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2018-04-13: A-Gang-Künstler öffnen ihre Ateliers am 22. April

Zum Frühlingsbeginn öffnen traditionell mehrere Künstler ihre Ateliers in Krefeld. Der „A-Gang" findet am Sonntag, 22. April, mit elf Künstlerateliers und einer Ausstellung in der Pförtnerloge der Fabrik Heeder statt. Die Besucher können dabei von 11 bis 18 Uhr einen Blick in die Wirkungsstätten der Künstler und beteiligten Gruppen werfen.

Die A-Gang-Künstler laden in ihre Ateliers in Krefeld ein. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Die A-Gang-Künstler laden in ihre Ateliers in Krefeld ein.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

In ungezwungener Atmosphäre tauschen sich Kunstinteressierte mit ihnen aus und sprechen über aktuelle Arbeiten und Projekte. Weitere Informationen finden sich unter www.atelier-ausstellung.de. Der „A-Gang" wird vom Kulturbüro der Stadt Krefeld unterstützt. Diesmal beteiligen sich:

Atelier am Dyk, Grönkesdyk 9: Mauga Houba-Hausherr, Malerei und Zeichnungen

Unter dem Titel „Eine Scheibe Wasser" dreht sich im Atelier von Mauga Houba-Hausherr diesmal zwar nicht alles, aber vieles um das nasse Element. Neben Arbeiten aus dem Bestand werden zahlreiche neue Gemälde präsentiert. Unterstützung hat sich die Malerin in Person der seit langem zum Thema „Wasser" arbeitenden Künstlerin Heidrun Kimmey von der Ostsee geholt, deren aus Glas und Emaille gefertigte Objekte im Außenteil der Ausstellung zu sehen sind.

Atelier Michael Lauer, Kuhleshütte 43: Michael Lauer, Reduktion, Malerei und Objekte

Reduktion ist in der Malerei eine der schwersten Methoden, um gute Bilder zu schaffen. Für Lauers Arbeitsweise ist die Reduktion eine Herausforderung. Mit der Begrenzung in der Farbpalette hat er begonnen. Weitere Schritte sind die Reduktion in Stil und Gestik. Bei jedem Blick auf das Werk sollen sich neue Welten eröffnen. Im reduzierten schwarz-weiß sollen viele Erinnerungen des Betrachters abgerufen werden und sich auf dem Bildkörper manifestieren. Bei einem anderen Betrachter entsteht eine gänzlich andere Bildwelt, so ergibt sich eine Verbindung zwischen Erfahrung, Sinneswahrnehmung und Objekt. Zum A-Gang erwartet den interessierten Besucher ein komplettes Portfolio von Lauers Arbeiten auf Leinwand, Papier und Holz. Gast: Frank Joerges, Malerei und Nitrodrucke

Jaris Atelier, Martinstraße 185

Das Thema von Jari Banas: Bilder bunt - Finger wund, diesmal im wahrsten Sinne des Wortes. In seinem Atelierhaus bannt der Leinwandschreck farbenprächtige Dämonen auf Bildern und gute Ideen verbreitet er als Kleinserientäter. Diesmal hat er den Jaricomic „Das Kapital" zum 200. Geburtstag von Karl Marx auf 170 Seiten ergänzt und das Comicbuch komplett handkoloriert. Die Originale und das frischgedruckte Buch sind ausgestellt sowie weitere ,,Jarikraturen" aus 50 Jahren Zeichenlust.

Keramikatelier, Rheinbabenstraße 183: Karin Habermann, Keramik - Gedreht und aufgebaut, Dorothee Sprothen-Scheidt, Große Schalen

Die großen Schalen sind in traditioneller Weise aufgebaut aber besonders dünnwandig. Das Experimentieren beim Auftrag der Glasuren hat sehr malerische Ergebnisse erbracht. Gast: Marie-Claude Krausbauer, Malerei

Liesefeld, Rheinbabenstraße 126

Das Spiel mit der Zweidimensionalität und der Raumillusion, damit beschäftigte sich Sabine Liesefeld in einer neue Reihe von Arbeiten. Mit dem Hinzufügen von organischen Elementen, Strukturen oder auch Lichtreflexen versucht die Künstlerin den Kontrast zwischen Fläche und Raumillusion noch zu verstärken. Es sind hauptsächlich Bilder in Acrylmalerei aber auch einige Collagen und Arbeiten in Mischtechnik entstanden.

