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Karte 7 Geologie und Geografie

In dieser Karte werden die geologischen und geografischen Besonderheiten des Gebietes dargestellt.

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In dieser Karte werden die geologischen und geografischen Besonderheiten des Gebietes dargestellt.

Hülser Berg Endmoräne vorletzte Eiszeit: In der vorletzten Eiszeit (Saaleeiszeit) vor 240.000 bis ca. 150.000 Jahren schoben die von Skandinavien kommenden Gletscher den Hülser Berg am südlichsten Punkt der Inlandvereisung als Endmoräne auf. Mit einer Höhe von 63 m über dem Meeresspiegel stellt der Hülser Berg die höchste natürliche Anhöhe im Krefelder Stadtgebiet dar.

Siedlungskante (Niederterrassenkante): Die deutlich im Gelände sichtbare Kante zwischen der Nieder- und der Mittelterrasse wurde früher zur Errichtung der Bauernhäuser genutzt um trocken wohnend sowohl die fruchtbaren Böden der Mittelterrasse beackern zu können als auch die feuchten Grünlandbereiche auf der Niederterrasse.

Steine aus dem Hülser Berg: Zwischen Bergschänke und Spielplatz findet sich die Gesteinssammlung, ein Naturdenkmal aus dem Hülser Berg. Hier finden sich vor allem Steine aus dem Geschiebe des Rheins, die der Gletscher beim Erreichen der Terrassenlandschaft des Rheins vor sich aufgeschoben hat. Nordische Geschiebe (sog. Findlinge) finden sich nur selten im Hülser Berg, die ursprünglich in der Gesteinssammlung abgelegten Findlinge haben inzwischen den Weg in häusliche Gärten „gefunden".

Kiesgruben: Am Hülser Berg, aber auch im Hülser Bruch finden sich mehrere Kiesgruben, in denen das vom Rhein abgelegte Geschiebematerial abgebaut wurde. Sie sind alle stillgelegt.

Altstromrinnen: Das Hülser Bruch ist durchzogen von mehreren Rinnen, die vom sog. „Ur"rhein als Abflussrinnen angelegt worden sind. Auch heute noch sind diese Rinnen erheblich feuchter als die Umgebung. Sie sind als Vertiefungen in der Landschaft sowie als Standorte feuchteliebender Pflanzengemeinschaften zu erkennen.

Altarm des Rheins: Im Osten des Gebietes prägen die sog. „Nieper Kuhlen" die Landschaft. Sie sind aus einer Abflussrinne des Rheins entstanden. Vor ca. 2000 Jahren nutzte der Urrhein diese Abflussrinne letztmalig. Nach Verlandung derselben entstanden die Nieper Kuhlen durch Austorfung der verlandeten Bereiche.