infektionen gemeldet. „Die Landesregierung ist hier wohl noch in der Findungsphase. Ich halte es jedoch für schwer vertretbar, in den Kitas alles weiterlaufen zu lassen. Da muss dringend etwas passieren", sagt Markus Schön. Er sieht auch zunehmend Probleme, ausreichend Personal zur Verfügung zu stellen. Das liegt zum einen an Quarantänefällen, zum anderen daran, dass Erzieher ihre eigenen Kinder im schulpflichtigen Alter nun wieder zu Hause betreuen müssen.

Schwierigkeiten bei der Vergabe der Impftermine

Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen weist auf Schwierigkeiten bei der Vergabe der Impftermine hin. Zwar seien sowohl die Kapazitäten im Impfzentrum als auch die personelle Ausstattung vorhanden, allein es fehle am Impfstoff. „Ein Termin kann erst zugesagt werden, wenn klar ist, dass zu diesem Zeitpunkt genügend Impfstoff vorhanden ist", betont die Dezernentin. Vor dem gleichen Hintergrund rät sie dringend dazu, für Begleitpersonen von über 70-Jährigen schon bei der Terminvergabe eine gesonderte Impfung zu vereinbaren. Es sei nicht möglich, „einfach spontan eine zweite Person mitzubringen".

Für Risikopatienten, die einen Impftermin brauchen, steht die Telefonnummer 02151/86-462240 zur Verfügung. Vier Mitarbeiter nehmen dort werktags zwischen 9 und 15.30 Uhr Anfragen von Risikopatienten entgegen und kümmern sich um die Terminvergabe.

 

Montag, 19. April

Inzidenz erreicht zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie

Die Dynamik der Corona-Pandemie nimmt in Krefeld weiter zu. Binnen 24 Stunden wurden zuletzt 51 Neuinfektionen verzeichnet (Stand: Montag, 19. April, 0 Uhr). Dadurch steigt die Inzidenz auf 238,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sonntag: 223,4). Das entspricht fast dem bisherigen Höchstwert vom 2. November 2020: Damals lag die Inzidenz bei 240,1 Neuinfektionen. Aktuell sind 674 Krefelder mit Corona infiziert (Sonntag: 673), 8671 Menschen gelten als genesen. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 9491 Krefelder positiv auf Covid-19 getestet. 146 Menschen sind verstorben. 29.159-mal war eine Quarantäne fällig. Die Zahl der Erstabstriche im Diagnosezentrum liegt jetzt bei 47.367 Proben, für 731 Proben liegt noch kein Ergebnis aus den Laboren vor.

Die Situation in den Krankenhäusern wird derweil angespannter. Aktuell liegen 57 Krefelder mit schweren Covid-Symptomen in den hiesigen Krankenhäusern, das sind 23 mehr als vor einer Woche. 14 Patienten müssen intensivmedizinisch versorgt werden, acht werden künstlich beatmet.

Mehrere Fälle an Kindertageseinrichtungen und Schulen

An Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen hat es weitere bestätigte Corona-Fälle gegeben. An den Kitas Märklinstraße, Bischofstraße und im AWO-Familienzentrum Taka Tuka müssen sich nach jeweils einem Positivbefund insgesamt 20 Kontaktpersonen in Quarantäne begeben. Ebenfalls betroffen ist die Gerd-Jansen-Schule des LVR. Nach einem Fall von Covid-19 gehen hier vier weitere Schüler in häusliche Absonderung. Je einen Corona-Fall gab es außerdem an der Gesamtschule Uerdingen und im Berufskolleg Glockenspitz. Dies führt zu insgesamt sechs Fällen von Quarantäne. Am Berufskolleg Vera Beckers sind drei Erkrankungen in unterschiedlichen Klassen aufgetreten. Insgesamt 22 Kontaktpersonen wurden vom Fachbereich Gesundheit in Quarantäne geschickt.

