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Greiffenhorstpark

Höhepunkt des langgestreckten Parks ist das 1843 erbaute Greiffenhorstschlösschen. Wasserflächen und Blicke in die angrenzende Niederrheinlandschaft verleihen dem alten, schmalen Landschaftspark Weite.

Bild aus dem Greiffenhorstpark mit Blick auf das kleine Schloss
Greiffenhorstpark

Östlich an den Burgpark schließt sich, verbunden mit einem Weg entlang des Linner Stadtgrabens, der langgestreckte, circa 11,5 ha große Greiffenhorstpark an.

Dieses Spätwerk Maximilian Friedrich Weyhes vermittelt ein besonderes Erlebnis von englischer Landschaftsgartenkunst. Trotz der schwierigen Ausgangssituation eines langen und schmalen Grundstücks zwischen Linner Mühlenhof und Hausenhof, gelang es dem rheinischen Gartenkünstler für seinen Auftraggeber, den Krefelder Seidenhändler und Mäzen Cornelius de Greiff 1781 - 1863, um 1843 einen abwechslungsreichen Park zu gestalten.
Er formte den vorhandenen Linner Mühlenbach zu langgezogenen Parkweihern mit weich vor- und zurückschwingenden Uferlinien aus. Brücken unterbrechen diese langgezogenen Wasserflächen, spiegeln sich darin und ziehen als bewusst eingesetzte Parkarchitektur den Blick des Spaziergängers auf sich.

Bild aus dem Greiffenhorstpark mit Blick auf die Brücke zum Schloss
Greiffenhorst mit Wasser

Blickfang und architektonischer Höhepunkt der Parkanlage ist das 1843 für Cornelius de Greiff erbaute Greiffenhorstschlösschen, das an der breitesten Stelle des Parks liegt.

Wie schon im Burgpark lockern auch hier tiefrote Blutbuchen oder markante Tulpenbäume das Parkbild auf. Trauerweiden rahmen die Brücken ein. Mit geschickt eingesetzten Blickverbindungen in die angrenzende Niederrheinlandschaft, durch sogenannte 'Landschaftsfenster' bezieht Weyhe die Umgebung optisch in den schmalen Park mit ein und gibt ihm ein Gefühl von Weite. Die Grenzen zwischen kunstvoll gestaltetem Landschaftspark und angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen verschwimmen.

In einem Parkpflegewerk wurde die Geschichte des alten Landschaftsparks in den letzten Jahren aufgearbeitet. Das historische Entwurfskonzept wurde analysiert und Entwicklungsziele für die Zukunft entwickelt. Im Rahmen der EUROGA 2002 plus 2. Regionale in NRW konnten trocken gefallene Parkteiche entschlammt und wieder mit Wasser gefüllt werden. Der niederrheinische Himmel spiegelt sich heute wieder in ihnen. Das Wasser, 'die Seele des Parks' kehrte zurück.
Verschwundene Wege sind wiederhergestellt worden und führen nun ans Wasser. Marode Parkbrücken wurden abgerissen und an ihrer ursprünglichen Stelle als wichtige Bestandteile der komponierten Parkbilder neu errichtet.

Ehemals zugewachsene Blickverbindungen zwischen Schlösschen und Park wurden wieder hergestellt. Blütensträucher, Krokuswiese und Herbstzeitlose bilden jetzt im Jahresverlauf Farbtupfer in der Schlossumgebung. Der Park steht unter Denkmalschutz und ist ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet. Hier befindet sich das größte zur Zeit bekannte Kammmolchvorkommen in Nordrhein-Westfalen. Außerhalb des Parks, in unmittelbarer Nachbarschaft des Greiffenhorstschlösschens befindet sich ein Kinderspielplatz.

Park ist ganzjährig öffentlich zugänglich, Eintritt frei.
Das Greiffenhorstschlösschen ist bei temporären Ausstellungen geöffnet.

Erreichbarkeit: BAB 57 Abfahrt Krefeld Oppum, Straßenbahn 044, Haltestelle Am Steinacker, Bus 059

Am Greiffenhorstschlösschen führen die NiederRheinroute Radroute, der überregionale Radwanderweg R14 sowie der Krefelder Radwanderweg R 4 vorbei.

Der Park ist Teil der „Straße der Gartenkunst" (www.strasse-der-gartenkunst.de)

Kontakt: Park Fachbereich Grünflächen Krefeld Tel.: 0 21 51 - 86 44 02

Greiffenhorstschlösschen: Es finden regelmäßig temporäre Ausstellungen durch das Kulturbüro statt.