Inhaltsbereich

Corona - Blog

Veröffentlicht am: 27.02.2020

Dienstag, 19. Januar

Fünf neue Todesfälle nach Corona-Infektion in Krefeld

In Krefeld sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie weitere fünf Menschen verstorben. Dies hat der städtische Fachbereich Gesundheit am Dienstag, 19. Januar, gemeldet. Vier der Personen sind in Seniorenheimen verstorben: Eine der verstorbenen Personen war rund 90 Jahre alt, die zweite Mitte 90, die dritte Anfang 70, die vierte rund 80 Jahre alt. Der fünfte Todesfall wurde aus einem Krefelder Krankenhaus gemeldet: Die Person war rund 60 Jahre alt, lebte zuvor nicht in einem Heim. Insgesamt 91 Personen sind im Zusammenhang mit der Pandemie in Krefeld nach einer Corona-Infektion verstorben.

Nach IT-Problemen in den vergangenen Tagen bei den Corona-Infiziertenmeldungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) ist die Störung inzwischen behoben. Der Fachbereich Gesundheit hat jetzt auch alle Nachmeldungen an das RKI übermittelt. Die Gesamtzahl aller bisherigen Corona-Infektionen in Krefeld liegt nun bei 6.223, das sind 83 Infektionen mehr als am Vortag. Genesen sind inzwischen 5.389 Personen. Als aktuell infiziert gelten somit 743 Personen, 83 mehr als am Vortag.

Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 128

Mit der neuen Entwicklung durch die Nachmeldungen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, für Krefeld erwartungsgemäß an. Sie liegt inzwischen bei 128, nachdem sie vom RKI am Montag wegen der ausgebliebenen Meldungen mit 96 angegeben worden war.

In einem Krefelder Krankenhaus liegen aktuell 42 Personen nach einer Corona-Infektion, sieben weniger als am Vortag. Sieben dieser Patienten liegen auf der Intensivstation, fünf von ihnen werden beatmet. Hier hat sich gegenüber dem Vortag keine Veränderung in den Zahlen ergeben. In Quarantäne haben sich in Krefeld - freiwillig oder behördlich angeordnet - seit Ausbruch der Pandemie 20.713 Personen begeben. In Krefeld wurden bisher 40.677 Erstabstriche durchgeführt, 535 davon sind noch offen.

Aus den Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas) gibt es am Dienstag eine neue Corona-Meldung. So ist in der Kita St. Franziskus ein COVID-19-Fall aufgetreten.

KOD versiegelt zwei Geschäfte

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat bei seinen Einsätzen am Montag insgesamt vier Bußgeldverfahren eingeleitet. Zwei Personen hielten die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung an der Haltestelle Rheinstraße nicht ein. Sie erwartet ein Bußgeld in Höhe von jeweils 150 Euro. Weiterhin fiel den KOD-Mitarbeitern am Abend auf, dass in einem Handyladen in der Innenstadt ein Kleidungsstück verkauft wurde. In einem weiteren Handyladen konnten die KOD-Mitarbeiter beobachten, wie ein Kunde ein Produkt aus dem Regal nahm und an der Theke bezahlte. In beiden Fällen müssen die Betreiber ein Bußgeld in Höhe von 2.500 Euro bezahlen. In beiden Fällen wurde außerdem das Ladenlokal versiegelt.

Zu einer Demonstration der sogenannten „Querdenker" versammelten sich am Montagabend ab 19 Uhr rund 50 Personen auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes. Die Teilnehmenden zogen danach durch die Innenstadt. Der KOD musste während des Umzugs 25 Ansprachen halten, da der vorgegebene Abstand nicht immer eingehalten wurde. Da einige Person die Versammlung störten, wurden durch die Polizei insgesamt sechs Platzverweise ausgesprochen.

 

Montag, 18. Januar

IT-Probleme: Keine neuen Zahlen von Corona-Infizierten

Der städtische Fachbereich Gesundheit hat am Montag, 18. Januar, aufgrund von IT-Problemen keine neuen Zahlen von Corona-Infizierten an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin melden können. Die Gesamtzahl aller bisher in Krefeld mit dem Coronavirus infizierten Personen wird in der Statistik somit weiter mit 6.140 angegeben. Als genesen gelten seit Ausbruch der Pandemie inzwischen 5.394 Personen - 52 neu seit Sonntag. Als aktuell infiziert gelten demensprechend 660 Personen, also 52 weniger als am Sonntag. Verstorben sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Krefeld 86 Personen. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dem RKI zum Dienstag regulär Zahlen - sowohl die aktuellen als auch die zuletzt nicht erfolgten Meldezahlen - übermitteln zu können.

