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Breitbandnetz wird in Krefeld mit Glasfaserleitungen weiter ausgebaut

Das Breitbandnetz wird in den kommenden Jahren in Krefeld mit Glasfaserleitungen weiter ausgebaut. Unternehmen und Bürger sollen so einen Zugang zum schnellen Internet erhalten. „Schnelles Internet gehört heute zur Wohn- und Lebensqualität", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. Unternehmen und auch Schulen, hier im Zusammenhang mit dem Programm „Gute Schule 2020", haben besondere Ansprüche. „Das können wir nicht allein dem Markt überlassen", so Meyer. Deshalb hat die Stadtverwaltung mit Fördermitteln des Bundes ein Düsseldorfer Unternehmen beauftragt, die wesentlichen Basisdaten zu ermitteln. Nun konnte ein Fazit des bisherigen Projektverlaufs gezogen werden: Von 52 040 Adressen in Krefeld sind demnach 1208 Gebäudeadressen noch unterversorgt, unter anderem in Forstwald, Hüls, verschiedenen Gewerbegebieten und dem Hafengebiet.

Der Ausbau des Breitbandnetzes in Krefeld wird vorangetrieben: Oberbürgermeister Frank Meyer stellte zusammen mit Andreas Mescheder (Zweiter von links) und Alexander Reinartz (Zweiter von rechts) von der Firma Micus sowie Hans-Joachim Hofer (rechts) aus dem Fachbereich Tiefbau die Pläne vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Der Ausbau des Breitbandnetzes in Krefeld wird vorangetrieben: Oberbürgermeister Frank
Meyer stellte zusammen mit Andreas Mescheder (Zweiter von links) und Alexander Reinartz
(Zweiter von rechts) von der Firma Micus sowie Hans-Joachim Hofer (rechts) aus dem
Fachbereich Tiefbau die Pläne vor.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

„Mit Blick auf mögliche Unternehmensansiedlungen ist der Anschluss des Hafens sehr wichtig", betont Oberbürgermeister Frank Meyer. Private Haushalte und Unternehmen sollen dann schnelle Glasfaseranschlüsse erhalten. Zurzeit liegen einige Bereiche unter 30 Megabit pro Sekunde und fallen deshalb in die Förderung. Die nun vorliegenden Daten werden für den Förderantrag benötigt, der Ende September beim Bund eingereicht werden soll. Dabei soll für die Realisierung durch ein Telekommunikationsunternehmen ein Zuschuss zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke favorisiert werden. Bei einer Zusage würde der Ausbau des Glasfasernetzes durch Bund und Land zu 100 Prozent gefördert. Das Düsseldorfer Unternehmen geht für die 201 Kilometer zu verlegenden Leitungen von Kosten in Höhe von 12,3 Millionen Euro aus. Sofern alle vorgeschalteten Verfahrensschritte zeitnah erfolgen, könnte mit den Bauarbeiten dann frühestens Mitte 2018 begonnen werden. Wenn die politischen Gremien im Lauf des Jahres ferner zustimmen, soll zudem Ende 2017 ein Breitband-Koordinator für Krefeld - ebenfalls finanziert durch Fördermittel - für drei Jahre als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Unternehmen, Schulen und Haushalten tätig werden.