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Landschaft Erholung

Im Westen der Stadt Krefeld befindet sich die Kempener Platte, die geprägt ist durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung.
Im Norden befindet sich das neue Naturschutzgebiet Orbroich circa 100 ha und wird im Süden durch die Schlufftrasse, im Westen und Südwesten durch die Hangkante der Mittelterrasse sowie die Stadtgrenze, im Norden ebenfalls durch die Stadtgrenze sowie im Osten durch den Bachstelzendyk begrenzt. Es handelt sich um eine einzigartige, ökologisch wertvolle Kulturlandschaft mit extensivem Grünland mit Hecken und Kopfbäumen.
Im Norden von Hüls schließt eine reich strukturierte Landschaft mit Wäldern und offenen Flächen an.
Im Osten schließt sich das Naturschutzgebiet Hülser Bruch - mit 430 ha das größte Naturschutzgebiet - an Kopfweiden.

An einem Graben steht eine sehr alte ungeschnittene blattlose Kopfweide. Vom Stamm existiert nur noch die äußere Hülle mit der Rinde. Diese ist zur Straße hin offen. Der Kern des Stammes ist komplett herausgefault.

Kopfweiden

Es ist das größte und bedeutendste Naherholungsgebiet der Stadt Krefeld. Das Hülser Bruch und der Hülser Berg haben sich aus der Kulturhistorie entwickelt, an der die Land- und Forstwirtschaft großen Anteil hat. Der Hülser Berg ist Teil eines während der Saaleeiszeit, vor circa 240.000 Jahren, entstandenen Stauchwallsystems. Als einer der äußersten Stauchwälle bezeugt er den weitesten Vorstoß der nordischen Eismassen an den Niederrhein. Er ist von besonderer erdgeschichtlicher Bedeutung.
Im Norden an der Stadtgrenze befindet sich die Waldwinkelkuhle mit rund 11 ha das kleinste und älteste Naturschutzgebiet in Krefeld.
Ein weiteres wichtiges Naherholungsgebiet ist der Egelsberg. Auch er ist ein Produkt der Saaleeiszeit, eine mit Schutt überlagerte Grundmoräne. Der Egelsberg ist als Naturschutzgebiet circa 71 ha ausgewiesen. Er ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer und mit dem Segelflugplatz attraktiv für die Freizeitgestaltung und Erholung.
Die seit 2005 ausgewiesenen Naturschutzgebiete Niepkuhlen circa 35 ha und Riethbenden circa 37 ha sind Altgewässer mit einer artenreichen Feuchtgebietsvegetation und Erholungsgebiete für die stille Erholung.
Östlich daran schließt die Landschaft zwischen Verberg und Traar, anschließend der Golfplatz Elfrath und der Elfrather See an.

Im Krefelder Süden reihen sich wie auf einer Perlenkette Grün- und Freiflächen mit den unterschiedlichsten Funktionen und Ausstattungen aneinander. Im Westen an der Stadtgrenze zum Kreis Viersen liegt ein größerer Waldkomplex, der Forstwald und der Südpark, im Osten in der historischen Rheinaue liegen das zweit größte Naturschutzgebiet der Stadt Krefeld, das Latumer Bruch und direkt am Rhein das Naturschutzgebiet "Die Spey", das sich im Kreis Neuss nach Süden hin fortsetzt. Unter Ausklammerung von ökologisch sehr empfindlichen Bereichen, Latumer Bruch und "Die Spey" ist dieses Biotopverbundsystem im Ballungsgebiet für den Bürger erlebbar.

Der Bereich zwischen diesen ökologisch sehr wertvollen Gebieten wird geprägt einerseits durch zum Teil schon alte Industrieansiedlungen, Edelstahlwerk Thyssen und die Stadtteile Gellep-Stratum und Fischeln, außerdem wird dieses Gebiet geprägt durch landwirtschaftlich und gartenbaulich intensiv genutzte Bereiche und vor allem in den Altstromrinnen durch ökologisch wertvolle und sensible Strukturen.

Reitwege

Reitwege Hülser Bruch

Reitwege Stadtwald

Reitwege Latumer Bruch

Reitwege Forstwald

Erholung in der Landschaft

Weg im Naturschutzgebiet Egelsberg. Rechts und links sind abgestorbene Wiesenflächen gesäumt von Bäumen.

