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von der Leyen, Conrad Wilhelm

Seidenhändler
Verdienst: Unternehmer, Stifter

Bild des Ehrengrabmals von Conrad Wilhelm von der Leyen

* 14.07.1792
28.01.1873

Die Geschichte der Familie von der Leyen in Krefeld beginnt im 17. Jahrhundert. Als Seidenhändler und Seidenweber legten die Angehörigen der - weit verzweigten - Familie von der Leyen den Grundstein für die Textilindustrie in Krefeld und prägten somit die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.
Conrad Wilhelm von der Leyen wurde am 14.07.1792 in Krefeld geboren und wuchs während der Französischen Revolution auf. Er besuchte vorwiegend auswärtige Schulen (z.B. in Leipzig).
Sein Vater, Friedrich Heinrich von der Leyen (1765 - 1842) gründete 1823 die Firma „Friedrich Heinrich von Conrad von der Leyen & Co." Diese ging nach seinem Tod an seinen Sohn Conrad Wilhelm von der Leyen über. Die Firma musste 1855 aufgelöst werden, allerdings führte Conrad Wilhelm von der Leyen sie zusammen mit seinem Sohn Franz Heinrich als Rohseidenhandlung weiter. Das Geschäftsgebäude auf der Friedrichstraße 3 - 5 wurde später als Postgebäude und als Markthalle genutzt.
Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Conrad Wilhelm von der Leyen in der Zeit von 1842 bis 1846 Mitglied des Gemeinderates und anschließend von 1846 bis 1850 Stadtverordneter.
Nach der Gründung des Bankhauses Beckerath-Heilmann am 15. August 1838 war Conrad Wilhelm von der Leyen - bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1863 - der erste Kommanditist der Bank.
Für seine unternehmerischen Verdienste wurde Conrad Wilhelm von der Leyen der Titel eines Geheimen Kommerzienrats verliehen.
1794 wurde der Wohnsitz der von der Leyens gebaut, der von der Bevölkerung bald nur noch das „Stadtschloss" genannt wurde. Nachdem es 1857 von der Stadt erworben wurde, wird das auf dem Von-der-Leyen-Platz stehende Haus als Rathaus genutzt. Der neue Familiensitz der Familie von der Leyen auf dem Ostwall ist heute das Hauptgebäude der Krefelder Post.
Conrad Wilhelm von der Leyen verstarb am 28. Januar 1873 im Alter von 80 Jahren.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (alter Teil), Feld A, Nr. 383-394
  • Straßenbenennung: Von-der-Leyen-Platz und Leyentalstraße
  • Quelle: „die Heimat" Band 50, S. 80 ff.