Inhalt

Theißen, Heinrich

Kaufmann, Beigeordneter
Verdienst: Politisches, kirchliches und soziales Engagement

Bild des Ehrengrabmals von Heinrich Theißen

* 25.09.1857
05.10.1945

Heinrich Theißen wurde am 01.07.1857 in Uerdingen geboren. Nach dem Besuch der 1867 neu gegründeten höheren Stadtschule und weiterem Schulbesuch in Krefeld und in Thienen (Belgien) trat er 1875 in das elterliche Geschäft (Destillerie, Kaffeerösterei, Kolonialwaren) ein. 1902 verkaufte Heinrich Theißen das Geschäft und widmete sich seinen privaten Studien und vielen Ehrenämtern. Dabei tat er sich insbesondere im kirchlichen und lokalpolitischen Leben hervor. So übernahm er 1899 den stellvertretenden Vorsitz im Kirchenvorstand und 1907 den Vorsitz in der Uerdinger Zentrumspartei sowie 1920 das Amt des Ersten ehrenamtlichen Beigeordneten. Seit 1915 gehörte er dem Kreistag des Landkreises Krefeld an. Nachdem im Ruhrkampf Bürgermeister Aldehoff von der belgischen Besatzung ausgewiesen worden war, leitete er die Geschicke der Stadt in einer äußerst schwierigen Zeit (Besatzung, Inflation, Separatistenaufstand). Im kirchlichen Bereich galt sein Einsatz im Besonderen dem Ausbau der St.-Josefs-Kirche und dem Aufbau des St.-Josefs-Hospitals sowie der Errichtung der
St. Heinrichs-Kirche.
Zu seinem 70. Geburtstag erhielt Heinrich Theißen das Ehrenbürgerrecht der (damals selbständigen) Stadt Uerdingen für seine mehr als 35-jährige Tätigkeit als Stadtverordneter, seine jahrelange Mitarbeit als Beigeordneter sowie seine sonstigen Verdienste auf den verschiedenen Gebieten des öffentlichen Lebens.
Heinrich Theißen verstarb am 05.10.1945.


  • Ehrengrab: Friedhof Uerdingen, Feld 2, Nr. 55-58
  • Straßenbenennung: Heinrich-Theißen-Straße
  • Sonstiges: Aus Anlass der Verleihung des Ehrenbürgerbriefs tat sich Heinrich Theißen auch als Stifter hervor.
  • Quellen: „die Heimat" Band 31, S.15/16