 

Sonntag, 18. April

Sieben-Tages-Inzidenz steigt weiter

Krefeld hat weiter mit einer stark steigenden Zahl an Corona-Infektionen zu kämpfen. Von Freitag bis Sonntag (Stand: jeweils 0 Uhr) haben sich 146 weitere Menschen mit dem Virus angesteckt. Die vom Robert-Koch-Institut ermittelte Sieben-Tages-Inzidenz ist weiter gestiegen - auf nunmehr 223,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Sie liegt somit am dritten Tag in Folge über dem Wert von 200 Neuninfektionen. 673 Krefelder sind aktuell mit Covid-19 infiziert (Freitag: 649), als genesen gelten 8621 Menschen. Seit Beginn der Pandemie wurden 9440 Krefelder positiv auf Corona getestet.

Am Samstag musste der Fachbereich Gesundheit einen weiteren Todesfall vermelden, der 146. Verstorbene seit Beginn der Pandemie. Es handelt sich um einen Menschen Ende 80, der im Helios-Klinikum an oder mit Corona-Symptomen gestorben ist. Die Person hatte nicht in einem Seniorenheim gelebt, über Vorerkrankungen oder den Impfstatus ist nichts bekannt.

Belastung der Krankenhäuser nimmt weiter zu

Die Belastung der Krankenhäuser nimmt derweil weiter zu. Stand Sonntag werden 49 schwer an Corona erkrankte Krefelder in den hiesigen Kliniken behandelt, zwölf von ihnen auf der Intensivstation. Acht Personen müssen derzeit künstlich beatmet werden. Die Zahl der Erstabstriche liegt nun 47.299 Proben, 642 Befunden werden noch aus den Laboren erwartet. 29.208-mal war seit Beginn der Pandemie eine Quarantäne erforderlich.

Aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen gelten ab Montag strengere Regeln im öffentlichen Raum. Zwischen 21 und 5 Uhr ist eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft gesetzt. Die Maskenpflicht wurde auf Parks und Grünanlagen ausgeweitet. Ein Einkauf im Einzelhandel nach dem System „Click & Meet" ist ab Montag nicht mehr möglich. Auch die Schulen bleiben geschlossen. Dies hatte der Krisenstab der Stadt Krefeld am Freitag beschlossen, um die Infektionszahlen einzudämmen (hier geht es zur Verfügung).

Verstärkte Kontrollen

Darüber hinaus werden die Kontrollen verschärft. Der Kommunale Ordnungsdienst wird dazu durch Personal aus der sonstigen Verwaltung verstärkt. Am Freitag waren die Ordnungskräfte bereits von 4.30 Uhr morgens bis 24 Uhr im Einsatz, am Samstag von 10 bis 24 Uhr. Wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht wurden an der Haltestelle Hansa-Zentrum und in hoch frequentierten Fußgängerbereichen in der Innenstadt insgesamt fünf Bußgelder verhängt.

Gedenktag für die Corona-Opfer

Zum Gedenktag für die Corona-Opfer am Sonntag äußerte sich Oberbürgermeister Frank Meyer über die sozialen Medien. „Die täglichen Corona-Zahlen zu Neuinfektionen, Todesfällen und Inzidenz sind für uns fast Normalität geworden. Doch der heutige Gedenktag für die Opfer der Pandemie erinnert uns schmerzlich daran, dass hinter jeder Zahl ein Mensch steckt. Rund 80.000 Tote - das bedeutet zehntausendfach einen Kampf übers Überleben, der am Ende verloren ging. Zurück bleiben trauernde Angehörige und Freunde, die einen lieben Menschen für immer verloren haben. Wir hören aus den Kliniken, dass immer öfter auch junge Menschen von dieser tückischen Krankheit mitten aus dem Leben gerissen werden. Andere tragen über Monate und vielleicht für immer die Spuren ihrer Erkrankung mit sich. Bei allen Diskussionen um Schnelltests und Impfungen, um Maskenpflicht und Ausgangssperren sollten unsere Gedanken heute bei denen sein, die unsagbar unter Corona gelitten haben oder bis heute darunter leiden. Ihnen allen gilt mein tiefes Mitgefühl", betonte der Oberbürgermeister auf seinem Facebook-Kanal.

