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Bürger und Stadt arbeiten gemeinsam in Planungswerkstatt Niepkuhlen

Veröffentlicht am: 15.06.2022

Planungsworkshop Niepkuhlen
Umweltdezernentin Sabine Lauxen und Moderator Dr. Mario Sommerhäuser bei der Begrüßung der Begrüßung der Bürgerinnen und Bürger. Vorne links im Bild: Gutachter Dr. Reinhold Strotmann.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Teilnehmer brachten auf Kliedter Hof Ideen zu den „Kullen" ein

Rund 50 Krefelder Bürger durfte Umweltdezernentin Sabine Lauxen auf dem Kliedter Hof der Familie Schulte-Bockholt am Papendyk zur ersten Niepkuhlen-Planungswerkstatt begrüßen. Gemeinsam mit den Anliegern und weiteren Interessierten will die Stadtverwaltung den beliebten Gewässerzug im Nordosten der Stadt an die klimatischen Veränderungen anpassen und eine Gestaltung so umsetzen, dass die Niepkuhlen ohne die künstliche Zuleitung von Wasser eine Zukunft haben. Bei der ersten Planungswerkstatt haben die Bürger in Arbeitsgruppen die Besonderheiten der einzelnen „Kullen" von Holtmoers im Süden bis zur Kull „Fischerheim" im Norden ausgearbeitet und definiert, welche Aspekte für die jeweiligen Gewässer zukünftig wichtig sein sollen.

Erste Planungswerkstatt war ein guter Auftakt

Umweltdezernentin Sabine Lauxen zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der dreistündigen Veranstaltung: „Die erste Planungswerkstatt war ein sehr guter Auftakt, der uns als Verwaltung viele gute Hinweise gegeben hat. Die Vielzahl der Beteiligungen an diesem Format macht deutlich, dass den Bürgern die Niepkuhlen am Herzen liegen. Sie wollen sich einbringen, sind aber auch bereit, das fachliche Urteil der Gutachter zu hören und zu beachten. Die Art, wie wir als Verwaltung hier mit den Bürgern Projekte entwickeln, ist am Ende für alle Beteiligten gewinnbringend. Auf diese Weise sind gegenseitiges Verständnis und Vertrauen für die weitere Arbeit gewachsen."

Planungswerkstatt nächster Schritt der intensiven Bürgerbeteiligung

Das Projektteam Niepkuhlen aus Vertretern der Stadtverwaltung und aus Hydrogeologen, Gewässerökologen und Landschaftsplanern verfolgt gemeinsam das Ziel, das Naturschutzgebiet Niepkuhlen unter Berücksichtigung klimatischer Veränderungen nachhaltig zu entwickeln. Mit den erfolgten Untersuchungen im Bereich von Holtmoers bis Fischerheim liegt erstmals eine ganzheitliche Betrachtung der Niepkuhlen vor. Nach dem Format der Niepkuhlen-Spaziergänge war die Planungswerkstatt der nächste Schritt der intensiven Bürgerbeteiligung.

Fachleute präsentierten Ergebnisse zu den Kullen

Die Moderation lag am Abend in der Scheune des Kliedter Hofes in den Händen von Dr. Mario Sommerhäuser von der Emschergenossenschaft. Nach einer Einleitung von Sabine Lauxen trugen die Gutachter Dr. Klaus van de Weyer für den Bereich Flora und Fauna sowie Dr. Reinhold Strotmann für den Bereich Hydrogeologie vor. Beide stellten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen an den Niepkuhlen vor und boten den Bürgern Gelegenheit für Rückfragen. Klaus van de Weyer wies dabei auf die besondere Verbindung der Fischart Bitterling und der Teichmuschel im Gewässerzug hin. Er stellte auf Basis seiner Untersuchungen dar, welche Tiere und Pflanzen in welcher Kull noch vorkommen und wie die ökologische Bewertung ausfällt. Reinhold Strotmann machte unter anderem deutlich, dass die Wasserstände der Niepkuhlen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder starken Schwankungen unterlegen waren. Tendenziell würden die Niepkuhlen wegen der erwarteten längeren Trockenphasen häufiger trockenfallen können, teilte Strotmann mit.

Bürger konnten hinweisen für weitere Gestaltungsaspekte geben

Nach diesen Informationen bildeten sich vier Gruppen mit jeweils zehn bis 15 Bürgern für einen intensiveren Austausch zu einzelnen Kullen und Aspekten wie Hydrologie, Ökologie, Artenschutz, Naherholung und Anwohnerschaft. Diese Gruppen wurden vom erweiterten Projektteam moderiert, unter anderem von Kathrin Gardner, Leiterin des Fachbereichs Umwelt. In diesen Projektgruppen gab es etwa Hinweise auf Fledermauspopulationen, auf Nutriapopulation sowie Muschelvorkommen. Die Bürger konnten auch darauf hinweisen, welche Gestaltungsaspekte im weiteren Prozess bei den jeweiligen Kullen besondere Berücksichtigung finden sollen. Im Herbst soll es eine weitere Planungswerkstatt geben, zu der die Verwaltung erneut einladen wird. Dann geht es an die weitere Ausgestaltung der einzelnen Kullen.

 

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