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Karte 5 Neue Kulturlandschaft

In dieser Karte wird die neue Kulturlandschaft vorgestellt

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In dieser Karte werden die in jüngerer Zeit stattgefundenen Veränderungen der Kulturlandschaft dargestellt.

Damwild: Im Gehege am Talring wird Damwild, unsere kleinste Hirschart gehalten. Die ursprünglich hier nicht heimischen Tiere vermehren sich gut und lassen sich beobachten.

Schwarzwild: Im Gehege zwischen Rennstieg und Talring lebt eine kleine Rotte Wildschweine. Die neugierigen Tiere weisen jedes Jahr Nachwuchs auf.

Rotwild: Im Gehege am Talring wird Rotwild, unsere größte Hirschart gehalten. Die ansonsten sehr scheuen Tiere lassen sich hier gut beobachten.

Ausgleichsflächen: Das hier angelegte Grünland wird ohne den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet; die Wiesen werden zu einem späten Zeitpunkt (nach der Samenreife der Hauptbestandsbildner nach dem 15. Juni ) gemäht. Diese Wiesen wurden angelegt um einen ökologischen Ausgleich für einen Eingriff an anderer Stelle (z.B. Bau einer Halle im Landschaftsschutzgebiet) zu schaffen.

Interessante Pflanzen: Hier wird auf interessante, seltene Pflanzen und Pflanzengemeinschaften hingewiesen.

Esskastanien: Im Bereich um die „Bergschänke" herum wurden viele Esskastanien angepflanzt.

Mähweide: Die Mähweide stellt die traditionelle Nutzungsform des Grünlandes im Hülser Bruch dar. Nach einer Frühjahrsmahd zur Winterfuttergewinnung findet eine Weidenutzung mit Rindern oder Schafen statt.

Sankertgraben: Der Sankertgraben stellt den Hauptvorfluter für das östliche Hülser Bruch dar. Benannt nach dem „Sankert", einem Feuchtgebiet südlich des Flünnertzdyks wurde der gleichnamige Graben angelegt um das Hülser Bruch trocken zu legen. Die „Meliorationsgräben" (siehe „Alte Kulturlandschaft") entwässern vielfach in den Sankertgraben.

Vertragsnaturschutz: Zwecks Erhalt der Landschaft hat die Stadt Krefeld ein Kulturlandschaftsprogramm aufgestellt. In diesem Rahmen, aber auch im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen, werden viele Flächen im Hülser Bruch gepflegt. Insbesondere werden Mähwiesen ohne den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet und zu einem späten Zeitpunkt (nach Samenreife der Hauptbestandsbildner, nach dem 15.Juni) gemäht und geräumt.

Callunaheide: Die Callunaheide (nach Calluna vulgaris = Besenheide) war noch vor ca. 150 Jahren häufigste Vegetationsform im Hülser Bruch. Intensivste Nutzung der Flächen (Beweidung, Streunutzung) hatte die Böden stark verarmt, so dass vielfach nur noch die Callunaheide mit den ausgehagerten Verhältnissen gedeihen konnte. Nach den vielfältigen Aufforstungen der letzten 150 Jahre wurde nun an 3 Stellen nach Entnahme der Bäume nicht wiederaufgeforstet, sondern abgeplaggt. Aus ruhenden Samen entstand die Callunaheide neu. Die Schönheit der Heideflächen ist besonders im Spätsommer bei der Heideblüte zu erleben.

Buchenwald verjüngt: Unter den alten Buchen ist eine Naturverjüngung mit jungen Buchen zu beobachten. Nach den Kalkungen der vergangenen Jahre konnten sich die Buchen an vielen Stellen über ihre Bucheckern vermehren. Noch vor 20 Jahren war dies aufgrund der Versauerung des Bodens („saurer Regen") nicht möglich.

Weide-Projekt: Im Westen des Hülser Bruches werden auf privater Initiative fussend Galloways (eine schottische hornlose Fleischrinderasse) und Koniks (eine ursprüngliche polnische Kleinpferderasse) gehalten. Durch die Beweidung großer Bereiche findet eine naturnahe Nutzung des Grünlandes statt.

Tümpel: an mehreren Stellen im Hülser Bruch wurden Tümpel angelegt um feuchteliebenden Arten einen Lebensraum bieten zu können. Insbesondere die Amphibien sind auf diese Ersatzlaichgewässer angewiesen, da durch die fortgeschrittene Entwässerung des Bruchs die natürlichen feuchten Stellen so rasch trocken fallen, dass keine Laichentwicklung möglich ist.