Egelsberg

Der Entwurf zum Flächennutzungsplan orientiert sich an sachlichen Entwicklungszielen, die sich, was die Erholung betrifft, wie folgt zusammenfassen lassen:

- Entwicklung von Siedlungsstrukturen, die eine funktionsfähige Zuordnung von Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Erholung fördern, Stadt der kurzen Wege;
- Verbesserung der Grünausstattung und Gliederung des Stadtgefüges durch Grünzüge;

- Aufwertung der Erholungs- und Umweltqualitäten der Stadt Krefeld durch Vergrößerung der Waldflächen und der Flächen zum Schutz und zur
Entwicklung von Natur und Landschaft;
- Entwicklung der "Krefelder Promenade" als attraktive Fuß- und Radwegeverbindung quer durch Krefeld;
- Schaffung von Grünringen zur Verbindung der bestehenden Naherholungsgebiete und Grünflächen

Ziel ist es mit dem Fahrrad rund um Krefeld fahren zu können, inmitten von grüner Landschaft und reicher Natur.
- Fuß- und Radweg rund um Krefeld
- einer Vielzahl von Naherholungsmöglichkeiten,
- Rastplätzen, Gaststätten, schönen Aussichtspunkten,
- Informationen über Natur und Kultur,
- und einer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt
Der äußere grüne Ring wird die bestehenden Naherholungsbereiche und Kulturlandschaften verbinden und beliebte Treffpunkte sollen leichter erreichbar werden. Ergänzt wird dieses Freiraumsystem im Stadtbereich durch die bereits seitens der Stadtverwaltung in Planung befindliche „Krefelder Promenade", die ein entsprechendes Angebot von Kultur und Erholung entlang der ehemaligen Eisenbahntrassen vorsieht und dadurch Außenbereich und Innenstadt verbindet. Die beiden grüne Ringe werden nicht nur Erholungsmöglichkeiten schaffen, sondern auch für die Natur ein wichtiges Bindeglied sein.

Erholungs- und Naturschutzgebiet Orbroich, Hülser Bruch, Egelsberg

 

Orbroich
Das sich im Norden befindende neue Naturschutzgebiet Orbroich circa 100 ha wird im Süden durch die Schlufftrasse, im Westen und Südwesten durch die Hangkante der Mittelterrasse sowie die Stadtgrenze, im Norden durch die Stadtgrenze sowie im Osten durch den Bachstelzendyk begrenzt. Es handelt sich um eine einzigartige, ökologisch wertvolle Kulturlandschaft mit extensivem Grünland mit Hecken und Kopfbäumen.

Hülser Bruch

Luftbild mit einem Ausschnitt vom Hülser Bruch. Kleinere Wälder und Waldstreifen wechseln sich mit Wiesen ab.

Hülser Bruch

Aussagen des Landschaftsplanes: Die wertvollen Wiesen sollten erhalten bleiben.
Eine Intensivlandwirtschaft, insbesondere der Maisanbau und Feldgrasbau, steht dem Entwicklungsziel 1.1.1 Erhaltung entgegen.
Diese Art der landwirtschaftlichen Nutzung soll nach Möglichkeit in diesen Landschaftsräumen vermieden werden.

Zur Förderung von Feuchtbiotopen und zum Ausgleich der Wasserführung sollten gezielt Gewässer angestaut werden.
Im Norden von Hüls ist eine reich strukturierte Landschaft mit Wäldern und offenen Flächen.
Im Osten schließt sich das Naturschutzgebiet Hülser Bruch -mit 430 ha das größte Naturschutzgebiet - an. Es ist das größte und bedeutendste Naherholungsgebiet der Stadt Krefeld. Das Hülser Bruch und der Hülser Berg haben sich aus der Kulturhistorie entwickelt, an der die Land- und Forstwirtschaft großen Anteil hat. Der Hülser Berg ist Teil eines während der Saaleeiszeit, vor circa 240.000 Jahren, entstandenen Stauchwallsystems. Als einer der äußersten Stauchwälle bezeugt er den weitesten Vorstoß der nordischen Eismassen an den Niederrhein. Er ist von besonderer erdgeschichtlicher Bedeutung.
Dieser Teilraum stellt das größte zusammenhängende, ökologisch wertvolle Gebiet im Bereich der Stadt Krefeld dar. Geprägt wird diese Landschaft durch den häufigen Wechsel von Wald, Bruchwald, Grünland, Ackerland, Feuchtwiesen, Gehölzstreifen und Gräben. Hinzu kommen die für den Niederrhein typischen Kopfweidenbestände. Neben land- und forstwirtschaftlicher Nutzung dient dieser Teilraum vorrangig der Naherholung.
Im Norden an der Stadtgrenze befindet sich die Waldwinkelkuhle mit rund 11 ha das kleinste und älteste Naturschutzgebiet Krefelds.


