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Melcher, Heinrich

Unternehmer
Verdienst: Politisches und bürgerschaftliches Engagement

Bild des Ehrengrabmals von Heinrich Melcher

* 15.09.1906
23.08.1974

Heinrich Melcher wurde am 15.09.1906 geboren. Er entstammte einer alteingesessenen Uerdinger Familie, die bereits 1742 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Nach einer gründlichen technischen und kaufmännischen Ausbildung trat er in das väterliche Unternehmen ein, die Weinbrennerei Dujardin, wobei er zunächst ab 1929 Außenstellen der Firma leitete. Nach Kriegsende setzte er sich für den Wiederaufbau des Unternehmens ein, zu deren Geschäftsführer er bestellt wurde. Vom 01.01.1969 bis zu seinem Tode war er als Senior-Geschäftsführer für die Firma Dujardin und deren Tochtergesellschaften tätig.
Neben seinen unternehmerischen Tätigkeiten bekleidete Heinrich Melcher eine Vielzahl von Ehrenämtern im öffentlichen Leben: seit 1952 war er für die CDU Mitglied der Bezirksvertretung Uerdingen und seit 1956 Mitglied des Krefelder Stadtrates. Das Amt des Bezirksbürgermeisters und damit auch den Vorsitz der Bezirksvertretung Uerdingen bekleidete Heinrich Melcher von 1961 bis 1970. Sein besonderes Interesse galt dabei Bau- und Planungsproblemen.
Zahlreich waren auch seine berufsbedingten Ehrenämter, wie z.B. diverse Vorstandstätigkeiten in der Unternehmerschaft der Industrie sowie Aufsichtsrats- und Verwaltungsratstätigkeiten.
Darüber hinaus gehörte sein Herz dem Sport. Heinrich Melcher war Vorsitzender des Ortsverbandes für Leibesübungen, stand lange dem Uerdinger Tennisclub 1900 und dem FC Bayer 05 Uerdingen vor und war außerdem Ehrenmitglied im Schwimmclub Aegir.
Er war zeitweilig Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (Ortsverband Uerdingen) und Ehrenvorsitzender des Uerdinger Heimatbundes.
Für sein vielfältiges Engagement wurde er im Mai 1970 mit dem Ehrenring der Stadt Krefeld und im November 1972 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Außerdem war er Träger des französischen Ordens Officier du Merité Agricole.
Heinrich Melcher verstarb am 23.08.1974.


  • Ehrengrab: Friedhof Uerdingen, Feld 28, Nr. 7-11
  • Quelle: „die Heimat" Band 45, S. 187