 

Freitag, 16. April

Krefeld zieht die Notbremse: Ausgangssperre gilt ab Montag

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie zieht Krefeld ab Montag die Notbremse. Mit einem ganzen Bündel verschärfter Regeln möchte die Stadt dem zuletzt massiven Anstieg der Infektionszahlen begegnen. Als Hauptgrund nannte Oberbürgermeister Frank Meyer die immer stärkere Belegung der Betten in den Krankenhäusern: „Wenn wir unser Verhalten nicht ändern, werden wir große Schwierigkeiten bekommen. Die medizinische Versorgungslage ist schon jetzt äußerst angespannt, und die Fälle, die heute auftreten, erreichen die Kliniken erst mit Verzögerung. Einfach weiterzumachen wie bisher - das kann niemand verantworten", betont der Oberbürgermeister als Leiter des Krisenstabs. Das Gremium hatte sowohl am Donnerstag als auch am Freitag über die sich zuspitzende Lage beraten.

.Video zur aktuellen Lage.

Die neuen Regeln betreffen sowohl das öffentliche Leben als auch die Schulen, die Kultur und den Einzelhandel. Die Vorschriften treten, sofern sie vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales genehmigt werden, sämtlich am Montag, 19. April, um 0 Uhr in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt gilt im gesamten Stadtgebiet eine Ausgangssperre, die jeweils von 21 Uhr abends bis fünf Uhr morgens wirksam ist. In dieser Zeit dürfen Bürger nur aus triftigem Grund das Haus verlassen. „Niemand greift gerne zu solchen einschneidenden Maßnahmen. Aber da wir nach wie vor ein diffuses Infektionsgeschehen haben, ist die einzige Antwort eine Breitband-Antwort. Mit dem Skalpell kommen wir nicht weiter", sagt Frank Meyer.

Maskenpflicht in Parks

In einem weiteren Schritt wird ebenfalls ab Montag die Maskenpflicht auf öffentliche Grünflächen ausgeweitet. Das bedeutet, dass Spaziergänger unter anderem im Stadtwald, am Elfrather See, auf dem Rheindeich und in Parks jederzeit eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen. Auch die Maskenpflicht in den hoch frequentierten Fußgängerbereichen der Innenstadt und der Stadtteile besteht weiter. Die Option des „Click & Meet", mit dem im Einzelhandel bei negativem Test Einkäufe möglich waren, gilt ab Montag nicht mehr. Lediglich das Abholen bereits bestellter Waren bleibt möglich, ebenso die Lieferung und Abholung von Speisen und Getränken in der Gastronomie. Die Aussetzung der Parkgebühren wird ebenfalls bis mindestens 26. April verlängert.

Als Konsequenz aus den steigenden Infektionszahlen sind die städtischen Kultureinrichtungen ab Montag ebenfalls wieder geschlossen. Lediglich der Zoo bleibt als Freilufteinrichtung geöffnet. Es gibt jedoch Absprachen, dass der Zoo eigenständig eine Maskenpflicht einführen wird und eine Testpflicht für das Gelände prüft.

Schulen bleiben im Distanzunterricht

Die Schulen werden am Montag nicht in den Präsenzunterricht zurückkehren. Für mindestens eine weitere Woche sollen die Schüler im Distanzunterricht lernen - ausgenommen sind lediglich die Abschlussklassen. Für die Klassen 1 bis 6 wird eine Notbetreuung angeboten, mit der klaren Betonung auf „Not". „Ich appelliere an die Eltern, dass wirklich nur Angehörige systemrelevanter Berufsgruppen von diesem Angebot Gebrauch machen", betont Stadtdirektor Markus Schön. Auch die Kita-Kinder sollen nach Möglichkeit zu Hause bleiben, selbst wenn für diesen Bereich zunächst am eingeschränkten Regelbetrieb festgehalten wird. „Wir sind zuversichtlich, dass vom Land NRW hier in Kürze ein Beschluss zu einer bloßen Notbetreuung erfolgt. Um Verwirrung zu vermeiden, haben wir deshalb auf eigene Maßnahmen verzichtet. Aber sollte kein Signal vom Land erfolgen, werden wir in Kürze selbst tätig werden", sagt Stadtdirektor Schön.