Niepkuhlen
Vernässte Fläche zwischen Bäumen in den Niepkuhlen.

Niepkuhlen

Einer weiteren Bebauung dieses Bereiches ist nach der Zielsetzung des Landschaftsplanes entgegenzuwirken. Ökologisch besonders wertvolle Flächen sind durch Schutz- und Pflegemaßnahmen nachhaltig zu sichern.Geprägt wird dieser Teilraum durch einen alten, verlandeten Rheinlauf, der mit seinen Wasserflächen,
Verlandungszonen, Bruchgebieten und angrenzenden Wald-, Wiesen- und Ackerflächen einen idealen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bietet.

Riethbenden

Feuchtwiese in den Riethbenden nördlich Busenpfad und östlich des Hermann Kresse Weges.

Riethbenden

Dieses ökologisch wertvolle Gebiet ist durch zunehmende Bebauung gefährdet. Die vorhandene Bebauung genießt Bestandsschutz. Die Ausweisung des nördlichen Bereiches der Niepkuhlen und des Henoumont
Waldes sowie Riethbenden als Naturschutzgebiet und damit die Erhaltung bedeutet hier vor allem Schutz vor weiteren Eingriffen.
Die seit 2005 ausgewiesenen Naturschutzgebiete Niepkuhlen 35 ha und Riethbenden 37 ha sind Altgewässer mit einer artenreichen Feuchtgebietsvegetation und sind Erholungsgebiete für die stille Erholung.

Egelsberg

Die weite ausgetrocknete Wiesenfläche im Naturschutzgebiet Egelsberg wird rechts von einer Reihe Bäumen gesäumt.

Egelsberg

Ein weiteres wichtiges Naherholungsgebiet ist der Egelsberg. Auch er ist ein Produkt der Saaleeiszeit, eine mit Schutt überlagerteGrundmoräne. Der Egelsberg ist als Naturschutzgebiet circa 71 ha ausgewiesen. Er ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer und mit dem Segelflugplatz attraktiv für die Freizeitgestaltung und Erholung.

Elfrather See

Herbstlicher Ausschnitt vom Elfrather See. Im Vordergrund steht Schilf, im Hintergrund sind Bäume und Sträucher.

Elfrather See

Im Landschaftsplan ist unter dem Entwicklungsziel 1.4 „Ausbau der Landschaft für die Erholung" festgesetzt.
Insbesondere sind in diesen Teilräumen anzustreben:Anreicherung der überwiegend landwirtschaftlich
genutzten Flächen mit Baum- und Strauchgruppen unter Berücksichtigung angrenzender Freizeit- u. Erholungsschwerpunkte, Einbindung in die Landschaft.

Dieser Teilraum umschließt den regional bedeutsamen Freizeit-und Erholungsschwerpunkt "Elfrather See",dessen Ausbau noch nicht abgeschlossen ist.

Mit dem Entwicklungsziel 1.2 „Anreicherung" östlich und westlich des Elfrather Sees soll sowohl eine Biotopvernetzung, als auch eine landschaftliche Einbindung des im Landesentwicklungsplan dargestellten Freizeit- und Erholungsschwerpunktes erreicht werden.
Unter Verwirklichung der Ziele und Zwecke der Planung sind die landschaftsökologischen Belange angemessen zu berücksichtigen.
Abgedeckte Boote liegen am Steg im Elfrather See.

Boote auf dem Elfrather See

Ziel vieler Ausflügler ist im Sommer der Elfrather See. Mehrere Bootclubs nutzen den 3 Kilometer langen See . zwischen April und Oktober finden an jedem Wochenende Segelregatten statt. Auch das Surfen ist zu einer populären Sportart geworden. Die Flächen um den Elfrather See werden gerne genutzt, um Lenkdrachen steigen zu lassen.
Der See dient als Regattastrecke für Ruderboote und ist über 2 km lang. Der Rundweg liegt bei knapp 7 km. Für Modellboote wird der Teich auch sehr gerne genutzt.

