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Geschichte der Friedhöfe

Die Geschichte der Krefelder Friedhöfe

Der älteste Krefelder Begräbnisort wurde in der Zeit um 2000 vor Christus in Krefeld-Stratum angelegt. Zu dieser Zeit wurden die Verstorbenen verbrannt und in einem Tongefäß beigesetzt. Sie erhielten zahlreiche Grabbeigaben, zum Beispiel Krüge, Teller und Glasperlen.

Auch die Römer, die die Gegend später besiedelten, verbrannten ihre Toten und statteten sie mit Grabbeigaben aus. Aus der Römerzeit stammt auch die heute noch praktizierte Sitte, die Toten nicht wahllos zu bestatten, sondern die Gräber in regelmäßigen Reihen anzulegen.

Mit der Ausbreitung des Christentums wurde der Brauch der Feuerbestattung zurückgedrängt. Der erste rein christliche Friedhof in Krefeld entstand um 1000 nach Christus zwischen Linn und Stratum.
Während des Mittelalters befanden sich die Friedhöfe direkt bei den Kirchen. Erst als die "Kirchhöfe" zu klein wurden, legte man größere Friedhöfe außerhalb der damaligen Stadtgrenzen an. Der Krefelder Hauptfriedhof wurde 1867 angelegt. Etwa zeitgleich wurde der innerstädtische Friedhof aufgegeben. Hier befindet sich der heutige Stadtgarten.

Kirchliche Friedhöfe sind mit Ausnahme der Klosterfriedhöfe, siehe "Weitere Friedhöfe", seit 1916 nicht mehr vorhanden. Damals beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Übertragung des Bestattungswesens von den Kirchengemeinden auf die Stadt. So wurde die Aufgabe des Bestattungswesens von der Stadt Krefeld übernommen, nachdem jahrhunderte lang die katholischen und evangelischen Kirchen dafür zuständig waren.