Keine neuen Regelungen beim Sport

Keine neuen Regelungen gelten fürs Erste für den Krefelder Sport. Hier soll weiter für Einzelpersonen, Mitglieder des gleichen Hausstands und Trainingsgruppen von bis zu zehn Personen (gemäß Paragraph 9 CoronaSchVO ausschließlich Kinder bis zum Alter von 14 Jahren) die sportliche Aktivität im Freien möglich bleiben. „Die Regeln in diesem Bereich sind bereits sehr stringent und werden im Krefelder Sport auch verantwortungsvoll gelebt. Deshalb bleibt es hier zunächst bei der bisherigen Regelung", erklärt Markus Schön, der auch als Sportdezernent fungiert.

Die neuen Maßnahmen werden flankiert durch stärkere Kontrollen, wie Ordnungsdezernent Ulrich Cyprian erläutert. Der Kommunale Ordnungsdienst wird deshalb durch Mitarbeiter aus anderen Verwaltungsbereichen verstärkt. „Wir werden auch in Kooperation mit der Polizei die Lage im öffentlichen Raum noch stärker überwachen", sagt Ulrich Cyprian. Auch die Kontrolle von Quarantänen, die das Gesundheitsamt auferlegt, soll ausgebaut werden.

Kliniken gewappnet

Da die neuen Regelungen erst mit Verzögerung Wirkung entfalten werden, bereiten sich die Kliniken auf die Aufnahme weiterer schwer kranker Covid-Patienten in den nächsten Wochen vor. Es gibt dazu einen Erlass des Landes, planbare Operationen bis auf Weiteres zu verschieben. „Die Krankenhäuser sind zudem gehalten, die Zahl ihrer Intensivbetten möglichst zu erweitern und eine Aufnahmereserve von mindestens zehn Prozent ihrer Kapazität für Corona-Patienten vorzuhalten", erklärt Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. Die Kliniken melden auch regelmäßig ihre aktuelle Belegung ans Land, um die Aufnahme neuer Patienten überregional innerhalb von NRW steuern zu können. „So soll eine optimale und flächendeckende Versorgung weiter gewährleistet werden", sagt Sabine Lauxen.

Die Impfkampagne läuft derweil weiter, durch geringe Liefermengen aber nicht im erwünschten Tempo. So werden in Krefeld in der kommenden Woche lediglich 4000 Dosen für das Impfzentrum erwartet. Hinzu kommen Impfungen für die Krankenhäuser und den Bereich der Wiedereingliederung. „Risikopatienten, ältere Menschen, Kontaktpersonen von Schwangeren und andere priorisierte Gruppen warten verunsichert und teilweise verzweifelt auf ihre Impfung. Aber die angesagte Schwemme an Impfstoff ist bei uns noch nicht angekommen. Wenn wir an dieser Schraube nicht drehen, werden wir in den nächsten Wochen nicht weiterkommen", sagt Sabine Lauxen. Gleichwohl sind die Jahrgänge 1944 und 1945 ab sofort aufgefordert, ihre Termine über die bekannte Hotline 116 117 bei der Kassenärztlichen Vereinigung zu buchen.

Ausbreitung der Mutationen

Ein wichtiger Grund für den starken Anstieg der Neuinfektionen dürfte auch in der Ausbreitung der Mutationen liegen. Sie machen in Krefeld inzwischen 61,5 Prozent aller Neuansteckungen aus. Von zuletzt 276 untersuchten Abstrichen enthielten 158 Proben die britische Variante des Virus', zwölf die südafrikanische Mutation. Für Schnelltests sind in Krefeld weiterhin 115 Testzentren in Betrieb. Dem Wunsch von Dienstleistern, zum Beispiel Friseuren oder Fußpflegern, eigene Teststellen einzurichten, erteilte die Gesundheitsdezernentin eine Absage: „Als Testzentren fungieren weiterhin nur die Stellen, die wir als Stadt genehmigt haben."

Sieben-Tage-Inzidenz übersteigt 200er-Marke

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Krefeld die 200er-Marke überschritten. Sie liegt bei jetzt 208,9, nachdem sie am Vortag bei 191,3 lag. Der Krisenstab hat sich umgehend am Morgen mit der neuen Lage befasst und beschlossen, dass die Schulen in Krefeld angesichts dieser Entwicklung am Montag nicht für den Wechselunterricht öffnen werden. Dies bedeutet faktisch eine Fortführung der Regelung der aktuellen Woche (12. bis 16. April) für die gesamte kommende Woche. Einzelne Sonderregeln für Abschlussklassen und Notbetreuung gelten weiter. Die Stadt appelliert aber an die Eltern von Kitas und jüngeren Schulkindern, die Kinder möglichst zu Hause zu lassen.