Krehl, Rheinbabenstraße 183: Hansjörg Krehl, Malerei und Zeichnungen

Er zeigt Arbeiten aus den vergangenen Jahren ergänzt mit einigen in diesem Jahr entstandenen Blättern, Zeichnungen und Collagen; Gemälden auf Holz oder Leinwänden. Gast: Barbara Bismark, Schmuck Rot

Atelier Feuerfest, Inrather Straße 697a

Im Atelier Feuerfest kann man zur diesjährigen Frühjahrsausstellung Objekte von drei Künstlerinnen entdecken. Rieke Hartwig nennt ihre neuen Arbeiten „Doppelbilder". Sie verbindet dabei gekonnt Fotos von Stadtansichten mit einem keramischen Hintergrund, der die Szene aufnimmt und weiterführt. Antje Schwittmann-Schops zeigt mitunter skurrile Tierplastiken aus Keramik. Bei „Mondvogel und Zimtbär" handelt es sich um Vertreter der Insekten. Von den beiden Betreiberinnen des Ateliers gibt es außerdem Wasserschalen und Reliefs, Lichtobjekte und „Mucken" sowie Becher mit ungewöhnlichem Dekor zu sehen. Das Atelier Feuerfest freut sich diesmal über eine Gastkünstlerin aus Kalkar. Sabine Lucas befasst sich mit dem Material Glas. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Techniken der Glasbearbeitung und stellt Unikate für den Innen- und Außenbereich sowie Glasschmuck von brillanter Farbigkeit her.

Andreas Simon, Blumenstraße 63

Performance „Der von Gott Erhörte" auf der Suche nach dem, was wir früher Seele nannten. Achtung: Von 14 bis 15 Uhr.

Kunstblätter - Christof Legde, Ortmannsheide 185

Bilder sind immer nur ein Ausschnitt von Wirklichkeit, ein flüchtiger Moment, Zeit und Raum entnommen. Ob Stillleben oder sich brechende Welle; die Motive sind eingefroren und still. Gleichzeitig sind sie die Schnittstelle, auf deren anderer Seite - beim Betrachter - das Bild seine Fortführung findet. Christof Legde beschäftige sich mit diesem Moment des Innehaltens und der Stille, dem Augenblick von Wahrnehmung und Kontemplation.

Werner Jansen, Kempener Allee 5

Der Metallgestalter Werner Jansen fertigt hauptsächlich Skulpturen für den Außenbereich. Die Plastiken sind sowohl mit warm geformten Metallprofilen, als auch mit Eisenplatten gestaltet. Die teils flächigen Skulpturen leben von der reduzierten, abstrahierenden Formgebung. Die im Feuer geformten Arbeiten nutzen das statische Potenzial des Metalls. Fließende Linien, scheinbare Schwerelosigkeit, vegetative Formen und Momentaufnahmen der Bewegung im Raum - sind die Thematiken. Die Objekte werden im jüngst umgestalteten Garten gezeigt.

Schicht-Art, Frankenring 47: Karl-Heinz Schicht: Garantiert vegan!

Seine Bilder entstehen beim Malen. Da gibt es keinen Plan. Je weniger man will, desto größer ist die Freiheit. Der Betrachter sieht meist etwas anderes.Der Künstler will nie versuchen, ihn zu beeinflussen. Gast: Brigitte Lang, Portraitzeichnung vor Ort 

Pförtnerloge, Virchowstraße 130

Cora Hein zeigt Illustrationen und Animationen zu inneren Wirklichkeiten. Ihre Zeichnungen, Aquarell- und Tuschearbeiten sowie die digital erzeugten Bewegtbilder setzen sich vor allem mit unsichtbaren Phänomenen auseinander: Träume und Halluzinationen, Gedanken und Zweifel werden in eine reduziert realistische Bildsprache überführt, die unverwechselbare Charaktere mit surrealen Comic-Elementen kombiniert.