Durch die zuletzt ausgebliebene Meldung sinkt die vom RKI angegebene Sieben-Tage-Inzidenz: Sie liegt aktuell bei 96, am Vortag lag sie bei 125. Mit Meldung der regulären Zahlen wird die Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, für Krefeld nach Einschätzung der Verwaltung deutlich steigen.

49 Krefelder in den Krankenhäusern

In den Krefelder Krankenhäusern liegen aktuell nach einer Corona-Infektion 49 Patienten aus Krefeld. Sieben dieser Patienten liegen auf der Intensivstation, fünf von ihnen werden beatmet. In Quarantäne haben sich bisher, freiwillig oder behördlich angeordnet, 20.530 Personen begeben. Bislang wurden 40.561 Erstabstriche vorgenommen, 578 davon sind offen.

Dem Fachbereich Gesundheit liegen auch neue Meldungen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas) vor: Jeweils eine neue Corona-Infektion wird aus der Kita St. Gertrudis, der Grundschule Königshof und dem Berufskolleg Vera Beckers gemeldet. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) war am Sonntag im Einsatz, hat dabei keine bußgeldbewährten Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung festgestellt.

 

Sonntag, 17. Januar

47 Krefelder werden in Kliniken behandelt

Stand Samstag, 16. Januar, (0 Uhr) sind 771 Krefelder mit dem Covid-19-Virus infiziert, exakt 21 mehr als am Vortag (750). 5283 Menschen gelten inzwischen als genesen. Seit Beginn der Pandemie wurden 6140 Krefelder positiv auf Covid-19 getestet, 86 Menschen sind verstorben. Es werden 47 Krefelder mit Symptomen von Covid-19 in den Kliniken behandelt (Vortag 58). Sieben von ihnen liegen auf der Intensivstation, sechs müssen beatmet werden (Vortag fünf). Bei 40490 Erstabstrichen im Diagnosezentrum sind noch 537 Proben offen. 20451-mal war eine Quarantäne fällig oder wurde angeraten. Der vom Robert-Koch-Institut angegebene Inzidenzwert lag bei 158 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Vortag 147). Der Kommunale Ordnungsdienst meldet keine Verstöße gegen die Coronaschutzbestimmungen. Wegen technischer IT-Probleme im städtischen Netzwerk können am Sonntag, 17. Januar, keine Daten an das Robert-Koch-Institut übermittelt werden.

Freitagnachmittag, 15. Januar

Immer mehr Impfdosen kommen nach Krefeld

Bis zum Ende dieser Woche sollen in Krefeld mehr als 1500 Menschen gegen Corona geimpft sein. Dann haben die mobilen Impfteams bereits ein gutes Dutzend Seniorenheime besucht und diejenigen Bewohner und Mitarbeiter mit Impfungen versorgt, die zuvor zugestimmt haben. Wie Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen weiter ausführt, sollen am Montag dann auch die Impfungen für das Personal in Krankenhäusern beginnen. Auch die zweite Impfdosis für die bereits geimpften Menschen soll ab Montag verabreicht werden. „Wir liegen damit in der Zeitschiene, die wir uns vorgenommen haben", betont Lauxen. Ab Anfang Februar soll Krefeld pro Woche 950 Impfdosen für Menschen ab 80 Jahre und 230 Impfdosen für Mitarbeiter im Rettungsdienst und in der ambulanten Pflege erhalten. Mit zwei separaten Impfstraßen soll das Impfzentrum dann seinen Betrieb aufnehmen.

Sorge in den Kitas, keine Probleme in den Schulen

Sorgen bereitet den Verantwortlichen die derzeitige Lage in den Kindertagesstätten. Laut Stadtdirektor Markus Schön sind die städtischen Kitas zu 30 Prozent ausgelastet, die konfessionellen Einrichtungen sogar zu 40 Prozent. „Die Quoten sind zu hoch. Sie sind nicht in Relation zu bringen mit den dringenden Appellen, die Kinder zu Hause zu lassen", sagt Schön. Über den Städtetag möchte er die Landesregierung auffordern, die Organisation des Kita-Betriebs zu überdenken. „Es ist völlig unstrittig, dass eine alleinerziehende Krankenschwester oder Eltern, die im Einzelhandel arbeiten, ihr Kind in die Kita geben müssen. Aber allen Eltern grundsätzlich die Wahlfreiheit zu überlassen, halte ich für fragwürdig", erklärt Schön. Als unproblematisch sieht er die Lage an den Schulen: Hier gebe es sehr niedrige Betreuungsquoten - zehn Prozent an Grundschulen, noch weniger in den Jahrgangsstufen 5 und 6.