Das Fahrrad ist am Niederrhein nicht nur ein alltägliches Verkehrsmittel, sondern hat auch einen hohen Freizeitwert. Das Netz der sieben Radwanderrouten im Stadtgebiet ist gut ausgeschildert und bietet Anschluss an die überregionalen Fernwanderrouten. Die Stadt Krefeld bemüht sich besonders um die regionale Koordination des Radtourismus. Vor Jahren entstand die Idee eines „Niederrheinischen Radwandertages". Die Aktion stieß auf großes Interesse und entwickelte sich schnell zum Großereignis. 1997 nahmen bereits 34 deutsche und vier holländische Städte teil, die zusammen 24 Routen mit einer Gesamtstrecke von ca. 1.150 Kilometern anboten.

Stadtwald

Stadtwald Weiher mit seinem Pavillon am Wasser. Im Hintergrund verfärben sich die Blätter herbstlich.

Im Landschaftsplan ist festgesetzt, dass bei künftigen Gestaltungs- und Pflegemaßnahmen die Belange des Naturhaushaltes angemessen zu berücksichtigen sind.
Es handelt sich um einen parkartig und mit natürlichen Landschaftselementen vielfältig gestalteten Naherholungsraum.

Der Stadtwald mit 35 ha wurde im Jahre 1897 als Aufforstungsfläche von dem Krefelder Seidenfabrikanten Wilhelm Deuß der Stadt Krefeld geschenkt.
Er gab aus Anlass seines 70. Geburtstages weitere 20.000 Mark dazu mit der Auflage, dass mit Ausbau und Aufforstung der Anlage sofort begonnen werden müsste. 1901 wurden erste Bereiche des im Stil englischer Landschaftsgärten angelegten Parks für die Krefelder Bevölkerung freigegeben. Nach 10 Jahren 1907 stiftete der Krefelder Seidenfabrikant Wilhelm Deuß weitere 50.000 Mark für den Kauf von Erweiterungsflächen. Eine Straße am Waldrand trägt heute seinen Namen. Der kleine Rundtempel am Weiher erinnert mit einer Bronzetafel an den Seidenfabrikanten Wilhelm Deuß.
Heute hat der Stadtwald unter Einschluss der Pferderennbahn eine beachtliche Fläche von 120 ha mit sonnigen Wiesen, Reit- und Wanderwegen, Weihern, Tennisplätzen, einem 9 Loch Golfplatz innerhalb der Pferderennbahn und dem Stadtwaldhaus.
Der Musikpavillon gehört dazu und die große Freifläche vor dem Stadtwaldhaus.
Welche Anziehungskraft das Stadtwaldhaus hat, kann man an schönen Sommertagen sehen, wenn die Krefelder den Biergarten intensiv nutzen.

Biotopverbundsystem Krefelder Süden

Informationen zum Naturschutzgebiet Latumer Bruch

Latumer Bruch
Im Krefelder Süden reihen sich wie auf einer Perlenkette Grün- und Freiflächen mit den unterschiedlichsten Funktionen und Ausstattungen aneinander. Im Westen an der Stadtgrenze zum Kreis Viersen liegt ein größerer Waldkomplex, der Forstwald und der Südpark, im Osten in der historischen Rheinaue liegen das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Stadt Krefeld, das Latumer Bruch ,
Greiffenhorstpark, Golfplatz Linn und direkt am Rhein das Naturschutzgebiet "Die Spey", das sich im Kreis Neuss nach Süden hin fortsetzt.

Der Bereich zwischen diesen ökologisch sehr wertvollen Gebieten, die gleichzeitig beliebte Naherholungsgebiete sind, wird geprägt einerseits durch zum Teil schon alte In d ustrieansiedlungen, Edelstahlwerk Thyssen und die Stadtteile Gellep-Stratum und Fischeln, außerdem wird dieses Gebiet geprägt durch landwir tschaftlich und gartenbaulich intensiv genutzte Bereiche und vor allem in den Altstromrinnen durch ökologisch wertvolle und sensible Strukturen.
Im Westen der Stadt Krefeld befindet sich die Kempener Platte, die geprägt ist durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung.

Altstromrinne südlich Oppum

Die Altstromrinne südlich Oppum ist Teil einer ehemaligen Bruchlandschaft mit Wiesen, Ufer- und Feldgehölzen sowie Einzelbäumen in der großräumigen Landschaft.

Die hohen Wasserstände verhinderten bis circa 1930 eine Ausdehnung der baulichen Entwicklung in das weite Bruchgebiet. Durch den großen Wasserverbrauch und die Regulierung des Rheins senkte sich der Grundwasserstand. Das geräumige Bruchgebiet wurde von Norden her zum Baugelände der Krefelder Bevölkerung.

