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Ausstellung „Shaped Figure“ ab 3. Mai im Kunstverein Krefeld

Zuletzt geändert: 06.05.2019 16:45:03 CEDT

Die Ausstellung „Shaped Figure" im Kunstverein Krefeld präsentiert Maler, die nicht das klassische Quadrat verwenden. Die Formate sind skulptural, figurativ geformt und naturalistisch bemalt. „Die Werke befinden sich an der Schnittstelle zwischen Malerei und Plastik", so Kurator Wilko Austermann. Er hat für das Haus am Westwall junge Positionen von Stefan Bircheneder, Robert Brambora, Thorben Eggers, Carolin Eidner, Vivian Greven, Astrid Styma und Roy Mordechay ausgesucht. Die Eröffnung ist am Freitag, 3. Mai, um 19 Uhr. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem MMIII Kunstverein Mönchengladbach statt und ist Teil des „Zukunftslabors Kunstverein".

Astrid Styma gemaltes Kunstwerk von sechs Auf- und Ansichten einer kauernden nackten Frau, die zu einer Installation verbunden sind.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Astrid Styma gemaltes Kunstwerk von sechs Auf- und Ansichten einer kauernden nackten Frau, die zu einer Installation verbunden sind.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Kunstverein Krefeld präsentiert Maler, die nicht das klassische Quadrat verwenden

Mit der Wahrnehmung der Betrachter spielen vor allem Roy Mordechay (Erdgeschoss) und Stefan Bircheneder (Obergeschoss): Mordechay gaukelt mit zwei Positionen Schwere vor. Doch der grau-schwarze Block und die an südamerikanische Kultfiguren erinnernde Skulptur bestehen aus Styropor. Ähnlich irritiert Stefan Bircheneder den Besucher. Sein Spint suggeriert verrostetes Blech, ein Relikt der Industrielaisierung. „Er spielt mit den verschiedenen Realitäten, was ist gemalt, was real", so Austermann. Denn die massiv anmutenden Spintwände bestehen lediglich aus Leinwand. Das „Denkmal (gelb)", so der Titel, stehe symbolisch für den Arbeiter, der in den heutigen Produktionsabläufen anonym seinem Tagewerk nachgeht. „Meine Arbeiten beschäftigen sich immer mit der Industrie", sagt Bircheneder. Der Spint verkörpere für Bircheneder den Teil der Fabrik, die dem Arbeiter noch gehört, seine Privatsphäre.

In den Arbeiten von Thorben Eggers und Astrid Styma in großen Raum im Obergeschoss steht die Frau im Mittelpunkt. „Eggers sucht nach Bildern im Internet und Zeitschriften, die er in geometrische Bildelemente aufteilt", so der Kurator. Aus Screenshots, Einzelaufnahmen vom PC-Monitor mit Motiven aus dem Internet, überträgt der Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie seine Themen in Malerei. Wobei er das klassische Quadrat einer Leinwand aufbricht und die Flächen verschachtelt und verschiebt. Eine hervorragende Verbindung ergibt sich mit einem zentralen Werk von Astrid Styma, die ebenso an der Kunstakademie studierte. Sie hat gemalte sechs Auf- und Ansichten einer kauernden nackten Frau zu einer Installation verbunden.

Aus Screenshots, Einzelaufnahmen vom PC-Monitor mit Motiven aus dem Internet, überträgt der Künstler Thorben Eggers seine Themen in Malerei. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Aus Screenshots, Einzelaufnahmen vom PC-Monitor mit Motiven aus dem Internet, überträgt der Künstler Thorben Eggers seine Themen in Malerei.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Kostenfreie Workshops der Kunstvereine Krefeld und Mönchengladbach

Im Zusammenhang mit dieser und einer folgenden Ausstellungen in den beiden Kunstvereinen in Krefeld und Mönchengladbach finden zwei kostenfreie Veranstaltungen des „Zukunftslabors Kunstverein" statt. „In zwei Open-Space-Workshops am 25. Mai und am 14. September im MMIII Kunstverein Mönchengladbach wollen wir den Kunstverein neu denken", so Austermann. Ziel sei es, Menschen für ein Engagement in einem Kunstverein zu begeistern. Neben den beteiligten Künstlern sind Kunstinteressierte aus der Region zur Teilnahme eingeladen. Nach einem Brainstorming und einem Expertenaustausch sollen in Kleingruppen Entwicklungen und Lösungen diskutiert und erarbeitet werden, um sie in einer Abschlussrunde zu präsentieren.

Die Teilnahme an den Workshops samt Verpflegung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter dem Link des Kunstvereins Mönchengladbach. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 10 Uhr und enden um 17 Uhr im Kunstverein Mönchengladbach, Künkelstraße 125, in Mönchengladbach-Eicken. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 50 Personen begrenzt. Das Projekt wird von den Kulturbüros in Krefeld und Mönchengladbach, vom Landschaftsverband Rheinland sowie dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert.

Der Eintritt zur Ausstellung „Shaped Figure" im Kunstverein Krefeld ist kostenfrei.