Infektionszahlen sinken leicht, Zahl der Todesfälle steigt

Oberbürgermeister Frank Meyer berichtet als Leiter des Krisenstabs über die aktuelle Bewertung des Infektionsgeschehens. Die Woche habe gezeigt, dass die Situation „dynamisch" sei. Während die Infektionszahlen leicht sinken und in den Krankenhäusern etwas Entspannung eintritt, steigt die Zahl der Todesfälle stetig an. Dennoch werde der Krisenstab aktuell keine neuen Einschränkungen für Krefeld erlassen. „Wir wollen keinen Flickenteppich, sondern einheitliche Regeln. Wir werden uns aber weiter mit der Datenlage beschäftigen und mögliche Instrumente zum Infektionsschutz ausloten", betont Frank Meyer. Der Kommunale Ordnungsdienst, der aktuell in den Fußgängerzonen deutlich weniger zu tun hat, soll vermutlich bald für Kontrollen im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden.

 

Freitag, 15. Januar

Sieben-Tages-Inzidenz sinkt zum Ende der Woche unter 150

Weniger Infektionen, mehr Todesfälle: Die aktuelle Entwicklung beim Verlauf der Corona-Epidemie setzt sich auch am Ende der Woche fort. So sind drei weitere Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben - damit musste Krefeld alleine in dieser Woche 16 Todesfälle vermelden. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Personen Anfang 90, die beide im gleichen Seniorenheim gestorben sind. Ein weiterer Patient von rund 85 Jahren starb im Helios-Klinikum.

Mit 82 Neuinfektionen bis Freitag, 15. Januar, (Stand: 0 Uhr) vermeldet Krefeld zwar eine recht hohe Zahl an Ansteckungen. Doch der vom Robert-Koch-Institut ermittelte Wert der Neuinfektionen binnen sieben Tagen sinkt trotzdem weiter: Er liegt nun bei 147 pro 100.000 Einwohner (Vortag: 153). 750 Krefelder sind aktuell an Corona erkrankt (Vortag: 769), 5.249 gelten als genesen. Die Gesamtzahl positiver Tests seit Beginn der Epidemie liegt nun bei 6.085 (Vortag: 6.003). In den Krankenhäusern hat sich die Zahl der Corona-Patienten etwas reduziert: 58 Krefelder werden derzeit stationär in den hiesigen Kliniken behandelt, sieben von ihnen intensivmedizinisch. Fünf Personen müssen künstlich beatmet werden. 40.416 Erstabstriche wurden bis dato genommen, 594 Proben sind noch offen. 19.730-mal war eine Quarantäne fällig.

Der Kommunale Ordnungsdienst hat erneut fünf Passanten an den Haltestellen Rheinstraße und Hansa-Zentrum ohne Mund-Nase-Bedeckung angetroffen. Sie müssen jeweils ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen.

 

Donnerstag, 14. Januar

7-Tages-Inzidenz in Krefeld ist weiterhin leicht rückläufig

Die Entwicklung der Corona-Infektionen in Krefeld ist weiterhin leicht rückläufig. Nachdem die 7-Tages-Inzidenz zu Wochenanfang fast über den Wert von 200 gestiegen wäre, liegt sie nun bei 153 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Vortag: 166). Allerdings sind auch erneut zwei Todesfälle zu vermelden: Damit sind es für die laufende Woche bereits 13 Verstorbene. Die aktuellen Opfer der Pandemie sind eine fast 100-jährige Person, die in einem Seniorenheim gestorben ist, und ein Mensch Mitte 80, der im Helios-Klinikum seiner Erkrankung erlegen ist. Aktuell befinden sich noch 62 Krefelder stationär in den Krankenhäusern, sechs auf der Intensivstation, zwei werden beatmet.

In Krefeld sind aktuell noch 769 Personen mit Corona infiziert (Vortag: 814), 5.151 gelten als genesen. Die Gesamtzahl positiver Tests liegt nun bei 6.003 (Vortag: 5.967). Bis Donnerstag, 14. Januar, 0 Uhr sind also 36 neue Ansteckungen hinzugekommen. Im Diagnosezentrum wurden bis dato 40.331 Abstriche genommen, 593 sind in den Laboren noch offen. 18.795-mal war eine Quarantäne erforderlich oder wurde vom Gesundheitsamt angeraten.

Der Kommunale Ordnungsdienst traf am Mittwoch an der Haltestelle Rheinstraße auf eine 45-jährige Frau, die keine Mund-Nase-Bedeckung trug. Sie muss nun ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen.

