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Bauhaus: Frauenklasse - Klasse-Frauen

Zuletzt geändert: 10.04.2019 15:18:40 CEDT

Unter dem Motto „Bauhaus: Frauenklasse - Klasse Frauen" haben sich die Leiterinnen verschiedener Kultureinrichtungen, der Volkshochschule und der Gleichstellungsstelle Krefeld zusammengeschlossen. Seit Ende März bis Ende 2019 nehmen sie anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Avantgardeschule mit Lesungen und Ausstellungen die Frauen des Bauhauses und deren künstlerisches Schaffen in den Blick, um ihren Stellenwert damals und heute sichtbar zu machen.

Unter dem Motto Bauhaus: Frauenklasse - Klasse-Frauen haben sich die Leiterinnen verschiedener Kultureinrichtungen, der VHS und der Gleichstellungsstelle Krefeld zusammengeschlossen. Beteiligt sind (von links) vom Niederrheinisches Literaturhaus Anette Ostrowski, vom Haus der Seidenkultur Dr. Ulrike Denter, von der Gleichstellungstelle Heike Hinsen, von der Mediothek Evelyn Buchholz und von der Volkshochschule Dr. Inge Röhnelt. Es fehlen von den Kunstmuseen Dr. Sylvia Martin und vom Deutschen Textilmuseum Dr. Paetz genannt Schieck. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
Unter dem Motto Bauhaus: Frauenklasse - Klasse-Frauen haben sich die Leiterinnen
verschiedener Kultureinrichtungen, der VHS und der Gleichstellungsstelle Krefeld
zusammengeschlossen. Beteiligt sind (von links) vom Niederrheinisches Literaturhaus Anette
Ostrowski, vom Haus der Seidenkultur Dr. Ulrike Denter, von der Gleichstellungstelle Heike
Hinsen, von der Mediothek Evelyn Buchholtz und von der Volkshochschule Dr. Inge Röhnelt.
Es fehlen von den Kunstmuseen Dr. Sylvia Martin und vom Deutschen Textilmuseum Dr. Paetz
genannt Schieck. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Einige der Frauen am Bauhaus hatten auch eine besondere Beziehung zu Krefeld: Die gebürtige Uerdingerin Betina Koch-Otte und die Münchenerin Gunta Stölzl gehörten zu den begabtesten Studentinnen der Weberei. Sie kamen in den 1920er-Jahren zweimal nach Krefeld, um hier zu lernen. Die jungen Frauen eigneten sich das Wissen über Färbereimethoden in der Samt- und Seidenstadt an und transferierten das Erlernte direkt in die Arbeit am Bauhaus. Nach ihnen kamen weitere Studentinnen, die auf diesem Weg neue Erkenntnisse gewannen. Die Zeit der „Bauhäuslerinnen" endete erst 1971 mit dem Ruhestand von Elisabeth Kadow. Sie leitet bis dahin die gesamte Gestaltungsabteilung der Textilingenieurschule.

Als nächste Veranstaltung in der Reihe „Bauhaus: Frauenklasse - Klasse Frauen" steht am Dienstag, 7. Mai, um 20 Uhr die Lesung „Die Frauen vom Savignyplatz" mit der Autorin Joan Weng im Niederrheinisches Literaturhaus Krefeld an der Gutenbergstraße 21 auf dem Programm. Die Ausstellung „Pioniere der Textilgestaltung" wird ab Sonntag, 19. Mai, im Haus der Seidenkultur an der Luisenstraße 15 gezeigt. Die Ausstellung widmet sich schwerpunktmäßig dem Lebenswerk der einst an der Textilingenieurschule lehrenden Bauhaus-Absolventinnen Elisabeth Kadow und Immeke Mitscherlich.