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Dritte Bürger- und Passantenbefragung läuft

Zuletzt geändert: 27.09.2018 13:04:17 CEDT

Bereits zum dritten Mal nach 2012 und 2015 führt das Krefelder Stadtmarketing in Kooperation mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein (IAW) unter Leitung von Professor Harald Vergossen eine kombinierte Bürger- und Passantenbefragung durch.

2500 Krefelder erhalten in diesen Tagen Post von der Stadt. Dabei liegt ein neunseitiger Fragebogen, der bis zum 31. Oktober an das IAW per Freiumschlag zurückgeschickt werden soll. Wer mag, kann die Antworten auch online unter www.umfrageonline.com/s/ce3b57c geben. Auch Krefelder, die nicht angeschrieben werden, können sich bis zum Stichtag unter dem Link beteiligen. Damit das IAW kontrollieren kann, ob es sie auch wirklich gibt, müssen sie sich mit ihren persönlichen Daten anmelden. Sie, aber auch alle anderen, bleiben vollkommen anonym. Die Antworten können nicht auf die befragte Person zurückverfolgt werden.

Die Neusser Straße Richtung Südwall. Auf der rechten Seite ist die Brauerei Wienges zu sehen. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Die Neusser Straße Richtung Südwall. Auf der rechten Seite ist die Brauerei Wienges zu sehen.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Vom 26. bis 29. September stehen zusätzlich zehn Studierende an sieben Standorten in der Innenstadt, um Passanten zu befragen. Diese Befragung, bei der zuletzt Besucher von außerhalb einen Anteil von rund 30 Prozent ausmachten und die seit 1997 zum achten Mal durchgeführt wird, ist komprimiert: Der Bogen umfasst 15 Fragen. Anvisiert werden hier 1000 Befragungen.

Passanten und Bürger sollen sich unter anderem zu Events, zum Erscheinungsbild, zum gastronomischen Angebot, zum Einzelhandel, zur Erreichbarkeit und zur Aufenthaltsdauer in der Innenstadt äußern können. „Da wir auch wissen wollen, wie unsere Arbeit ankommt, widmen wir uns diesmal auch dem Krefelder Perspektivwechsel und zusätzlich der Digitalisierung im Handel", sagt Uli Cloos, Chef des Stadtmarketings. Er weiß mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld, der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein sowie den Handelsverband NRW Krefeld-Kempen-Viersen starke Partner um sich, die alle Interesse an den Daten haben, die im Januar vorliegen werden. Die Einschätzung und das Meinungsbild sind als Orientierung für die Arbeit der Stadtverwaltung in den Bereichen Bau und Stadtplanung, Stadtmarketing ebenso wie für Handel und weitere Innenstadtakteure von Bedeutung. Die Bürger- und Passantenbefragung hilft dabei, die Anliegen der Bürger besser berücksichtigen zu können.

Das Café Extrablatt am Neumarkt. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Das Café Extrablatt am Neumarkt.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Vergossen: „Wir hoffen auf einen ähnlich guten Rücklauf wie in den vorangegangenen Befragungen. 2015 kamen 800 Bögen zurück, das ist eine sehr gute Quote. Die 2500 Krefelder, die wir anschreiben, sind per Zufallsgenerator aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt worden, decken alle Bevölkerungsgruppen ab und stammen aus allen Ecken Krefelds. Dadurch erhalten wir repräsentative Ergebnisse. Zusammen mit dem Bild von Menschen, die wir in der Innenstadt antreffen, erreichen wir einen interessanter Spannungsbogen." Interessant wird es auch dadurch, dass die Passantenbefragung des Instituts für Handelsforschung integriert wurde. Sie macht die Ergebnisse im Rahmen der Studie „Vitale Innenstädte" vergleichbar.

„Wir erhoffen uns Daten zu den sogenannten weichen Standortfaktoren. Zahlreiche Unternehmen legen im Rahmen ihrer Suche nach Fachkräften mittlerweile viel Wert darauf, dass sich ihre Mitarbeiter wohlfühlen", nennt Holger Leroy von der WFG eine weitere Verwendung. Matthias Pusch von der IHK erhofft sich dagegen vor allem bei den Fragen zum digitalen Handel aufschlussreiche Antworten. „Sie erleichtern uns die Ansprache zu Händlern und Dienstleistern."