 

Mittwoch, 13. Januar

Vier weitere Todesfälle in Kliniken und Seniorenheimen

Der zuletzt starke Anstieg der Neuinfektionen in Krefeld scheint sich aktuell etwas zu verlangsamen. Nach zwölf positiven Tests am Vortag meldet die Stadt bis Mittwoch, 13. Januar, (Stand: 0 Uhr) nun 38 weitere Ansteckungen. Für den Wert der 7-Tages-Inzidenz bedeutet dies einen nochmaligen Rückgang: Das Robert-Koch-Institut errechnet nun 166 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Dienstag: 174). 814 Krefelder sind mit dem Virus infiziert (Dienstag: 877), 5.072 gelten als genesen. Die Gesamtzahl positiver Tests steigt auf nunmehr 5.967 an.

Doch die deutlichen Zuwächse der vergangenen Wochen fordern ihren Tribut. Nach sieben Todesfällen am Vortag müssen auch für Mittwoch wieder vier Verstorbene gemeldet werden. Es handelt sich sämtlich um Personen im hohen Alter. Ein Mensch von 90 Jahren ist im Krankenhaus gestorben, drei weitere Personen im Alter von Mitte 80 bis Mitte 90 in drei verschiedenen Seniorenheimen.

Die Krankenhäuser behandeln aktuell etwas weniger Corona-Patienten: 65 Krefelder liegen mit Corona-Symptomen in den Kliniken, neun auf der Intensivstation, zwei werden beatmet. Bis dato wurden 40.259 Erstabstriche im Diagnosezentrum gezählt, 652 Proben sind noch offen. 17.921-mal war eine Quarantäne für Erkrankte und Kontaktpersonen fällig.

An der Kita Westwall ist ein Mitglied des Erzieherteams positiv auf Corona getestet worden. 13 Kinder und sechs Mitarbeitende, die als Kontaktpersonen der Kategorie I gelten, müssen für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

Der Kommunale Ordnungsdienst war auch am Dienstag in Krefeld unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen. Vier Personen hielten sich an den Haltestellen Rheinstraße und Hansa-Zentrum auf, ohne eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sie müssen nun 150 Euro Bußgeld zahlen.

 

Dienstagnachmittag, 12. Januar

Krefeld bereitet sich auf neue Szenarien vor

Angesichts der steigenden Zahl an Corona-Infektionen bereitet sich die Stadt Krefeld auf verschiedene Szenarien vor, weiter mit der Pandemie umzugehen. „Keiner kann sagen, wie sich die Lage in den nächsten Tagen entwickeln wird. Im Moment erleben wir Wellenbewegungen. Aber wenn die 7-Tages-Inzidenz über den Wert 200 steigen sollte, werden in Krefeld weitere Maßnahmen notwendig - eventuell auch schon vorher. Die Zahlen sind derzeit viel zu hoch", betont Oberbürgermeister Frank Meyer, Leiter des Corona-Krisenstabs.

Beruhigend sind derzeit noch die Nachrichten aus den Krankenhäusern. Trotz der hohen Zahl von derzeit 73 Krefelder Corona-Patienten sind bei Intensivbetten und Beatmungsgeräten Kapazitäten vorhanden, wie Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen erklärt: „Die Ärzte haben in den vergangenen Monaten viel dazu gelernt und versuchen, die letzte Stufe eines künstlichen Komas hinauszuzögern und Patienten so lange wie möglich schonend zu behandeln", sagt Lauxen.

Impfzentrum soll am 1. Februar in Betrieb gehen

Derweil bereitet sich die Stadt auf eine deutliche Ausweitung der Impfungen vor. Am 1. Februar soll das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz in Betrieb gehen. Bereits eine gute Woche vorher erhalten alle Krefelder Senioren über 80 Jahre einen Brief, mit dem sie aufgefordert werden, einen Termin für eine Impfung zu vereinbaren. Dies soll ab 25. Januar telefonisch möglich sein, kündigt Lauxen an. Bislang hätten die mobilen Impfteams in neun Senioreneinrichtungen schon alle Bewohner und Mitarbeiter mit Impfstoff versorgt, die zuvor in die Impfung eingewilligt haben. Weitere vier Heime sollen in dieser Woche an der Reihe sein.

