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2019-09-12: Austausch von Kunststoffgranulat gegen Quarzsand

Zuletzt geändert: 17.09.2019 14:43:41 CEDT

Der Fachbereich Sport und Sportförderung setzt in Sachen Kunstrasen-Sanierung auf Quarzsand statt auf Kunststoffgranulat, obwohl es bislang kein Verbot dieser Kunstrasenplätze gebe und das nach Aussage der European Chemicals Agency (ECHA) auch nicht verfolgt wird. Die ECHA verfolge dagegen eher das Ziel, wie der Austrag von umweltschädlichem Mikroplastik in die Umwelt verringert werden könne. „Die ECHA weist zudem darauf hin, dass der Spielbetrieb mit bestehenden Anlagen und Belägen weiter fortgesetzt werden könne. (...) Festzuhalten ist, dass derzeit keine Entscheidung über ein Verbot vorbereitet wird, oder bereits getroffen wurde oder Übergangsfristen für den Einsatz von Kunststoffgranulaten auf Sportplätzen festgelegt wurden", heißt es in der Vorlage 7653/19, die am 26. September dem Sportausschuss vorgelegt wird.

Der Kunstrasen-Platz am Hölschen Dyk Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Der Kunstrasen-Platz am Hölschen Dyk
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Darin wird die Situation der Krefelder Kunstrasenplätze aufgezeigt. Für das älteste Kunstrasenfeld im Sportpark Oppum (Baujahr 2001) erfolgt derzeit die Planung für eine Erneuerung mit Sandverfüllung. In Fischeln wurde das Gummigranulat aus dem Großspielfeld (aus 2008) im Juli 2019 in großen Teilen gegen Sand ausgetauscht. Wegen der großen Hitze in 2018 und 2019 war es verklumpt. Das Kleinspielfeld (ebenfalls 2008) ist in einem mangelhaften Zustand und derzeit nicht bespielbar. Im Falle einer Erneuerung würde das Spielfeld mit Sand aufgefüllt. Das beim Großspielfeld im Grotenburgstadion verwandte Gummigranulat (aus 2009) ist ebenfalls verklumpt gewesen und wurde im Juli 2019 in großen Teilen gegen Sand ausgetauscht. Auf dem Großspielfeld in Bockum wurde erst im vergangenen Jahr Kunstrasen neu verlegt und mit Kunststoffgranulat befüllt. Es befindet sich in einem sehr guten Zustand. Anders das Kleinspielfeld (aus 2010), dessen Zustand mangelhaft ist.

Kosten sind bislang unbekannt

Der TSV Bockum plant eine Erneuerung mit einer Sandfüllung. Das Kleinspielfeld in Linn ist mit Kunststoffgranulat gefüllt und in einem befriedigenden Zustand, ebenso wie das Kleinspielfeld auf dem Gelände der Hauptfeuer- und Rettungswache aus dem Jahr 2015. Aus dem gleichen Jahr stammt der Kunstrasen in Hüls. Das Großspielfeld ist mit Kunststoffgranulat verfüllt und in einem sehr guten Zustand. Kosten für den Austausch können nur geschätzt werden, da die Rechnungen für die schon erfolgten Maßnahmen noch nicht vorliegen. Zudem ist eine Bezifferung der Kosten schwierig, da die Menge des auszutauschenden und zu entsorgenden Kunststoffgranulats diese wesentlich beeinflusst. Schätzungen gehen von 100.000 Euro für die bisherigen Austausche aus.

Bei den in Planung befindlichen Kunstrasenplätzen (Horkesgath, Fertigstellung in 2020; Hubert-Houben, 2021; Gladbacher Straße, 2021; und Sprödental, 2023; sowie im Covestro-Sportpark) wird eine Sandfüllung vorgesehen.