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Roos, Friedrich Christian

Oberbürgermeister
Verdienst: Politisches Engagement

Bild des Ehrengrabmals von Friedrich Christian Roos

* 25.01.1827
03.07.1882

Friedrich Christian Roos wurde am 25.01.1827 in Winterburg (Landkreis Bad Kreuznach) geboren.
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bad Kreuznach und dem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn wurde er 1867 als Regierungsrat in Düsseldorf ernannt, bevor er am 23.11.1871 zum Bürgermeister der Stadt Krefeld gewählt wurde. Am 11.01.1873 wurde ihm der Titel Oberbürgermeister verliehen.
In seine Amtszeit fiel die Bildung eines eigenen Stadtkreises Krefeld (1873). Das war ein Ereignis von großer kommunalpolitischer Bedeutung, weil dadurch die Eigenständigkeit der Stadt Krefeld begründet wurde. Oberbürgermeister Roos hat sich in vielerlei Hinsicht um das Wohl der Stadt Krefeld verdient gemacht. So wurde z.B. im Jahre 1877 die Eisenbahnverbindung Krefeld-Gladbach-Rheydt fertig gestellt sowie das erste Wasserwerk errichtet. Zeitgleich mit dem Aufbau der städtischen Wasserversorgung wurde mit dem Bau der Kanalisation begonnen. 1881 wurde der Stadt Krefeld die Erlaubnis zum Betrieb einer Straßenbahn erteilt. Des Weiteren hat sich Oberbürgermeister Roos um das Erziehungswesen verdient gemacht und das Schulsystem verbessert. Er gilt als Stifter des späteren Arndt-Gymnasiums.
Nach fast zehnjähriger Amtszeit musste Oberbürgermeister Roos, dem der Titel eines Geheimen Regierungsrates verliehen worden war, sein Amt krankheitsbedingt zum 31.12.1881 niederlegen. Kurze Zeit zuvor hatte der Rat beschlossen, dem scheidenden Oberbürgermeister wegen seiner Verdienste um die Stadt Krefeld die Ehrenbürgerrechte zu verleihen.
Bereits wenige Monate nach seinem Ausscheiden verstarb Friedrich Christian Roos am 03.07.1882.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (alter Teil), Feld E, Nr. 187-191
  • Straßenbenennung: Christian- Roos-Straße
  • Denkmal: Der Grabstein ist in die Denkmalliste der Stadt Krefeld eingetragen.
  • Quellen: Krefeld, Die Geschichte der Stadt (Hrsg. Feinendegen/ Vogt), Band III (2006), S. 155, 162, 165, 249 und „die Heimat" Band 31, S. 7 - 8