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2018-02-07: Arndt und Fichte verschmelzen miteinander

Zuletzt geändert: 06.03.2018 11:41:53 CET

Der Rat der Stadt Krefeld hat die endgültige Auflösung des Fichte-Gymnasiums und die Einrichtung eines Nebenstandorts für das Arndt-Gymnasium zum 1. August beschlossen. Damit entspricht er dem Wunsch der beiden Schulen, die diesen im Rahmen ihres intensiven und engagierten Kooperationsprozesses so formuliert haben. Im Zuge der Schließung des Fichte wird gemeinsam mit dem Arndt-Gymnasium ein neues Innenstadt-Gymnasium entstehen, das im Laufe des Konzeptionsprozesses auch einen neuen Namen erhalten soll. Die Fichte-Schüler werden damit automatisch zu Schülern des Arndt. Den Eltern steht es frei, bei Bedarf andere Schulplätze zu suchen. Das Gebäude des Fichte an der Lindenstraße bleibt in schulischer Nutzung. Da das Arndt-Gymnasium nicht über ausreichende räumliche Kapazitäten verfügt, bekommt es das Fichte-Gebäude dauerhaft als Nebenstandort dazu. Dabei sollen die Jahrgänge 5 bis 8 dann ab 1. August an der Dionysiusstraße unterrichtet werden, die Jahrgänge 9 bis 12 an der Lindenstraße - insgesamt rund 900 Schüler.

Der Beschluss sieht weiterhin vor, nach Möglichkeit die Klassen beider Schulen zunächst in der bisherigen Zusammensetzung zu erhalten und von den ihnen bekannten Lehrern weiter unterrichten zu lassen. „Rund 80 Prozent des Lehrerkollegiums des Fichte-Gymnasiums werden an das Arndt-Gymnasium versetzt. Das bisherige Kollegium des Arndt-Gymnasiums bleibt nahezu unverändert in seiner Zusammensetzung", berichtete Hans-Jörg Richter, Leiter des Arndt und zukünftiger Leiter des neuen Innenstadt-Gymnasiums. Bei der Stundenplangestaltung werde man zukünftig das Pendeln der Kollegen zwischen den beiden Standorten berücksichtigen, sagte er. Um die Entfernung zwischen Dionysiusstraße und Lindenstraße leichter bewältigen zu können, werde man Dienstfahrräder anschaffen.

Der gebundene Ganztag am Fichte endet mit der Schließung der Schule. Stattdessen soll das bisherige „Arndt-nach-1-Programm" mit Förderangeboten, Betreuung und Arbeitsgemeinschaften, montags bis donnerstags jeweils bis 16 Uhr, intensiv ausgebaut werden. Freitags sollen wie bisher die Kreativangebote stattfinden: Theater-AG, Chor und Orchester. Sofern Familien den gebundenen Ganztag zwingend benötigen, sind am Gymnasium Horkesgath oder auch an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule gegebenenfalls noch Aufnahmemöglichkeiten vorhanden. In der kommenden Woche starten die Anmeldungen an den weiterführenden Schulen. „Wir hoffen, dass wir rund 100 Schüler neu dazu bekommen und uns dann vierzügig aufstellen können", sagte Richter.