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Grüner Ring Ein kurzer Weg zur Erholung

Der Fachbereich Grünflächen erarbeitet in Abstimmung mit dem Fachbereich Stadtplanung und Bauaufsicht die Freiflächenplanung für die Stadt Krefeld. Darin sind auch die Inhalte des Grünordnungsplanes enthalten.
Der Freiflächenplan gilt als Fachbeitrag zum Flächennutzungsplan, der zur Zeit neu aufgestellt wird.

Die Ziele der Planung sind:

Die Entwicklung der Gesamtstadt
ein Beitrag zur Freiraumsicherung, Freiraumentwicklung und Freiraumvernetzung im Stadtgebiet,
Lösungsansätze aufzeigen, die in Zukunft als Planungsgrundlage für die Objektplanung dienen,
die Lebensbedingungen der in der Innenstadt, Stadt lebenden Menschen verbessern: „Stadt als Wohnung braucht Stadt als Garten."

Freiflächenplan

Die Elemente des räumlichen Leitbildes des Freiflächenplans sind:

der äußere Ring
der innere Ring
die vier Wälle
die vier Magistralen
das Wasser - Band
die Bahnpromenade
das Fluss - Band

Der äußere Ring

Der äußere Ring setzt sich zusammen aus dem reichhaltigen Kulturlandschaftsprogramm, den Wäldern, den Bruchlandschaften und den landwirtschaftlichen Flächen. Entwicklungsziele und Maßnahmen sind Bestandteil des Landschaftsplanes. Ziel ist den äußeren, grünen Ring Krefelds in seinem ökologischen Potential aufzuwerten. Auch soll die Möglichkeiten der Naherholung unter Berücksichtigung des Naturraumes verbessert und ein Verbund hergestellt werden.
Für die Bruchlandschaft typisch, stehen hier die Kopfweiden auf den Wiesen.

Bruchlandschaft

Im Bereich des äußeren Ring verläuft ein durchgehender Fuß- und Radweg „Rund um Krefeld" der die verschiedenen Landschaftsräume erlebbar macht. Vorhandene Routen werden miteinander verbunden und in Teilen ergänzt. Der Übergang des äußeren Rings zu den besiedelten Flächen ist als unterschiedlich ausgeprägter Ortsrand erlebbar.
Es werden Ortsrandtypen festgelegt und diese in ihrer Individualität gestärkt und entwickelt, um eine Verbesserung der Übergänge zwischen Stadt und Land zu erreichen. Die Stadteingänge werden hierbei in besonderer Weise berücksichtigt.

Der innere Ring

Der innere Ring setzt sich aus Grünflächen unterschiedlicher Art und Größe im inneren, dichter bebauten Stadtgebiet Krefelds zusammen. Dazu gehören Parkanlagen wie:
der Schönhausenpark, der Schönwasserpark, der Stadtpark Fischeln, der Stadtwald sowie zahlreiche Kleingärten, Grünverbindungen, Sportanlagen und der Hauptfriedhof.

 

Als Plan ist die Parkschaft dargestellt. Sie besteht aus Baumreihen von Silberpappeln, die in Form eines U auf einer Rasenfläche stehen und hundert mal fünfzig Meter lang sind.

Stadtpark Fischeln Detailplan 1. Ausbaustufe

Hier gilt es die Qualität zu erhalten und zu entwickeln, Freiflächen- und Parkanlagen zu verbinden und die Erreichbarkeit zu verbessern.

Die Innenstadt - Die vier Wälle, die vier Magistralen

Die Innenstadt stellt einen eigenen Untersuchungsraum dar. Sie ist neben den vier Magistralen Rheinstraße/Uerdinger Straße, St.Töniser Straße, Hülser Straße, Kölner Straße, geprägt durch die vier Krefelder Wälle, die in ihrer städtebaulichen Bedeutung gestärkt und weiter zu entwickeln sind. Die Umgestaltung des Südwalls und Ostwalls zeigen bereits freiraumplanerische Qualitäten, die es auch in den anderen Abschnitten der Wälle zu realisieren gilt.

Der Deutsche Ring ist eine Straße, die mit Alleebäumen gesäumt ist. In der Mitte befindet sich eine Grünfläche mit einem Trampelpfad.

Deutscher Ring

Südwall mit einem Weg in der Mitte und Sitzmöglichkeiten unter den Alleebäumen zwischen den angepflanzten Hecken.

Südwall


Prägend ist die stark verdichtete, mehrgeschossige Bebauung, eine Vielzahl von Plätzen und Blockinnenhöfen sowie einzelne, zum Teil verinselte Grünflächen. Ziel ist, die Grünflächen zu stärken und zu vernetzen, Baumstandorte zu schaffen und zu ergänzen, Plätze aufzuwerten und die Spielmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der Stadt zu verbessern.

Das Wasser - Band

In dem Leitbild (Wasser-)Band wird die prägende naturräumliche Struktur der Altstromrinne/n des Rheins untersucht. Ziel ist es, die ökologische Situation zu verbessern und eine Anbindung an den Rhein zu entwickeln.

Wasserfläche der Niepkuhlen. Links am Rand der Wasserfläche stehen zwischen den Bäumen zwei Wochenendhäuser.

Niepkuhlen

Die Niepkuhlen, Kleingartenanlagen und der abgeriegelte Römersee sind wichtige Bestandteile des Bandes.

Die Bahnpromenade

Das Leitbild Bahnpromenade basiert auf der bestehenden Projektkonzeption, auf aufgelassenen Bahntrassen einen verkehrsunabhängigen Fuß- und Radweg von Forstwald bis Uerdingen zu schaffen.

Bahnpromenade

Die Entwicklung erfolgt mit folgender Zielsetzung:

  • ein Freiraumband mit Erlebniswert durch die Stadt zu schaffen,
  • Durchgängigkeit für Fußgänger und Radfahrer herzustellen,
  • Zugänge und Abgänge zu realisieren,
  • Neue Parks als ‚Natur aus zweiter Hand' zu entwickeln,
  • durchgängige Gestaltungselemente für eine gute Wiedererkennbarkeit vorzusehen.

Das Fluss - Band

Der Lage Krefelds am Rhein kommt aus städtebaulicher und freiraumplanerischer Sicht eine ganz besondere Bedeutung zu. Durch das Fluss - Band als Symbol Krefelds „Stadt am Rhein" sind Qualitäten herauszuarbeiten, zu stärken und zu entwickeln. Ziel ist es, eine Aufwertung des Rheinufers mit attraktiven und durchgängigen Wegen zu schaffen und die Erlebbarkeit zu verbessern.
Rheinufer in Uerdingen mit dem Rhein zur Linken.
Im Vordergrund stehen zwei Bäume. Im Hintergrund befindet sich die Brücke über den Rhein.

Rheinufer mit Brücke

Alle oben genannten Leitbilder der Freiflächenplanung geben planerische Entwicklungsziele für das gesamte Stadtgebiet vor. Damit diese Leitbilder in Zukunft berücksichtigt werden, werden sie in den Flächennutzungsplan eingearbeitet. Sie stehen für eine lebenswerte und grüne Stadt Krefeld.

Die Inhalte fanden in der Zwischenzeit Niederschlag in zahlreichen Stadtteilkonzepten, Planung von Grünanlagen und Grüngürteln oder Sanierungen baumbestandener Mittelstreifen.

Die folgenden Ausschüsse haben die Entwicklung des Freiflächenplans beschlossen:
- im Ausschuss für Umwelt, Energie, Ver- und Entsorgung am 25.06.1992
- Ausschuss für Stadtplanung und Stadterneuerung am 09.07.1992