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Bauhausjahr in Krefeld: Virtuelle Welten bei „Gelebte Wohnungen“

Zuletzt geändert: 07.03.2019 16:34:50 CET

Im Bauhausjahr richtet sich in Krefeld der Blick nicht nur auf, sondern auch in die Architektur. „Gelebte Wohnungen" - so heißt ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtmarketings und der Hochschule Niederrhein, das in den kommenden Monaten an diversen Stationen in der Stadt ausprobiert werden kann. Studenten des Fachbereichs Elektrotechnik haben dafür fünf real existierende Häuser mit erkennbaren Wurzeln im Bauhaus bis zur Studentenbude in eine virtuelle Welt (Virtual Reality) transferiert. Mittels einer VR-Brille können die Nutzer sich diese privaten Räume nun anschauen. „Gelebte Wohnungen" ist eines von zahlreichen Projekten, die unter dem Titel „Baukultur Krefeld" 2019 stattfinden.

Stellen das Projekt vor (v.l.): Uli Cloos, Fachbereichsleiter Stadtmarketing, Professor Thomas Meuser und Projektleiter Mark Hloch zusammen mit Mitarbeiterinnen des Stadtmarketings und den Studierenden. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Stellen das Projekt vor: Uli Cloos, Fachbereichsleiter Stadtmarketing, Projektleiter Mark Hloch und Professor Thomas Meuser zusammen mit Mitarbeiterinnen des Stadtmarketings und den Studierenden. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Projektleiter Mark Hloch und das studentische Team „Virtual Reality" am Fachbereich Elektrotechnik arbeiteten weit über ein Jahr an den verschiedenen Wohnobjekten. Die Studierenden investierten dabei ihre Freizeit. Neben dem Spaß verband das Vorhaben die praktische Anwendung ihres Wissens gekoppelt mit dem Anspruch an eine hohe Qualität bei der Umsetzung. „Hier haben wir eine spannende Brücke zwischen Technik und Architektur. Das war schon eine Herausforderung", sagt Hloch. „Wir haben uns mehrere Häuser und Wohnungen angeschaut", berichtet der Projektleiter. Anhand der dort entstandenen Fotos schufen die Studenten die virtuellen Welten. Dabei haben sie die Wohnungen jedoch nicht bis ins letzte Detail rekonstruiert, etwas Privatsphäre sollte erhalten bleiben.

„Die Studenten haben alles sehr professionell gemacht", resümiert Uli Cloos. Der Leiter des Fachbereichs Stadtmarketing unterstrich bei der Vorstellung die Bedeutung der Hochschule als wichtigen Standortfaktor für Krefeld. „Gelebtes Wohnen" soll nun die an der Hochschule vorhandene Kompetenz in die Stadt hinein vermitteln. „Das Projekt ist für uns in seiner Wirkung nach innen und außen sehr wichtig", betont Dekan Professor Thomas Meuser. Als technischer Fachbereich sei es unheimlich schwierig, die Bürger zu erreichen. Bei den einzelnen Stationen können sie sich die Krefelder nun selbst ein Bild von der Leistung der Studenten machen. „Dieses Projekt ist ein Eintrittstor für uns", so Meuser.

„Die Stationen wandern in den kommenden Monaten durch die Stadt", so Cloos. Los geht es bereits am 7. März, dann können Bürger im Kino „Primus Palast" an der Lewerentzstraße bis zum 10. März in die virtuelle Welt eintauchen. Die nächsten Stationen sind: am 27. April das Kirschblütenfest auf dem Alexanderplatz, am 11. Mai anlässlich des Städtebautages auf dem Südwall, am 29. Mai beim Campus Fest der Hochschule Niederrhein, vom 14. bis 16. Juni bei „Kultur findet Stadt" in der Krefelder Innenstadt, am 7. Juli während des Radwandertages im Mies-von-der-Rohe Businesspark an der Girmesgath, vom 9. bis 10. August im Rathaus.