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Appell an Autofahrer: Im Wald achtsam Fahren zum Schutz der Tiere

Veröffentlicht am: 08.06.2022

In Krefeld kann es an vielen Stellen zu Wildwechseln - und dadurch zu Wildunfällen - kommen. Foto: Hans Benn / Pixabay
In Krefeld kann es an vielen Stellen zu Wildwechseln - und dadurch zu Wildunfällen - kommen.
Foto: Hans Benn / Pixabay

Zwei weitere Wildunfälle mit führenden Ricken

Der städtische Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz appelliert an die Autofahrer, besonders in diesen Tagen in Waldgebieten und schlecht einsehbaren Bereichen äußerst achtsam zu fahren. Insbesondere sollten Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Schutz der Wildtiere auch tatsächlich eingehalten werden. Zwei weitere Wildunfälle mit führenden Ricken - weibliches Reh mit jungem Nachwuchs - haben sich in den vergangenen Tagen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet ereignet. Die Unfälle geschahen jeweils in den frühen Morgenstunden.

Am Pfingstsamstag (4. Juni) wurde eine führende Ricke im Bereich Flünnertzdyk von einem Pkw erfasst und dabei so schwer verletzt, dass sie notgetötet werden musste. Das Muttertier war unterwegs, um seine zwei Rehkitze mit Nahrung zu versorgen. Diese beiden Jungtiere sind nun ohne Mutter. Die für das Jagdrevier zuständigen Jäger haben die Tiere in einem Feld unweit des Unfallortes mittels einer Wärmebildkamera aufgespürt. Das Krefelder Tierheim hat die Rehkitze bis auf Weiteres aufgenommen und wird sie versorgen. Die Jungtiere befinden sich nach Angaben des Tierheims „in stabilem Zustand". Ein weiterer Unfall hat sich am Mittwochmorgen (8. Juni) ereignet. Eine führende Ricke ist auf dem Europaring in Höhe der Gatzenstraße im Straßenverkehr angefahren worden und wurde getötet. Der zuständige Jäger wird nun nach ihren Kitzen suchen.