85 neue Corona-Infektionen verzeichnet der städtische Fachbereich Gesundheit am Freitag, 16. April (Stand: 0 Uhr). Die Gesamtzahl bestätigter Fälle liegt jetzt bei 9.294. Als aktuell infiziert gelten 649 Personen, 69 mehr als am Vortag. Genesen sind nach einer Corona-Infektion inzwischen 8.500 Personen, 18 neu seit dem Vortag. Verstorben sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie insgesamt 145 Personen.

44 Personen aus Krefeld im Krankenhaus

Im Krankenhaus liegen nach einer Corona-Infektion aktuell 44 Personen aus Krefeld. 14 dieser Patienten befinden sich auf der Intensivstation, sieben von ihnen werden beatmet. In Quarantäne haben sich - freiwillig oder behördlich angeordnet - seit Ausbruch der Pandemie 28.597 Personen begeben. Bisher sind 47.047 Erstabstriche vorgenommen worden, 630 davon sind noch offen.

Aus dem Bereich Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen werden neue Corona-Infektionen gemeldet: Im Familienzentrum Dieselstraße gibt es einen neu bekannt gewordenen Fall. In der Kita Bischofstraße gibt es in zwei verschiedenen Gruppen insgesamt drei Fälle. Einen neuen Corona-Fall gibt es auch am Gymnasium Horkesgath. Die Kontaktpersonen wurden entsprechend informiert.

Der Kommunale Ordnungsdienst hat am Donnerstag im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Coronaschutz-Verordnung insgesamt 17 Bußgeldverfahren eingeleitet. Zehn Bußgelder wurden wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht in hochfrequentierten Fußgängerbereichen ausgesprochen. Jeweils 50 Euro Bußgeld sind in diesem Fall zu zahlen. Sieben Personen trugen im Bereich von Haltestellen keine Maske - sechs waren es an der Haltestelle Rheinstraße, eine am Hansa-Zentrum. Jeweils 150 Euro Bußgeld sind zu zahlen.

 

Donnerstag, 15. April

Krefeld bei Sieben-Tage-Inzidenz nur noch knapp unter 200er-Marke

114 neue Corona-Fälle verzeichnet der städtische Fachbereich Gesundheit am Donnerstag, 15. April (Stand: 0 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, steigt somit erneut an. Das Robert-Koch-Institut gibt diesen Wert für Krefeld jetzt mit 191,3 an, nachdem die Inzidenz am Vortag noch bei 184,2 gelegen hatte. Die Gesamtzahl aller bestätigten Corona-Infektionen liegt bei 9.207. Als aktuell infiziert gelten 580 Personen, 69 mehr als am Vortag. Genesen sind nach einer Corona-Infektion inzwischen 8.482 Personen, 45 mehr als am Vortag. Verstorben sind bisher im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Krefeld 145 Personen.

Die Zahl der Krankenhauspatienten steigt weiter an: 45 Personen aus Krefeld liegen inzwischen nach einer Corona-Infektion in Krefelder Krankenhäusern, von ihnen zwölf auf der Intensivstation. Fünf dieser Patienten werden beatmet. In Quarantäne haben sich - freiwillig oder behördlich angeordnet - bisher 28.511 Personen begeben müssen. Insgesamt 47.002 Erstabstriche sind bisher vorgenommen worden, 731 davon sind noch offen.

Neue Corona-Infektionen werden auch aus dem Bereich Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen vermeldet: Jeweils einen neuen Fall gibt es in der Kita Leuther Straße und an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule. Die Kontaktpersonen wurden entsprechend informiert.

Der Kommunale Ordnungsdienst hat wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung am Mittwoch insgesamt sieben Bußgeldverfahren eingeleitet. In sechs Fällen verstießen Personen in hochfrequentierten Fußgängerbereichen gegen die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase mit einer Maske. Jeweils 50 Euro sind in diesem Fall zu zahlen. Eine Person verstieß gegen die Maskenpflicht an der Haltestelle Hansa-Zentrum und muss nun ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen.

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