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Rhodius, Marianne

Verdienst: Wohltäterin

Bild des Ehrengrabmals von Marianne Rhodius

* 12.10.1814
02.11.1902

Marianne Rhodius wurde als Tochter des Seidenfabrikanten Philipp de Greiff am 12.10.1814 in Krefeld geboren. Sie wuchs im Hause des „Seidenbarons" in einem gehobenen Umfeld auf. Sie heiratete 1835 den Kölner Kaufmann Christoph Eduard Rhodius.
Marianne Rhodius war Erbin ihres Onkels Cornelius de Greiff und kümmerte sich bereits zu dessen Lebzeiten um sein Vermögen. Sie war nicht nur eine talentierte Geschäftsfrau und würdige Verwalterin des Erbes, sondern, ebenso wie ihr Onkel Cornelius de Greiff, auch ein sehr wohltätiger Mensch. Bereits zu Lebzeiten überließ sie der Stadt die auf der Königstraße gelegenen Kontorgebäude als Heimstätte für alte Männer und Frauen (1863). Aufgrund ihrer Verbundenheit mit Linn (Marianne Rhodius lebte auf der Greiffenburg) schenkte sie der Gemeinde Linn 12.000 Taler, wobei die Zinsen zur Besoldung des Bürgermeisters dienten. 1867 stiftete sie 50. 000 Taler, deren Zinsen jährlich armen Familien zugute kommen sollten und 25. 000 Taler für den Ausbau des Krankenhauses. Testamentarisch vermachte sie die Summe von 1.800.000 Mark zugunsten des Cornelius-de-Greiffschen-Unterstützungsfonds.
Marianne Rhodius verstarb am 02.11.1902 in Krefeld.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (alter Teil), Feld C, Nr. 65-88
  • Straßenbenennung: Marianne-Rhodius-Straße heutige Melanchthonstraße
  • Sonstiges: Marianne-Rhodius-Schule seinerzeit 1. Krefelder Mädchen-Realschule heutige Gesamtschule Kaiserplatz
  • Quelle: Buschbell, Geschichte der Stadt Krefeld, Band 2 (1954), S. 353 f.; Ernst Köppen, Krefelder Miniaturen, S. 138-141