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Neues Bundesnaturschutzgesetz

Neues Bundesnaturschutzgesetz hat Konsequenzen

- Rückschnitt und Rodung von Hecken und Gebüschen und Fällen von Bäumen

Unabhängig von der Krefelder Baumschutzsatzung gelten nach diesem Gesetz im Schonungszeitraum, der vom 1. März bis zum 30. September dauert, besondere Einschränkungen für das Fällen von Bäumen oder Heckenschnitte. Verboten ist es dann, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Plantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Zulässig sind aber schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.

Nicht mehr zulässig ist im Schonungszeitraum das Zurückschneiden von Röhrichten. Außerhalb dieses Zeitraums dürfen Röhrichte nur in Abschnitten zurückgeschnitten werden. Sollten zwingende Gründe für massivere Rückschnitt-, Rodungs- oder Fällarbeiten bestehen, muss vor Beginn beim städtischen Fachbereich Grünflächen, Mevissenstraße 65, 47803 Krefeld, E-Mail: fb67@krefeld.de, ein formloser schriftlicher Antrag auf Befreiung von dieser Regelung oder auf Fällgenehmigung mit Angabe des Ortes und der jeweiligen Gründe gestellt werden.

Hinweis: Privatgärten ohne erwerbswirtschaftliche Nutzung zählen zu den gärtnerisch genutzten Grundflächen. Damit fallen nicht nur Bäume, die im Gartenbau erwerbswirtschaftlich genutzt werden, sondern z.B. auch Bäume in Haus- und Kleingärten, Rasensportanlagen, Grünanlagen und Friedhöfen nicht unter das zeitlich befristete Fällverbot vom 01.März bis 30.September. Die Baumschutzsatzung der Stadt Krefeld gilt weiterhin.

Weite Teile des Krefelder Gebietes - Außenbereich, weitgehend nicht bebauter Bereich - sind als Schutzgebiete im Landschaftsplan festgesetzt.
In diesen Gebieten sind bestimmte Maßnahmen und Handlungen verboten, so zum Beispiel das Roden von Gehölzen, das Fällen von Laubbäumen, das Bauen sowie die Umnutzung von Gebäuden und vieles andere mehr.

Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen kann auf Antrag eine Genehmigung / Befreiung vom jeweiligen Verbot erteilt werden.


Befreiung nach § 67 Bundesnaturschutzgesetz.pdf

Ansprechpartner für nähere Auskünfte über die einzelnen Verbote sowie über das Genehmigungsverfahren sind in der Kontaktbox genannt.