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Ausbildung Landschaftsgärtner Landschaftsgärtnerin

Gruppenfoto von Auszubildenden
Gruppenfoto Berufsausbildung

Wer den Beruf des Gärtners erlernen will, muss bei jedem Wetter draußen im Freien arbeiten und darf nicht „aus Zucker" sein.
Der bewusste Umgang mit der Natur, dem Boden, den Pflanzen und auch mit dem Element Wasser sind Grundvoraussetzungen für diesen Beruf. Handwerkliches Geschick und technischer Verstand sind wichtig für die Gestaltung von Landschaften und Gärten.
Die Tätigkeiten sind körperlich anstrengend und erfordern eine hohe Belastbarkeit. Der Auszubildende sollte körperlich und geistig uneingeschränkt fit sein. Wichtig sind gute Grundkenntnisse in Deutsch, Mathematik und Biologie.

Die Ausbildung erfolgt ergänzend zu etwa ein Drittel der Gesamt-Ausbildungszeit bei einer anerkannten privatwirtschaftlichen Ausbildungsstätte des Gartenbaues und Landschaftsbaues.

Die Stadt Krefeld bildet seit 1998 jedes Jahr zwei Auszubildende über einen Zeitraum von drei 3 Jahren zum Gärtner im Gartenbau, Landschaftsbau, aus. Beispielhaft sind folgende Arbeitsprojekte aus der Vergangenheit zu nennen: Terrassensanierung, neue Sandsteinplatten am Teich Stadtpark Uerdingen, Naturnahe Neueinfassung des Wasserkanals am Teich Stadtpark Uerdingen, Staudenpflanzung am Teich Stadtpark Uerdingen.

Projektbericht zur Erstellung von Belagsflächen:
Verlegung von Wesersandsteinplatten im Polygonalverband

Hier berichtet ein Auszubildender über sein Projekt.

"Bevor ich mein Projekt begonnen habe, musste ich eine Vorkalkulation machen, das heißt ich musste mir überlegen, was ich für meine Baustelle an Materialien und Maschinen benötige.

Ich habe Folgendes gebraucht: Materialien: Sand 0 bis 2 mm, Zement, Kalksteinschotter HKS 0 bis 22 mm Durchmesser, Wesersandsteinplatten, Pflasterfugenmörtel ,Einkomponentenmaterial. An Maschinen und Geräten: Radlader, Mini-Bagger, Kipper, Trecker und Tieflader, Pritsche und Hänger, Rüttelplatte, Nivelliergerät, Mischmaschine, Stromanschluss, Kabeltrommel, Trennschneider und Diamantscheibe, Hochdruckreiniger.

Zuerst habe ich die ganze Fläche mit einem Maßband abgemessen und 47 qm berechnet, damit ich eine Kalkulation machen konnte. Für diese Fläche brauchte ich 25 Säcke Zement, 5,67 cbm Kalksteinschotter und zusätzlich zwei Auszubildende und zwei Gesellen.

Hinsichtlich der Arbeitszeit kalkulierte ich fünf Tage. Zuerst wurden die Sitzbänke abgebaut. Danach haben wir mit einem Hammer und Meißel versucht, die alten Fugen zu lösen, und dann mit einer Spitzhacke die Platten vorsichtig angehoben, damit sie so wenig wie möglich zerbrechen. Die Randplatten wurden vorher mit Kreide nummeriert. Die meisten Platten mussten mit einem Boschhammer gelöst werden und auch die circa 10 cm dicke Betonschicht, die sich darunter befand.
In der Zwischenzeit haben zwei Mitarbeiter die Wesersandsteinplatten auf Europaletten gelegt und mit dem Tieflader zum Betriebshof gefahren. Einige Platten sind auch zerbrochen, dieses war zu erwarten.
Als alle Sandsteinplatten aufgenommen waren, habe ich mit dem Minibagger die 10 cm dicke Betonschicht aufgenommen und entsorgt. Die Fläche wurde dann 15 cm tief ausgeschachtet. Anschließend wurde die Fläche grob planiert und mit einer kleinen Rüttelplatte abgerüttelt bzw. der Boden verdichtet. Mit Hilfe eines Nivelliergerätes habe ich mit einem Gefälle von 3 % die Höhen eingemessen. Die Höhe habe ich auf die Schnurpinne übertragen. Danach wurde die Richtschnur an der Schnurpinne befestigt. Auf der Fläche wurde dann mit dem Radlader der Kalksteinschotter in einer Stärke von 12 cm aufgebracht. Dabei wurde die Fläche zweimal mit der Rüttelplatte verdichtet.
Die Sandsteinplatten wurden mit dem Hochdruckreiniger gereinigt. In der Mischmaschine wurde der Zement vorbereitet und dann als Ausgleichsschicht auf der Schotterschicht aufgebracht.
Die nummerierten Randplatten wurden dann wieder so verlegt, wie sie gelegen hatten. Die Restfläche wurde mit alten und neuen Platten so verlegt, dass die Fugen nicht zu groß wurden und dazu mussten einige Platten mit dem Trennschneider zurechtgeschnitten werden.
Nachdem alle Platten verlegt worden waren, wurden die Fugen ausgekratzt, um das Fugenmaterial gleichmäßig auftragen zu können. Mit einem Fugeisen wurde das Fugenmaterial in die Fugen gedrückt und zum Schluss alles einmal abgefegt.
Für die Baustelle habe ich acht Tage gebraucht, also drei Tage länger als ich zuerst kalkuliert hatte.

Bild der feriggestellten Natursteinplattenfläche
Fertggestellte Natursteinplattenfläche