Der heutige Rinnenbereich wird geprägt durch kleine Wald- und Brachflächen, die von einem temporär wasserführenden Bach "begleitet" werden. Dieser Bach war der frühere Entwässerungsgraben, der das Bruch in der Altstromrinne entwässerte.

Der frühere Charakter einer Bruchlandschaft ist schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr existent. Die landwirtschaftlichen Nutzungen, insbesondere der Gemüsebau haben früh in diesem Landschaftsraum Einzug gehalten und sind heute die eigentlichen prägenden Nutzungsfaktoren.

Die Altstromrinne war nahezu ausgeräumt und wird mit Gehölzreihen, Brachen, Baumgruppen, Artenschutzgewässern und Grünland für eine Biotopvernetzung optimiert.

Stadtpark Fischeln

Der Plan stellt den Stadtpark Fischeln dar, der die Form eines Großen T besitzt.

Gesamtplan Stadtpark Fischeln

Der mit Grünflächen und naturnahen Erholungsbereichen sehr gering ausgestattete Süden der Stadt hat einen großzügig gestalteten Landschaftspark erhalten. Der "Stadtpark Fischeln" ist als Freizeit- und Erholungsschwerpunkt in den Gebietsentwicklungsplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf aufgenommen worden. Während der nördliche Teil des Stadtparks überwiegend der Schaffung und dem Erhalt von Freizeitanlagen wie Spiel- und Sportflächen und Dauerkleingärten dient Entwicklungsziel 1.6.2, bleibt der südliche Teil der extensiven Naherholung und der Anreicherung der Landschaft vorbehalten Entwicklungsziel 1.4 „Ausbau der Landschaft für die Erholung".
Mit dem Ausbau des Stadtparks im Rahmen der "EUROGA 2002 plus" ist ein wichtiger Baustein im Verbund zwischen Stadt und Landschaft realisiert worden. Die Formensprache des aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Entwurfes setzt sich mit beidem auseinander, mit der Stadtgestaltung und dem vorhandenen Landschaftsbild, Entwurf: Büro Kipar, Landschaftsarchitekten.
Wie ein überbreites "T" zieht sich der neue, ca. 100 Hektar große Park von der Kölner Straße südlich der Vulkanstr. in westliche Richtung bis nahe an die Oberschlesienstraße, im Süden wird er von der Anrather Str. begrenzt. In der Vergangenheit wurden kleinere Teile durch die Stadt und mit Hilfe des Fördervereins des Stadtparks Fischeln realisiert. Als Einstieg in das Euroga - Projekt wurde ein Wettbewerb ausgelobt. Das Ergebnis sollte die Grundlage bilden für den weiteren Entwicklungsprozess in diesem Bereich. Mit dem Entwurf des Duisburger Landschaftsarchitektenbüros Kipar wurde eine Planung beschlossen, die sich durch wenige, auffällige Minimalelemente: Baumreihen, Alleefragmente, Haine, Solitärbäume, Wasserflächen und einfache Wegefunktionen in Form von großen Wegebögen auszeichnet. Das Element der Einzelgehöfte wird bei der Gestaltung durch das Thema Parkschaften aufgegriffen.

Die räumliche Gestaltung des Parks lässt sich über drei Elemente beschreiben.
- bogenförmige Haupterschließungswege
- Baulinie, die den nord - westlichen Teil des Parks prägt
- Landschaftslinie, die sich in rythmisch angeordneten Parkschaften vor allem auf dem Weg nach Süden dem Spaziergänger erschließt
Der zentrale Bereich um die Wasserfläche führt alle Elemente zusammen. Gemeinsam mit dem geplanten und eigens dafür angelegten "Platz am Wasser" dient er als "Parkstarter", als Auftakt für das Parkerlebnis und als Schnittstelle.
Der westliche Wegebogen wird durch markante Baumpflanzungen in Form von Säuleneichen betont. Ferner entsteht ein "Reigen der Jahreszeiten". Die ausgewählten Bäume sind so angeordnet, dass das Blütenjahr im Osten des Parks mit der Kirsche beginnt und im Westen mit dem relativ spät blühenden Weißdorn endet. Dem gleichen Muster folgen auch die freiwachsenden Strauchhecken. Einzelne, großflächige Bauminseln werden mit jeweils einer Laubbaumsorte bepflanzt und bilden dichte Haine mit einzelnen Lichtungen aus.