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2018-03-06: "Ideen für nachhaltigen Konsum" in der VHS

Zuletzt geändert: 24.04.2018 08:30:15 CEDT

Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeigt die Volkshochschule (VHS) im Foyer ihres Hauses am Von-der-Leyen-Platz 2 noch bis Donnerstag, 22. März, die Ausstellung „Einfach machen! Ideen für nachhaltigen Konsum". Die Besucher erleben interaktiv, wie nachhaltiger - also umweltfreundlicher und sozialverträglicher - Konsum aussehen kann.

Module thematisieren Konsumbereiche

Insgesamt sechs Module mit Mitmachelementen thematisieren verschiedene Konsumbereiche und stellen sehr konkret alltagstaugliche Lösungen für den verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit Verbrauchsgütern vor. Auch sind die Besucher eingeladen, eigene Tipps und Kommentare zu hinterlassen. „Als Bildungsinstitut haben wir mit der Ausstellung eine gute Möglichkeit, das gesellschaftspolitische Thema Nachhaltigkeit für alle Altersgruppen verständlich zu präsentieren", sagt Ulrike Schoppmeyer, Leiterin des VHS-Bereichs Naturwissenschaften.

Ausstellung wurde bereits in 14 Kommunen gezeigt

Caroline Pilling, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale freut sich, dass die Ideen für nachhaltigen Konsum im täglich gut besuchten VHS-Haus möglichst viele Menschen erreichen. „Die Ausstellung ist zum einen eine Aufforderung an die Verbraucher, einfach umzusetzen, was einfach durchführbar ist, andererseits verstehen wir sie auch als Forderung an Wirtschaft und Politik, nachhaltigen Konsum durch die Gestaltung entsprechender Rahmenbedingungen zu vereinfachen", sagt sie. Seit 2016 wurde die Ausstellung „Einfach machen!" bereits in 14 Kommunen gezeigt.

Nicht viel Zeit nötig

Die Einladung zur Interaktion richtet sich an Neugierige, auch wenn sie nur wenig Zeit mitbringen und beispielsweise eine Wartezeit in der VHS überbrücken oder die Ausstellung als Passant besuchen. Jedes der sechs Module aus den Lebenswelten Essen & Genießen, Wohnen & Einrichten, Kleidung & Mode, Arbeiten & Lernen, Freizeit & unterwegs sein bietet Mitmachelemente an. Das Modul 0 gibt zunächst eine Einführung in das Thema Nachhaltiger Konsum. Modul 1 thematisiert die regionale und saisonale Ernährung. Die Besucher erfahren, wann welche Obst- und Gemüsesorten wachsen und dass auch Nordrhein-Westfalen eine Vielfalt an Lebensmitteln aus den Regionen bietet. Zu erraten gilt es, welches der abgebildeten Gerichte in welche Saison passt. Beim Modul 2 „Wohnen und Einrichten" geht es um Beleuchtung, Umweltlabels, Belüftung und Upcycling, Tauschen und Verschenken. Die Kernaussage, dass der Mensch 90 Prozent seiner Besitztümer weniger als eine Stunde im Monat nutzt, führt zu verschiedenen Umdenkprozessen: Produkte länger nutzen, leihen, teilen und tauschen, auf wichtige Umweltlabel achten, sparsame Beleuchtung einsetzen, richtig heizen und lüften. Das Modul beinhaltet unter anderem ein Tauschregal. Die Besucher können hier etwas mitnehmen und auch etwas zuhause Überflüssiges da lassen und so das Prinzip des Tauschens praktizieren.

„To-Go Verpackungen": Ein großes Übel

Die dritte Station zeigt die Produktionskette von Kleidung, Fakten zum Textilkonsum und Textil-Label. Auf sieben T-Shirts sind Informationen zur Produktionskette von Kleidung dargestellt und welche Umwelt- und sozialen Probleme hier gegeben sind. Um der ungerechten Lohnverteilung bei der Textilproduktion entgegenzuwirken, sind Handlungsalternativen zum Kauf konventioneller Kleidung aufgezählt. In zwei herausziehbaren Schubladen finden die Ausstellungsbesucher an Modul 4 Tipps für das ressourcensparende Büro, von Recyclingpapier über Energiesparen bis hin zum Weglassen von „To-Go Verpackungen" in der Mittagspause. Mit zum Modul gehört eine „Handybox", in die Gäste ihre alten Mobiltelefone einwerfen können, damit dieser Elektroschrott einem sachgemäßen Recycling zugeführt werden kann. Bei Modul 5 gibt es Hinweise und Anregungen, wenn es um Reisen und Alltagsmobilität, Spielzeug und Garten geht: Lieber immaterielle Geschenke machen, anstatt in Konsumrausch zu verfallen, im Garten torffreie Erde und natürliche Dünger verwenden oder einfach für kurze Strecken vom Auto aufs Fahrrad wechseln. Als interaktiven Teil beinhaltet das Modul einen „Wunschbaum", dessen Blätter die Besucher durch ihre eigenen Anregungen, Ideen und durch Feedback hinzufügen können.