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„Check in Berufswelt" geht in die neunte Runde

„Die duale Ausbildung schafft Chancen", sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Und deshalb lädt auch in diesem Jahr die „Check in Berufswelt" alle Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 ein, sich über Ausbildungsberufe und duale Studiengänge zu informieren. Eine Vielzahl von Unternehmen in Krefeld, Mönchengladbach, im Kreis Viersen und im Rhein-Kreis Neuss öffnen hierfür an vier Nachmittagen im Juli ihre Türen: 4. Juli Krefeld, 5. Juli Rhein-Kreis Neuss, 9. Juli Mönchengladbach, 10. Juli Kreis Viersen, jeweils von 13 bis 17 Uhr. An den Veranstaltungstagen gewähren die Check-in-Unternehmen Einblicke in die berufliche Praxis mit Rundgängen durch den laufenden Betrieb, Mitmach-Aktionen und Gesprächen mit Ausbildern und Auszubildenden. „Im vergangenen Jahr nutzten 4300 Schüler in rund 230 Betrieben diese Gelegenheit", berichtet Steinmetz. Er hofft, auch in diesem Jahr mit der neunten Auflage von Check in Berufswelt wieder viele Jugendliche begeistern zu können.

Auch die Stadtverwaltung Krefeld ist bei Check-In dabei. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Auch die Stadtverwaltung Krefeld ist bei Check-In dabei.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Laut Steinmetz ist Check in Berufswelt ein wichtiges Instrument in der Berufsorientierung. „Der Fachkräftebedarf ist nach wie vor ein großes Thema", berichtet er. Befrage man die Unternehmen im IHK-Bezirk nach dem größten Konjunkturrisiko, stehe dieses Thema bei 40 Prozent der Betriebe an Position eins. Rund zwei Drittel der Unternehmen haben akuten Personalbedarf, von denen wiederrum die Hälfte ihn nicht zeitnah decken können, so Steinmetz. Wie er sieht auch Oberbürgermeister Frank Meyer den Nutzen der Check in-Tage für beide Seiten: „Krefeld braucht Fachkräfte-Nachwuchs, um auch in Zukunft ein international wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort zu bleiben. Ich freue mich daher, dass mit Check in Berufswelt im Jahr 2018 wieder eine großartige Chance geboten wird, die vielfältigen und spannenden Ausbildungsmöglichkeiten unserer Unternehmen kennen zu lernen. Sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Betriebe gilt: Mitmachen lohnt sich!"

Ein besonderes Anliegen ist es den regionalen Akteuren, den teilnehmenden Schülern auch Ausbildungsberufe näher zu bringen, die weniger angefragt sind und deshalb gute Chancen für eine Vermittlung bieten. Dazu zählen Ausbildungen in der Logistik oder in der Gastronomie, aber auch nach wie vor im Pflegebereich. Interessierte Unternehmen aus allen Branchen können sich noch bis 15. Mai zur Teilnahme anmelden und in den Check-in-Medien ihr Profil als Ausbildungsbetrieb veröffentlichen.

Beokalender gibt weitere Auskünfte

„Über das Check-in-Format hinaus bieten wir noch weitere Initiativen in Sachen Berufsorientierung", berichtet Petra Pigerl-Radtke, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung der IHK. „Die aktuellen Veranstaltungen haben wir ab sofort in einem digitalen Veranstaltungskalender für den Kammerbezirk abgebildet", sagt sie. Unter Im Beokalender (beo steht für Berufsorientierung) sind hier unter anderem Maßnahmen wie KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss), Veranstaltungen in der Agentur für Arbeit oder in Schulen zu finden, wobei ein Filtern nach Kategorien und Orten möglich ist. Eine weitere Neuheit ist der „beocube", ein quadratischer Kartonwürfel, der als Lehr- und Lernmittel durch die grafische und inhaltliche Gestaltung der Außenseiten das aufeinander aufbauende Zusammenwirken der Maßnahmen zur Berufsorientierung erläutert. Er soll sowohl in der Kommunikation mit Ausbildungsunternehmen wie auch in Schulen eingesetzt werden.