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Trinkwasser für Säuglinge - Allgemeines

Unser wichtigstes Gut auch für unsere Babys?!
Egal welches Trinkwasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet wird - es sollten auf jedem Fall nachstehende Dinge beachtet werden.
Ob nun das Trinkwasser aus der Leitung, ein Mineralwasser oder das aus dem eigenem Brunnen geförderte Trinkwasser verwendet werden kann, hängt in erster Linie vom Nitratgehalt und weiteren Parametern ab.

Welches Wasser verwenden Sie
  • Krefelder Leitungswasser für Säuglinge?!
  • Mineralwasser für Säuglinge?!
  • Eigenversorger (Hausbrunnen) für Säuglinge?!
Krefelder Leitungswasser für Säuglinge

In der Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV) wird der Grenzwert für Nitrat mit 50 mg/I angegeben.
Der Nitratgehalt des Leitungswassers (SWK) liegt im

  • Versorgungsgebiet Wasserwerk 'Gladbacher Straße', (Forstwald) bei ca. 4 bis 6 mg/l
  • Versorgungsgebiet Wasserwerk 'In der Elt', (Linn) bei ca. 30 bis 35 mg/l
  • Mischzonen der Wasserwerke bei ca. 10 bis 20 mg/l

Grundsätzlich können gesunde Säuglinge Trinkwasser bekommen, das bis zu 50 mg/I Nitrat enthält. Nur bei Säuglingen mit Störungen im Magen-Darm-Bereich sollte das verwendete Wasser jedoch nicht mehr als 10 mg/I Nitrat enthalten.

Mineralwasser für Säuglinge

Bevorzugt man natürliches Mineralwasser, so sollte man auf den Hinweis achten: "Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung". Bei einigen Anbietern ist Nitrat nicht ausgewiesen, dies bedeutet aber nicht, dass es nicht enthalten ist!
Denn, handelt es sich um sog. "Säuglings-Mineralwasser", werden auch die Grenzwerte für alle problematischen Stoffe, die in der Mineral- und Tafelwasserverordnung i.d.F. vom 3. März 2003 festgelegt, eingehalten:

  • Natrium 20 mg/l
  • Nitrat 10 mg/l
  • Nitrit 0,02 mg/l
  • Sulfat 240 mg/l
  • Fluorid 0,7 mg/l
  • Mangan 0,05 mg/l
  • Arsen 0,005 mg/l

Zur Beurteilung eines Trinkwassers können Sie diese Werte als Orientierung heranziehen.

Eigenversorger (Hausbrunnen) für Säuglinge

Bei Eigenversorgern ist Vorsicht geboten!
Liegen Ihnen keine Informationen über die Qualität des geförderten Wassers vor. So erkundigen Sie sich beim Eigentümer oder Inhaber der Anlage, denn dieser ist verpflichtet das Wasser regelmäßig untersuchen zu lassen. darüber hinaus gehende Analysen sollten von Laboratorien durchgeführt werden, die dafür eine Zulassung nach der Trinkwasserverordnung besitzen. Liste der Wasseruntersuchungsstellen.
In jedem Fall ist zu beachten, dass selbst gefördertes Wasser nicht in dem Maße Kontrolliert wird wie das Wasser aus der öffentlichen Versorgung: Das Wasser wird stichprobenartig Untersucht (i.d.R. einmal im Jahr) wodurch ggf. kurzzeitige Grenzwertüberschreitungen einiger Parameter unbemerkt bleiben können.

Beachten Sie bitte noch folgendes

Mineralwasser aus Flaschen und dem Leitungsnetz sind keimarm, aber nicht keimfrei! Zur Nahrungszubereitung für Babys sollten beide abgekocht werden. Stille Mineralwasser in Kunststoffflaschen neigen eher zur Verkeimung als mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser in Glasflaschen.