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Kleingärten

Kleingärten - Eine lange Tradition
Kleingärten haben bereits eine lange Geschichte. Als Vorläufer der heutigen Kleingärten kann man die sogenannten Festungs- oder Bürgergärten außerhalb der Verteidigungsanlagender mittelalterlichen Städte sehen.
Die heutigen Kleingärten sind hauptsächlich als Folge wirtschaftlicher und sozialer Not entstanden. Fast jedem ist die Bezeichnung Schrebergärten ein Begriff. Dieser ist auf den Leipziger Arzt Dr. Daniel Moritz Gottlob Schreber zurück zu führen, der sich für bessere Lebensbedingungen der Arbeiterkinder in den Großstädten eingesetzt hat. Die eigentlichen Schrebergärten wurden nach seinem Tod von seinem Schwiegersohn, Dr. Hauschildt, errrichtet. Die Industrialisierung, verbunden mit Landflucht und raschem Wachstum der Städte, hat Anfang des 19. Jahrhunderts zur Verarmung vieler Arbeiterfamilien geführt. Dr. Schreber hat bereits Mitte des 19. Jahrhunderts dazu aufgerufen, Gartenarbeit als therapeutisches Mittel für Kinder und Jugendliche einzusetzen. Aus dieser Initiative entstanden die „Schrebergärten". Während der Kriegs- und Krisenzeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die Kleingärten, besonders in den Ballungsgebieten, eine wichtige Bedeutung für die Selbstversorgung und vor allem nach dem zweiten Weltkrieg als Notwohnungsquartiere.Heute ist kaum jemand noch darauf angewiesen, Obst und Gemüse selbst anzubauen. Der Wert eines Kleingartens hat seinen Schwerpunkt in der Freizeitgestaltung und Erholungsnutzung. Zudem können Kleingärtner Obst und Gemüse für ihre Familie nach naturnahen Gesichtspunkten produzieren.Darüber hinaus sind Kleingärten unverzichtbare Elemente einer städtischen Grünstruktur und bieten eine Ergänzung der öffentlichen Parks und Grünflächen für alle Bürger.

Kleingärten in Krefeld
Kleingärten sind ein wichtiger Bestandteil der Krefelder Park- und Grünanlagen. Viele Kleingartenanlagen haben neben den privaten Gartenparzellen ausgedehnte öffentliche Grünanlagen, die allen Krefelder Bürgern zugänglich sind. Die Gartenparzellen bieten dem Kleingartenpächter die Möglichkeit, zu günstigen Bedingungen einen Garten zu bearbeiten. Eine Kleingartenparzelle hat eine durchschnittliche Größe von 370 hat. Der Pachtzins beträgt 0,20 Euro pro und Jahr.

Bild eines Weges durch eine Kleingartenanlage

Die Stadt Krefeld hat die gesamten Kleingartenflächen an den „Stadtverband Krefeld der Kleingärtner e.V." verpachtet. Dieser gibt die Gärten an die einzelnen Kleingartenvereine zur gärtnerischen Nutzung weiter.
Die öffentlichen Bereiche der Kleingartenanlagen, die allen Bürgern zur Verfügung stehen, umfassen Erschließungswege, Spielplätze, Gehölz- und Rasenflächen in einer Größe von rund 43 ha.

Krefelder Kleingärten in Zahlen
54 Kleingartenvereine
101 Kleingartenanlagen
4300 Kleingärten

206 ha Kleingartenfläche, davon:
186 ha - städtische Fläche
20 ha - private Fläche

Bild eines Einganges zu einer Kleingartenparzelle

In der Garten- und Bauordnung sind die Regeln des Vereinslebens aufgeführt

Garten- und Bauordnung für die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner im Stadtgebiet Krefeld