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Huhnen, Fritz

Maler, Zeichner und Bühnenbildner
Verdienst: Kunst, Kultur

Bild des Ehrengrabmals von Fritz Huhnen

* 26.12.1895
15.12.1981

Am 26.12.1895 wurde Fritz Huhnen in Krefeld geboren. Nach einer Architektenlehre und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Krefeld arbeitete er zunächst als freier Maler. Ab 1924 war er als Bühnenbildner am Krefelder Stadttheater sowie als Zeichner für den "Generalanzeiger" und die "Westdeutsche Zeitung" tätig. Seine erste Einzelausstellung erfolgte um das Jahr 1926 in Düsseldorf. 1932 schuf er die beiden großen Wandbilder "Musik" und "Wein" in der "Bosi-Bar", der bombensicheren Kellerbar des "Seidenfadens". 1935 hieß das erste Prinzenpaar Fritz Huhnen und Lilo Lange. Ihr Motto lautete „Kriewel packt ut". Der große Luftangriff im Jahre 1943 zerstörte zahlreiche Arbeiten von Fritz Huhnen. Ab 1946 war er wieder als Bühnenbildner, Pressezeichner und freier Maler tätig. 1947 wurde er Mitglied der Münchener Künstlervereinigung "Neue Gruppe" und beteiligte sich an deren Ausstellungen. Der Nachdruck von Christian Morgensterns "Palmström" wurde 1975 mit 80 Zeichnungen von Fritz Huhnen veröffentlicht. 1978 erschien im Auftrag des Krefelder Kunstvereins "Der Mantel" von Nicolai Gogol mit Zeichnungen von Fritz Huhnen in einer einmaligen Auflage von 1000 nummerierten Exemplaren. 1980 wurde aus Anlass seines 85. Geburtstages eine bibliophile Ausgabe von Franz Kafkas "Die Verwandlung" mit Zeichnungen von Fritz Huhnen veröffentlicht.
Fritz Huhnen ist darüber hinaus auch als Autor durch sein 1955 erstmals erschienenes Buch „Gute, Böse und Krefelder" bekannt geworden, in dem er in ironischer Form Krefeld und seine Einwohner glossiert.
Für sein künstlerisches Werk erhielt Fritz Huhnen 1961 die Thorn-Prikker-Ehrenplakette der Stadt Krefeld. Zu seinem 70. Geburtstag wurde er mit dem Ehrenschild der Stadt Krefeld ausgezeichnet.
Fritz Huhnen verstarb am 15.12.1981.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (neuer Teil), Feld 8, Nr. 513/514
  • Straßenbennenung: Fritz-Huhnen-Straße