Blick ins Klassenzimmer. Foto: Wokandapix / PixabayBlick ins Klassenzimmer.
Foto: Wokandapix / Pixabay

In den Kitas und Schulen in Krefeld ist der Neustart nach den Weihnachtsferien aus städtischer Sicht gut verlaufen. Die Appelle, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, scheinen zu fruchten. Laut Sonja Pommeranz, Leiterin des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, liege die Auslastung in den städtischen Kitas derzeit nur bei 25 bis 30 Prozent. Noch niedriger ist der Anteil an den Schulen: Die Betreuungsangebote in den Grundschulen werden aktuell nur von drei bis maximal 20 Prozent der Eltern genutzt, sagt Jürgen Maas, Leiter des Fachbereichs Schule. An den weiterführenden Schulen sei der Anteil vermutlich noch geringer.

Oberbürgermeister Frank Meyer tritt der Kritik entgegen, die Stadt Krefeld habe zur Unzeit die Maskenpflicht in der Innenstadt ausgesetzt. „Es ist das Privileg der Politik, einfach Forderungen zu stellen - als Verwaltung müssen wir uns jedoch an Recht und Gesetz halten." Bei geschlossenen Läden sei eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in Fußgängerzonen juristisch nicht haltbar: „Da kann ich mich als Oberbürgermeister nicht in Cowboy-Mentalität hinstellen und sagen: Mir egal, sollen die Leute doch klagen", stellt Frank Meyer klar.

Mit Unverständnis reagiert der Oberbürgermeister auch auf die mehrheitliche Ablehnung der Politik, Entscheidungsbefugnisse in den kommenden Wochen auf den Hauptausschuss zu übertragen. „Es trifft mich wirklich, dass hier unterstellt wird, es gehe hier um ein Instrument politischen Kalküls, um andere Mehrheiten herzustellen. Es handelt sich vielmehr um ein legitimes Verfahren, um das Risiko für die ehrenamtlichen Ratsmitglieder möglichst gering zu halten. Unter ihnen sind ältere Menschen, Kollegen mit Vorerkrankungen oder gesundheitlich vorbelasteten Angehörigen: Diese Menschen wollten wir aus dem Konflikt herausholen, ihre Mandatspflichten verletzen zu müssen, um die Gesundheit zu schützen."

 

Dienstag, 12. Januar

Stadt Krefeld meldet sieben weitere Todesfälle

In Krefeld sind sieben weitere Personen mit einer Corona-Infektion verstorben. Zwei der Todesfälle wurden in einem Seniorenheim verzeichnet und betreffen Menschen im Alter von 90 Jahren. Die Kliniken vermelden darüber hinaus fünf Verstorbene im Alter von Mitte 50, Anfang 70, Anfang 80, Mitte 80 und Anfang 90 Jahren. Über Vorerkrankungen ist nichts bekannt. Drei der Todesfälle haben sich bereits vor Weihnachten ereignet und wurden erst jetzt für die Statistik nachgemeldet.

Der Anstieg der Neuinfektionen hat sich von Montag, 11., auf Dienstag, 12. Januar, (Stand jeweils 0 Uhr) deutlich verlangsamt. Lediglich zwölf neue Ansteckungen wurden im Fachbereich Gesundheit verzeichnet. Allerdings sind weiterhin 877 Menschen (Montag: 872) mit dem Virus infiziert, 4.975 gelten weiterhin als genesen. Die Gesamtzahl positiver Tests stieg auf 5.929 an (Montag: 5.917). Die vom Robert-Koch-Institut berechnete Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sank von 193 auf 174 Fälle innerhalb der vergangenen sieben Tage.

In den Kliniken bleibt die Situation angespannt. Insgesamt werden nun 73 Krefelder mit Corona-Symptomen in den hiesigen Krankenhäusern behandelt, acht auf der Intensivstation, sechs von ihnen beatmet. 16.989 Menschen mussten bislang eine Quarantäne in Kauf nehmen. Im Diagnosezentrum ließen 40.117 Menschen einen Testabstrich nehmen, 550 dieser Proben sind bislang noch offen.

Der Kommunale Ordnungsdienst war in größerer Einsatzstärke und in enger Abstimmung mit der Polizei im Stadtgebiet unterwegs, um die Einhaltung der Ladenschließungen zu kontrollieren. Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. An der Haltestelle Rheinstraße verhängten die Ordnungskräfte zwei Bußgelder, weil Personen keine Maske trugen.

Im Zuge der Impfungen gegen das Corona-Virus sollen alle Krefelder Bürger über 80 Jahre bis 23. Januar einen Brief der Stadt erhalten. Zwei Tage später sind dann auch Terminvergaben für das Impfzentrum möglich. Die Stadt Krefeld hat sämtliche Informationen zum Thema Impfung übersichtlich auf der Homepage bereitgestellt. Sie finden sich im Bereich "Links".

Downloads